Umgestaltung

Startschuss für Freizeitpark Aufderhöhe

Manfred Heim (l.) und Joachim Buchmüller freuen sich, dass sie auf dem Gelände nun endlich mit der Arbeit loslegen können. Foto: Tim Oelbermann
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Manfred Heim (l.) und Joachim Buchmüller freuen sich, dass sie auf dem Gelände nun endlich mit der Arbeit loslegen können.

Umgestaltung des Geländes könnte im Herbst beginnen – Förderverein hat neuen Vorstand.

Von Kristin Dowe

Solingen. Die Aufbruchstimmung war den Mitgliedern des Fördervereins Freizeitpark Aufderhöhe am Mittwoch deutlich anzumerken: Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster Anfang April nach jahrelangem Rechtsstreit mit einem Anwohner der Höher Heide endlich grünes Licht für das Projekt gegeben hatte, trafen sich die Mitglieder erstmals nach gut zweijähriger Corona-Pause im Vereinsheim auf dem alten Freibad-Gelände im Josefstal.

Zuletzt hatte jener Anwohner erfolglos gegen die Stadt Solingen prozessiert und gegen deren vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Freizeitpark geklagt, für den jetzt der Weg geebnet ist. Bei der Versammlung wurden der Vorstand neu gewählt (siehe unten) und die Weichen für die Umgestaltung der Anlage gestellt.

Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt.

Joachim Buchmüller, Vorsitzender

„Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt“, gab Joachim Buchmüller, der in seinem Amt als Erster Vorsitzender des Vereins bestätigt wurde, die Richtung vor. Der neu gewählte Vorstand werde nun formal die Bauanträge bei der Stadt stellen, die seit langem fertig in der Schublade liegen. Wenn diese zeitnah genehmigt würden, könne der Verein wohl noch im Herbst mit der Umgestaltung beginnen.

So soll die Freizeitanlage umgebaut werden

Dabei seien die baulichen Maßnahmen überschaubar, betont Buchmüller: „Das meiste ist ja sowieso schon vorhanden.“ So stammen unter anderem die Duschen, Umkleiden, Tische und Bänke sowie ein Grillplatz noch aus Freibadzeiten und sollen weiter genutzt werden. Auch der Sprungturm soll als Erinnerung an die Geschichte der Anlage erhalten bleiben. Allein das mit Graffiti besprühte Kiosk-Häuschen müsse irgendwann abgerissen werden, kündigte Buchmüller an. Eine an das Grundstück angrenzende Magerwiese dürfe aus Naturschutzgründen nicht genutzt werden, diese werde auch in Zukunft von der Stadt gepflegt.

Inzwischen hat der Verein auf dem Gelände bereits ein Schachbrett und eine Boulebahn angelegt. Wo sich früher das Schwimmbecken befand, soll eine besandete Fläche mit zwei Netzen für Beachvolleyball und Beachsoccer entstehen. Darüber hinaus sind eine Minigolfanlage und ein Kioskbetrieb in den Räumen des alten Vereinsheims geplant, das zudem renoviert werden soll. „Das ist ein bisschen in die Jahre gekommen“, so Buchmüller.

Open-Air-Gottesdienst am 26. Mai

Zur Mitgliederversammlung erschienen auch einige Mitglieder des TSV Aufderhöhe, die neben der Evangelischen Gemeinde Rupelrath enge Kooperationspartner bei dem Projekt werden sollen. So wird die Gemeinde an Christi Himmelfahrt am 26. Mai etwa einen Open-Air-Gottesdienst auf der Anlage abhalten.

Der Förderverein wirbt intensiv um weitere Mitglieder und Sponsoren. Und hofft zudem auf Unterstützung der Stadt. Das wurde in der Mitgliederversammlung deutlich. So solle die Verwaltung auf Dauer eine ordentliche Zuwegung zum Freizeitpark schaffen. „Es will ja keiner dauerhaft über diese Ruckelpiste fahren“, sagte Dirk Wiebenga, der sein Amt als Geschäftsführer aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellte. Das Investitionsvolumen für das gesamte Projekt bezifferte Wiebenga auf rund 200.000 Euro.

Einen besonderen Applaus erhielt Manfred Heim, der sich nach langjährigem Engagement aus der aktiven Vereinsarbeit zurückziehen wird. Zwar übernahm Heim übergangsweise das Amt des Beisitzers, bei der nächsten Mitgliederversammlung soll er aber zum Ehrenvorsitzenden gewählt werden. „Dafür wird es dann aber einen feierlichen Rahmen geben“, versprach Buchmüller.

Feierlich wird es beim Förderverein in diesem Jahr ohnehin, denn er wird 25 Jahre alt. „Da sollten wir auf jeden Fall eine große Feier zum Jubiläum machen“, regte Heim an. An die Besucher, die noch nicht im Verein aktiv sind, verteilte er schon mal vorsorglich Mitgliedschaftsanträge.

Vorstand

Joachim Buchmüller wurde als 1. und Kai Worring als 2. Vorsitzender im Amt bestätigt, die Geschäftsführung übernimmt Daniel Gläser von seinem Vorgänger Dirk Wiebenga. Zu Beisitzenden wurden Selina Gläser, Axel Hoppe und vorläufig auch Manfred Heim gewählt. Das Amt des Kassierers wird kommissarisch von Paul-Werner Speck weitergeführt. Speck selbst möchte sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen, ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Standpunkt von Kristin Dowe: Anlage ist ein Rohdiamant

kristin.dowe@solinger-tageblatt.de

Es war eine lange und zähe Hängepartie, die die Mitglieder des Fördervereins Freizeitpark Aufderhöhe bedingt durch den langjährigen Rechtsstreit mit einem Anwohner der Höher Heide ausgestanden haben. Bis zuletzt hatte dieser unermüdlich versucht, das Projekt zu torpedieren. Umso mehr ist den Akteuren zu wünschen, dass die nächsten Schritte nun schnell erfolgen können. Dabei ist auch die Unterstützung der Stadt gefragt, die zum einen die fertigen Bauanträge hoffentlich zügig genehmigen wird und zum anderen das Vorhaben auch finanziell fördern könnte. Dieser Wunsch zumindest ist aufseiten des Vereins groß.

In der Verantwortung der Stadt liegt es auch, die Zufahrt zum Gelände auszubauen und Ausweichmöglichkeiten für den Begegnungsverkehr zu schaffen – trifft der Begriff „Ruckelpiste“ den aktuellen Zustand nur all zu gut. All diese Aufgaben sind jetzt zu bewältigen, nachdem das OVG Münster Fakten zugunsten des Vereins geschaffen hat. Dank des langjährigen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder erscheint die Anlage heute gemessen an ihrem Alter äußerst gepflegt – sie ist ein Rohdiamant, der nur darauf wartet, geschliffen zu werden.

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