Neue Holzhäuser

Solingen will zwei Übergangsheime für Geflüchtete bauen

Auf dem Gelände an der Nibelungenstraße ist derzeit eine Hundeschule mit Hundetagesstätte untergebracht.
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Auf dem Gelände an der Nibelungenstraße ist derzeit eine Hundeschule mit Hundetagesstätte untergebracht.

Der Rat entscheidet am Donnerstag über Standorte in Gräfrath und Höhscheid.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Der Stadtrat stimmt heute über den Neubau von zwei Übergangsheimen ab, um weitere Geflüchtete unterbringen zu können. Vorgesehen sind als Standorte die Neuenkamper Straße in Höhscheid (Höhe Bauermannskulle) sowie die Nibelungenstraße 41d in Gräfrath. Der Finanzausschuss hat bereits grünes Licht gegeben. Nach aktuellem Stand könnten die Baugenehmigungen für beide Standorte nach Klärung der Nachbarschaftsbelange unbefristet erteilt werden, heißt es in der Vorlage.

Hintergrund sind die gestiegenen Zahlen von Geflüchteten unter anderem aus der Ukraine, aber auch aus anderen Ländern. Plätze in den Übergangsheimen seien inzwischen weitestgehend belegt, ebenso die angemieteten Ferienwohnungen und Hotels. Die Stadtverwaltung hat deshalb bereits das ehemalige Finanzamt Goerdelerstraße sowie die ehemalige Jugendherberge Gräfrath als Notunterkünfte reaktiviert. Da diese nicht dem vorgegebenen Standard zur Unterbringung von Geflüchteten entsprechen und keine Möglichkeit zur Selbstversorgung bieten, sollen nun zwei weitere Übergangsheime gebaut werden, nach dem Vorbild der 2016 errichteten Holzhäuser an der Zietenstraße und an der Jaspersstraße.

2016 hatten Anwohner sowohl an der Neuenkamper Straße als auch an der Nibelungenstraße gegen die Errichtungen der geplanten Unterkünfte geklagt. Beide Klagen wurden in Eilverfahren abgewiesen. Weil der Bedarf zwischenzeitlich gesunken war, baute die Stadt damals nicht.

Das Grundstück an der Nibelungenstraße hat die Stadt an Stefan Denig verpachtet, der dort eine Hundeschule und eine Hundetagesstätte betreibt. Er sieht seine berufliche Existenz bedroht, ebenso die seiner Mitarbeiterin. Rund 150 Hundehalter seien Kunden der Hundeschule, rund 100 in der Tagesstätte. Denig hat sich nun in einem Brief an die Fraktionen gewandt: „Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit, Neues für geflüchtete Menschen aufzubauen und trotzdem altes Erhaltenswertes zu unterstützen.“ Er hoffe, ein neues Gelände zu finden, wenn ihm gekündigt werden sollte.

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