Millionenprojekt

Start des Hotel-Neubaus in Ohligs verzögert sich

Ein fünfgeschossiger Hotel-Neubau soll auf der Ostseite des Hauptbahnhofs entstehen. Foto: Michael Schütz
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Ein fünfgeschossiger Hotel-Neubau soll auf der Ostseite des Hauptbahnhofs entstehen. 

Trotz der Corona-Pandemie hält der Investor an dem Millionenprojekt fest.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Eigentlich sollten Anfang des Jahres hinter dem Hauptbahnhof die Bagger rollen. Daraus wird allerdings erst einmal nichts. Der Baustart für das neue Hotel in Ohligs verzögert sich um unbestimmte Zeit. Aufgrund der Corona-Pandemie könne er nicht verlässlich sagen, wann der Spatenstich erfolgt, erklärt Marc K. Thiel. Er ist Geschäftsführer der Seneca Advisors GmbH. Der Investor bekräftigt jedoch, an dem Projekt festzuhalten.

Es ist nicht die erste Verzögerung für das Bauvorhaben an der Ostseite des Bahnhofs. Der ursprüngliche Plan des Investors war, ab Juni 2021 Gäste zu empfangen. Doch lange fehlten Unterlagen der Deutschen Bahn. Erst im Juni des Vorjahres lagen alle Dokumente vor und die Stadt konnte die Baugenehmigung erteilen. Seinerzeit hoffte Thiel darauf, 2022 Eröffnung zu feiern – „wenn alles glatt läuft“.

Nun muss der Investor das geplante Eröffnungsdatum erneut nach hinten verschieben. Als Grund führt er die anhaltende Corona-Krise sowie den zweiten Lockdown mit dem damit verbundenen Stillstand von Teilen der Wirtschaft an. „Keine Reisen, keine Kontakte heißt auch leider keine Verhandlungen und Gespräche, wie sie nötig wären“, erklärt der Geschäftsführer. Losgehen soll es wenn möglich aber noch in diesem Jahr, um 2023 Eröffnung feiern zu können. Die geschätzte Bauzeit beträgt 18 bis 20 Monate.

Mieter geht davon aus, dass sich die Branche bis zur Eröffnung erholt

Thiel betont, die Stadt Solingen über den coronabedingten Baustartverzug in Kenntnis gesetzt haben. Gleichzeitig habe er den Verantwortlichen im Rathaus mitgeteilt, dass „unser Interesse nach wie vor ist, das Bauvorhaben sobald wie möglich starten und umsetzen zu können“.

Auch die Tristar-Hotelgruppe hält an dem Projekt fest. Sie hat für das Objekt einen Mietvertrag über 25 Jahre unterzeichnet. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin plant, das Hotel unter dem Namen „Holiday Inn Express“ zu betreiben. „Die aktuelle Situation macht in unserer Branche natürlich nicht allzu viel Spaß“, räumt Jochen Weishaupt ein. Dennoch betont der Chief Development Officer von Tristar: „Wir haben großes Interesse daran, die Projekte, die derzeit in Planung sind, zu realisieren.“ Er zeigt sich hoffnungsvoll, dass sich die Branche in zwei bis drei Jahren, wenn das Hotel in Ohligs fertig ist, wieder auf einem guten Weg befindet. Vom Standort in Solingen sei man wegen der guten Anbindung an Düsseldorf und Köln ohnehin überzeugt.

158 Zimmer soll der fünfgeschossige Hotel-Neubau aufweisen. Auch ein Restaurant ist geplant. Rund 20 Millionen Euro investiert die Seneca Advisors GmbH laut eigenen Angaben in Ohligs-Ost.

Der Investor Seneca Advisors GmbH will mit dem Neubau in Ohligs Anfang 2021 beginnen. Der Baubeginn hat sich verzögert: Es fehlte noch die Zustimmung der Bahn.

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