75. Bergische Kunstausstellung

Steuerberater fördert Solinger Kunstszene

Kathrin Friedrich und Wirtschaftsprüfer Markus Miklis planen zur 75. Bergischen Kunstausstellung eine Veranstaltung der Kanzlei Sonnleitner im Kunstmuseum. Foto: Christian Beier
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Kathrin Friedrich und Wirtschaftsprüfer Markus Miklis planen zur 75. Bergischen Kunstausstellung eine Veranstaltung der Kanzlei Sonnleitner im Kunstmuseum.

Das Kunstmuseum setzt auf Unterstützung durch Art Sponsoring.

Von Philipp Müller

Solingen. Es war eine Bitte um Unterstützung, die das Kunstmuseum mit der Kanzlei von Wolfgang Sonnleitner zusammenbrachte. Für den Katalog der Bergischen Kunstausstellung im vergangenen Jahr wurde noch Geld benötigt. Für Wolfgang Sonnleitner war das der Anlass, sich mit dem Kunstmuseum und der lokalen Kunstszene zu beschäftigen. Und er stellte fest, mit Geld allein ist es nicht getan.

„Wir wollten die Menschen hinter dem Museum kennenlernen“, sagt er heute. Das habe ihn überzeugt, das Engagement für das Kunstmuseum über die Unterstützung für den Katalog hinaus auszuweiten.

Er lud seine Mandanten 2020 zu einer Führung durch die 74. Bergische ein. „Es war eine tolle Ausstellung“, sagt er rückblickend.“

Ende September wird er seine Mandanten wieder einladen. So will er die 75. Bergische Kunstausstellung unterstützen. Der Erlös des Abends wird für die Museumsarbeit zur Verfügung gestellt. Die Unterstützung setzt in der Praxis vor allem Kathrin Friedrich um, die als Büroleiterin und Prokuristin den Abend gestalten wird. So hat sie Musiker der bergischen Symphoniker gewinnen können, im Kunstmuseum aufzutreten.

Art Sponsoring ist tragende Stütze für das Kunstmuseum

Sie sagt, diese Form, Mandanten und Kunst zusammenzubringen, werde nicht auf den Termin im September beschränkt. Sie und Sonnleitner können sich auch andere Gelegenheiten als die Bergische Kunstausstellung vorstellen, Menschen im Museum zusammenzubringen. Im August startete die Aktion „Jeder Mensch ist eine Künstlerin“ im Kunstmuseum.

Zudem ist die Kanzlei Sonnleitner, die in Wirtschafts- und Steuerfragen berät, Mitglied im Netzwerk Art Sponsoring geworden. Das vereint Solinger Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer schon seit vielen Jahren. Die Direktorin des Kunstmuseums, Gisela Elbracht-Iglhaut verweist oft die Bedeutung des Sponsorings aus Solingen. Ohne diese Zuwendungen seien viele Ausstellungen nicht möglich.

„Wir wollten die Menschen hinter dem Museum kennenlernen.“

Wolfgang Sonnleitner, Sponsor für das Kunstmuseum

Das wissen natürlich auch Kathrin Friedrich und Wolfgang Sonnleitner. So hoffen beide, dass sich ihre Gäste beim Treffen im Kunstmuseum spendabel zeigen und die Kunstförderung unterstützen. Selbstbewusst formuliert der gebürtige Franke Sonnleitner: „Wenn wir es nicht tun, wer soll es dann sonst machen?“

Das sei alles natürlich auch vom Gedanken geprägt: „Tue Gutes und rede darüber.“ Den werblichen Effekt will er daher auch gar nicht verleugnen. Warum auch, die Kanzlei mache das nicht nur aus der Position des Kunstliebhabers heraus, es gehe auch darum, die Kanzlei abseits von Paragrafen und Zahlen zu präsentieren.

Kanzlei plant, Neubauten mit viel Kunst zu verbinden

Das wird sie bald in neuen Räumen tun. In Solingen und in Leichlingen stehen Neubauten an. Da werde dann auch die Kunst ihren Raum finden, versprechen Friedrich und Sonnleitner.

Bereits jetzt wird das am Standort Kölner Straße umgesetzt. In einem Besprechungsraum wird in Kürze Kunst von Peter Wischnewski hängen. Der Solinger Maler macht sich zunehmend einen Namen als abstrakter Künstler mit seinen farbigen, großformatigen Landschaften.

2018 erwarb Wolfgang Sonnleitner die Solinger Kanzlei und baute sie aus. Waren es zunächst 16 beschäftigte, sind es heute 30. Und mit der neuen Niederlassung in Leichlingen blicke sein Unternehmen jetzt auch über die Stadtgrenzen Solingens hinaus.

75. Bergische

Ab dem 20. September zeigt das Kunstmuseum Solingen bis zum 31. Oktober die 75. Internationale Bergische Kunstausstellung. Der mit 10 000 Euro dotierte Internationale Bergische Kunstpreis der National-Bank wird an Pascal Sender verliehen. Wer den Publikumspreis – gestiftet von der Stadt-Sparkasse Solingen – bekommt, das entscheidet das Publikum.

Zentrum für verfolgte Künste kooperiert mit der documenta.

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