Corona hat alles eingefroren

Standortsuche für Eishalle geht im Sommer weiter

Die Eissporthalle an der Birkerstraße hat noch eine Bestandszusage bis April 2022. Foto: Tim Oelbermann
+
Die Eissporthalle an der Birkerstraße hat noch eine Bestandszusage bis April 2022.

Rathaus und Vereine wollen Klarheit über Zukunft des Eissports.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Corona-Krise beeinträchtigt die Suche nach einem neuen Eishallen-Standort. Die Aktiven der Initiative „Solingen braucht Eis“ und des Vereins EC Bergisch Land warten auf ein Signal aus dem Rathaus, wann die Gespräche fortgesetzt werden können. Wegen der Krise sei dies noch nicht geschehen. Die Terminplanung laufe aber, teilt Rathaussprecherin Sabine Rische mit und kündigt an: „Noch in diesem Sommer werden sich die Beteiligten zum weiteren Vorgehen besprechen.“

Die Lebenshilfe will sich als Betreiberin von der jetzigen Eissporthalle an der Birkerstraße trennen. Auf dem Grundstück plant sie einen Neubau, in den ihre Behindertenwerkstatt umziehen soll. Für eine neue Halle läuft bei Stadt und Eissportaktiven die Suche nach einem Investor, einem Betreiber und nach einem Standort. Für die jetzige Halle gibt es immerhin eine Bestandszusage bis April 2022.

Ein Grundstück hatten die Beteiligten bei ihrem letzten Gespräch vor der Corona-Pause ausgemacht. Sie haben darüber aber Stillschweigen vereinbart. Rische: „Die grundstücksbezogene Prüfung sowie die Prüfung der Finanzierung und Wirtschaftlichkeit läuft noch. Es ist deshalb noch zu früh, den Standort zu nennen.“

Fest steht, dass sowohl für die Lebenshilfe-Pläne an der Birkerstraße, als auch für eine neue Halle an einem neuen Standort Bebauungspläne erarbeitet werden müssen. Im Arbeitsprogramm des Rathauses für die Bauleitplanung sind beide Punkte mit hoher Priorität aufgeführt. Das bedeutet: Wenn sich die Projekte konkretisieren, soll möglichst schnell Baurecht geschaffen werden. Bebauungsplanverfahren ziehen sich – je nach Umfang und möglichem Widerstand aus der Bevölkerung – über mehrere Monate, manchmal auch über Jahre hin.

„Corona hat alles eingefroren“, berichtet die Sprecherin von „Solingen braucht Eis“, Frauke Rautenberg. Sie zeigt zwar Verständnis dafür, dass man sich bei der Stadt über eine längere Zeit auf den Umgang mit der Corona-Krise konzentriert habe. Sie hofft aber, dass die Gespräche bald fortgesetzt werden können.

Die Initiative ist nach Rautenbergs Angaben inzwischen ein eingetragener Verein. Die Vorsitzende weiß zwar von den „Plänen in der Schublade“. Es hänge aber vieles von der Frage ab, ob sich ein Investor und Betreiber für eine neue Halle finde. In Bezug auf die aktuelle Krise hält Frauke Rautenberg eine Verzögerung bei dem Projekt für möglich: „Wenn es sich für den Investor erst einmal nicht lohnt, wird er es sich genau überlegen, ob er lieber erst später anfängt.“

Wolfgang Lingen vom EC Bergisch Land sieht nach wie vor große Fragezeichen hinter der weiteren Entwicklung. Er hält die Investorensuche für entscheidend. Aber auch ein Bebauungsplan für eine gewerbliche Nutzung an der Birkerstraße müsse planerisch erst einmal umgesetzt werden. Lingen will sich eine Stadt ohne Eishalle nicht vorstellen. „Dann wäre der Eissport in Solingen erledigt.“ Die nächsten Eisstadien seien seiner Meinung nach zu weit entfernt.

Die Eissporthalle an der Brühler Straße ist in die Jahre gekommen und muss auf Dauer abgerissen werden. Stattdessen möchte die Lebenshilfe, der das Grundstück gehört, eine Behindertenwerkstatt bauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Top-Links

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter
Corona: Inzidenz sinkt in Solingen weiter
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke
Motorradfahrer verunglückt auf neuer Wupperbrücke
Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Kindstötungen in der Hasseldelle: Väter schoben Verantwortung für die Kinder von sich
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein
Verstöße gegen Corona-Regeln: Stadt nimmt 400 000 Euro Bußgeld ein

Kommentare