Bank

Stadt-Sparkasse erhöht Preise

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert, auf der Sparkassen-Baustelle am Neumarkt in Mitte spiele sich „Ausbeutung, finanziert durch öffentliche Mittel“ ab. Die Bank weist das zurück.
+
Am Neumarkt baut die Sparkasse ein neues Gebäude.

Für die Preiserhöhung gebe es keinen Zusammenhang mit dem Neubau am Neumarkt. Das sind stattdessen die Gründe.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Bei der Stadt-Sparkasse Solingen steigen die Kosten für Privatkunden. Für Neukunden gelten die neuen Modelle bereits seit Anfang August, nun sucht das Kreditinstitut auch den Kontakt zu seinen Bestandskunden. Viele von ihnen müssen sich auf höhere Preise einstellen.

Im Oktober 2018 hat die Stadt-Sparkasse ihr Giromodell zuletzt verändert. Seither standen zwei Varianten zur Verfügung: „S-Giro Kompakt“ für 4,95 und „S-Giro Privat“ für 7,95 Euro monatlich. Fortan gibt es zum einen „S-Giro Individual“. Das richtet sich an „Wenignutzer“, berichtet Sprecher Martin Idelberger. Der Kontoführungspreis liegt bei 5 Euro pro Monat. Hinzu kommen Extra-Kosten für Buchungen. Für eine Überweisung per Online-Banking werden etwa 25 Cent fällig. Diese Ausgaben entfallen bei „S-Giro Komfort“. Dieses Modell kostet monatlich 10 Euro, alle Buchungen inklusive.

Idelberger verteidigt das Vorgehen auf Nachfrage. Die Stadt-Sparkasse überprüfe ihre Angebote und Preise regelmäßig und reagiere auf Marktveränderungen. Zudem verweist der Sprecher darauf, dass die Bank ihr Leistungsspektrum „weiterentwickelt“ habe. Die Geschäftsstellen seien an vier Tagen pro Woche bis 18 Uhr geöffnet, die Standorte in Ohligs und Mitte an fünf. Zudem sei das Kundenservicecenter von 8.30 bis 18.30 Uhr erreichbar, die digitalen Services seien „kontinuierlich erweitert“ worden. Vor diesem Hintergrund biete die Stadt-Sparkasse einen „fairen Preis“ an, findet Idelberger.

Neubau am Neumarkt soll rund 95 Millionen Euro kosten

Er weist Vorwürfe zurück, wonach die Preiserhöhung mit dem Neubau der Hauptstelle am Neumarkt zusammenhänge. Das „zentrale Zukunftsprojekt“ sei mit Blick auf die aktuelle Immobilie ökologisch und ökonomisch unabdingbar. Es sichere die Zukunftsfähigkeit des Kreditinstituts und sei ein Bekenntnis zum Standort. Mit Kosten von 95 Millionen Euro rechnet die Stadt-Sparkasse für das Vorhaben. Die Anpassung der Giromodelle sei ein „üblicher Vorgang, der genau so auch umgesetzt würde, wenn es die Baumaßnahme am Neumarkt nicht gäbe“.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Modehaus Schlemper in Ohligs schließt
Der Weyersberg birgt Brisanz
Der Weyersberg birgt Brisanz
Der Weyersberg birgt Brisanz
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Pro Jahr entstehen in Solingen 400 Wohnungen
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware
Fiebersäfte und andere Arzneimittel sind Mangelware

Kommentare