Schulanfang

Stadt und Schulen setzen auf Lüften, Testen und Impfen

Schuljahr beginnt mit den bekannten Anti-Corona-Strategien.
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Schuljahr beginnt mit den bekannten Anti-Corona-Strategien.

Schuljahr beginnt weitgehend mit den bekannten Anti-Corona-Strategien

Von Andreas Tews

Solingen. Für rund 21 000 Schüler beginnt in Solingen heute das neue Schuljahr. Im Bezug auf die Corona-Beschränkungen werden sie es dabei mit Regeln zu tun haben, die sie bereits aus der Zeit vor den Ferien weitgehend kennen. In den Gebäuden muss ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, und die Räume sind regelmäßig zu lüften. Die 174 angekündigten Raumlüfter werden erst später zur Verfügung stehen. Auch die vom Land NRW jetzt verkündeten Quarantäneregeln waren in Solingen bereits vor den Ferien so praktiziert worden. Neu ist hingegen, dass die Stadt an den Schulen Impfaktionen für Schüler und deren Eltern anbieten will.

„Wir planen zunächst für die schulische Normalität“, kündigt Joachim Blümer als Vertreter des Sprecherrates der Solinger Schulleiter an. Dies bedeutet: Unterrichtet wird in Klassen mit voller Präsenzstärke und nach regulären Stundenplänen. Wie lange das angesichts allgemein steigender Infiziertenzahlen möglich sein wird, sei noch nicht abzusehen, sagt der Leiter der Theodor-Heuss-Realschule.

Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) kündigt an, dass Teams des Impfzentrums zusammen mit Kinderärzten Schulen aufsuchen würden, um dort zu beraten und Impfungen anzubieten. Die Schulen seien um Terminvorschläge gebeten worden. Auch die Zweitimpfung erfolge drei Wochen später an den Schulen.

Stadtwerke setzen „Coronabusse“ im Schülerverkehr ein

Die Schulen werden diese Angebote laut Blümer bewerben. Einfluss auf die Entscheidung, ob ein Kind geimpft werde, würden sie aber nicht nehmen. Er kann sich für Termine die Zeit vor den Herbstferien vorstellen. Bis dahin sei Zeit, die Mütter und Väter bei Elternabenden zu informieren.

Wie die Grünen-Ratsfraktion hält auch Jens Merten die Impfangebote für sinnvoll. Der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung in Solingen fordert, dass diese Aktionen den Schulalltag nicht stören dürften. Sinnvoll sei auch, an der bisherigen Teststrategie festzuhalten. Allerdings dürfe der unterschiedliche Umgang von Genesenen und Geimpften sowie Nicht-Geimpften nicht zu einem zusätzlichen Dokumentationsaufwand führen.

Dass in Solingen nur für gut ein Zehntel der Schulräume Luftfilter beschafft werden, bezeichnet Merten als „Tropfen auf den heißen Stein“. Zuschüsse des Bundes gibt es nur für Geräte in Räumen, die nicht gut zu lüften sind. Eine Förderrichtlinie des Landes liegt dazu laut Becker noch nicht vor. Die Bestellung der Geräte werde aber auf den Weg gebracht. Wann sie eintreffen, sei noch nicht abzusehen.

Um im Schülerverkehr volle Fahrzeuge zu vermeiden, setzen die Stadtwerke laut Sprecherin Silke Rampe auch im neuen Schuljahr 15 Coronabusse ein. Zudem kündigt Rampe Zusatzfahrten auf den O-Bus-Linien an.

Im Juni wurden per Bürgerantrag Luftfiltergeräte für Schulen gefordert.

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