Theater und Konzerthaus

Stadtensemble zeigt den Film „Krentenbettern“

Sorgten schon bei den Proben für Stimmung (v. l.): Uwe Dahlhaus, Sabine Sorgnit, Sylvie Wester-Stamm und Holger Langenberg. Foto: Solinger Stadtensemble
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Sorgten schon bei den Proben für Stimmung (v. l.): Uwe Dahlhaus, Sabine Sorgnit, Sylvie Wester-Stamm und Holger Langenberg.

Der Schwank „Krentenbettern“ aus der Feder von Heinz Weyersberg läuft „op Soliger Platt“ am Wochenende in der Pantoffelkino-Version.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Am Ende entwirren sich die Fäden, die sich zuvor anderthalb Stunden lang auf dem Hof von Bauer Dörner immer weiter miteinander verknotet hatten. Zum Beispiel klärt sich auf, warum die „Höhner wie verröckt eröm gefladert sind“ oder „wie kaputt em Bongert logen“, wie es die Magd Trüd – ewig lamentierend – beschreibt. Oder auch, warum nachts dunkle Gestalten in für sie falschen „Kamern“ landen, und warum der eigentlich dem „Bur“ als Schwiegersohn nicht genehme Jünner schließlich doch noch vor den Augen des zukünftigen Schwiegervaters bestehen kann.

Die Fans von Stücken „op Soliger Platt“ kommen an diesem Wochenende endlich wieder einmal auf ihre Kosten: Ab heute steht der Schwank „Krentenbettern“ des Solinger Stadtensembles drei Tage lang im Internet als Film zur Verfügung.

Nachdem das Ganze nun seit zwei Jahren geprobt wurde, im letzten Jahr durch den ersten Lockdown dann doch nicht aufgeführt werden konnte, und nun erneut live stattfinden kann, hat sich das Team um Spielleiter Michael Tesch für eine Pantoffelkino-Version entschieden: Über die Website des Theaters und Konzerthauses können Tagestickets gekauft werden. Mit dem dann zugeschickten Code kann man sich als Zuschauer einwählen und anderthalb Stunden genießen, schmunzeln, lachen.

Dank immer besserer Kamera- und Tontechnik liefert das Kulturmanagement mit diesem Stream nun einen Film ab, der mehrere Zuschauerperspektiven ermöglicht – und der Sache damit Würze verleiht. Statt Teil eines Publikums zu sein, das zeitgleich vor der Bühne sitzt und zusieht, schaut man vor dem heimischen Bildschirm nicht nur frontal auf das Geschehen, sondern zum Beispiel auch von oben in die „Schlopkamer“ von Bauer Dörner.

Happy End inbegriffen – trotz aller Widrigkeiten

Regisseur Michael Tesch kann sich erneut auf den Charme seines spielfreudigen Ensembles verlassen, das munter durch alle drei Akte trägt. Allen voran glänzt Uwe Dahlhaus als tumber, trinkfreudiger „Bur“, gleich gefolgt von Sabine Roth als „schratelege“ Bäuerin Anna, in Kittelschürze und nahezu dauerhaft empört – mit in die Hüfte gestützten Händen.

Petra Lokay gibt die schnippische Magd Trüd, die ein Auge auf den Windhund „Drickes“ (Karl-Heinz Stamm) geworfen hat. Ulrike Hönemann (Tochter Lisa) und Holger Langenberg (Jünner) sind das junge Liebespaar, für das es am Ende trotz aller Widrigkeiten doch noch ein Happy End gibt.

Alexander Riedel überzeugt als Hochdeutsch sprechender, gestelzt wirkender und zudem hoffnungslos in des Bauern Töchterlein verliebter Geschäftspartner Wiedenbusch. Sylvie Wester-Stamm und Sabine Sorgnit schließlich ergänzen die Crew in kleinen, aber wichtigen Nebenrollen.

Trotz der bekannten Umstände konnte beim Drehen auf die durchsichtigen (Theater-) Mund-Nase-Masken verzichtet werden. Möglich war das, weil die Schauspieler an jedem Drehtag auf eine Corona-Infektion getestet wurden. Um so schöner macht die uneingeschränkte zu sehende Mimik der Schauspieler die Aufführung für die Zuschauer vor den heimischen Bildschirmen.

So funktioniert der Ticketkauf

Online: Beim Online-Ticket-Kauf für den Stream des Solinger Stadtensembles wird nach dem Bezahlen eine der üblichen Eintrittskarten gezeigt. Hierauf ist ein Code genannt. Dieser gilt für jeweils einen Tag und ist der Eintrittskarte hinzuzufügen.

Wann: Freitag, 26. März, Samstag, 27. März, Sonntag, 28. März – an allen drei Tagen rund um die Uhr.

Preiskategorien:
Normal-Tarif: 8 Euro; Zugang zum Stream für einen Tag; beim Ticketkauf bitte Kategorie 3 wählen.
Silber-Tarif: 15 Euro; zusätzlich zum Stream gibt es ein Din-A3-Plakat der Veranstaltung; beim Ticketkauf bitte Kategorie 2 wählen.
Gold-Tarif: 25 Euro; zusätzlich zum Stream gibt es ein handsigniertes Foto des gesamten Ensembles; beim Ticketkauf bitte Kategorie 1 wählen.

Einnahmen: Ein wesentlicher Teil kommt dem Solinger Stadtensemble zugute.

Stadtensemble: Seit Januar dieses Jahres ist das Stadtensemble ein eingetragener Verein. Zunächst war die Bezeichnung nur ein Arbeitstitel für Koproduktionen der Höhscheider Bühnen und des Ensembles Profan.

www.theater-solingen.de

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