Dauerregen

Hochwasser-Warnung: Stadt rechnet nicht mehr mit Verschärfung der Lage

Die Wupperinsel in Burg gegen 17.30 Uhr: Die Schilder stehen. Noch stehen Autos auf dem Parkplatz; ab 19 Uhr soll die Wupperinsel gesperrt sein.
+
Die Wupperinsel in Burg gegen 17.30 Uhr: Die Schilder stehen. Noch stehen Autos auf dem Parkplatz; ab 19 Uhr soll die Wupperinsel gesperrt sein.

Am heutigen Sonntag ist im Bergischen Land mit Dauerregen zu rechnen. Aktuell sind die Pegelstände leicht erhöht. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Update 18 Uhr: Stadt und Feuerwehr rechnen nicht mit Zuspitzung der Lage

Solingen. Die Messstationen Kluse und Rutenbeck in Wuppertal haben am Nachmittag knapp die Grenze zur Vorwarnstufe Orange angekratzt. Auch in Unterburg steigt der Pegel aktuell, befindet sich aber wieder unter der Warngrenze. Am Nachmittag war zwar der erste Schwellenwert von 2,55 Metern erreicht worden - allerdings nur kurz. Inzwischen befindet er sich wieder unter der Warngrenze.

Die Feuerwehr beruhige die Menschen in Unterburg, teilt die Stadt Solingen mit. Nach der derzeitigen Einschätzung der Lage müsse nicht gehandelt werden. Vielmehr sei im Verlauf des Abends damit zu rechnen, dass der Regen nachlasse und sich die Lage dann entspanne. Die Feuerwehr halte die Lage permanent im Blick. Eine weitere Zuspitzung erwarte die Stadt aber nicht.

Update Sonntag, 6. Februar, 9.30 Uhr:

Solingen. Über Nacht ist das angekündigte Regengebiet über dem Bergischen Land angekommen. Die Pegel der Wupper befinden sich aber nach wie vor im Normalbereich - das geht aus dem Portal des Wupperverbandes hervor. Dennoch sollten Bürger an Bächen aufmerksam bleiben. Der Dauerregen werde die Pegelstände steigen lassen. Zudem werden, wie bereits in den vergangenen Tagen angekündigt, die Abflüsse aus den Talsperren angepasst, um zusätzlichen Stauraum für den Regen zu schaffen. Auch dadurch können die Pegelstände steigen. Ob tatsächlich Warngrenzen erreicht werden, ist derzeit offen.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Update 16.30 Uhr:

Die Stadt Solingen wird die Wupperinsel in Unterburg ab 19 Uhr vorsorglich sperren. Am Nachmittag wurde begonnen, Schilder aufzustellen. „Sollten tatsächlich kritische Grenzen erreicht und der der Hochwasserschwellenwert überschritten werden, stellt die Feuerwehr den Anwohnenden in Unterburg zudem Sandsäcke bereit“, teilte die Stadt Solingen am Nachmittag mit - und zwar auf der Brücke Schlossbergstraße.

Dabei handelt es sich zur Stunde um Vorsichtsmaßnahmen, wie sie sie Burger auch aus Vorjahren gewohnt sind. Die Feuerwehr beobachte kontinuierlich die Entwicklung der Pegelstände und der Wetterlage. Feuerwehr, Krisenstabsleiter Jan Welzel und der Burger Bürgermeister Carsten Voigt stünden in engem Austausch miteinander.

Wetterdienst: „Gewöhnliche Dauerregenlage“ und Hochwasser „im Bereich von mittleren jährlichen Hochwässern“

Der Deutsche Wetterdienst ordne die kommenden Niederschläge als „gewöhnliche Dauerregenlage ein“ mit Niederschlägen zwischen 30 und 50 mm innerhalb 25 Stunden. Da die Böden aber durch die nassen vergangenen Wochen vollgesogen seien, seien Hochwasser „im Bereich von mittleren jährlichen Hochwässern“ zu erwarten - auch an der Wupper. Konkretere Aussagen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Da auch Nebengewässer der Wupper von Hochwasser betroffen sein könnten, wurden gegen 17 Uhr allgemeine Warnhinweise für das ganze Solinger Stadtgebiet über die Warn-App „Nina“ gesendet.

Update Samstag, 5. Februar, 14 Uhr:

Solingen. Die Stadt Solingen und der Wupperverband warnen vor möglichem Hochwasser. Anwohner von Bächen und Flüssen sollten wachsam bleiben. Aktuell bewegen sich die Pegel laut Wupperverband noch im leicht erhöhten Bereich.

Laut Wetterdiensten zieht in der Nacht zum Sonntag ein Frontensystem mit Regen auf. Die Meteorologen sprechen von Dauerregen mit 25 bis 40 mm Niederschlag, punktuell auch mehr. Der Wupperverband rechnet mit bis zu 60 mm Niederschlag. Das Regengebiet werde am Sonntag gegen Abend nach Süden abziehen, nachfolgend sind aber weitere Schauer möglich.

Wupperverband: Dauerregen - Warngrenzen für Hochwasser könnten erreicht werden

Der starke Regen könnte zum Anstieg der Pegel entlang der Wupper und insbesondere der Nebengewässer im Bergischen führen. In den Talsperren sei Stauraum für den Hochwasserschutz frei. Vorsorglich werde die Abgabe von Wasser aus den Talsperren erhöht, um zusätzlichen Puffer zu schaffen.

„Die Abgaben aus den Talsperren werden an die Situation schrittweise angepasst, um einen Freiraum für die prognostizierten Niederschlagsmengen zu schaffen, was beides zu einem weiteren Anstieg der Pegelstände führen wird. Ein Erreichen von Warngrenzen ist möglich“, teilt der Wupperverband mit.

„Anlieger an der Wupper/den Nebenbächen sollten besonders vorsichtig sein und auf ihre Sicherheit achten“, bittet der Wupperverband. Keller, Unterführungen oder ähnliche tiefergelegene Bereiche sollten bei Hochwasser nicht betreten werden.

Unser Ursprungs-Artikel vom 4. Februar:

Solingen. Am Sonntag, 6. Februar, kann es im Bergischen Land zu erhöhten Niederschlägen kommen. Das bestätigt die Stadtverwaltung nach Informationen des Hochwassereinsatzstabes der Bezirksregierung Düsseldorf und des Wupperverbandes - mit dem Appell wachsam zu bleiben.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für das Bergische Land Dauerregen mit 25 bis 40 mm/m2 Niederschlag vorher. Vereinzelt seien auch Mengen über 50 mm/m2 nicht ganz ausgeschlossen. Diese Niederschlagsmengen können dazu führen, dass die Gewässer über die Ufer treten, so der Wupperverband. Anlieger an der Wupper und den Nebenbächen sollten deshalb besonders vorsichtig sein und auf ihre Sicherheit achten.

Der Wupperverband hat die Bereitschaft aktiviert und beobachtet die Situation. Der Wupperverband weist daraufhin, dass in den Talsperren genug Stauraum für den Hochwasserschutz frei ist. Zusätzlich wollen sie die Abgaben erhöhen, um zusätzlichen Puffer zu schaffen.

Die Bürger in Solingen sollten vor allem am Sonntag aufmerksam bleiben und sich auch selbst über die Wetterlage aktuell zu informieren. Wichtige Informationen zur Wetterlage bieten auch die Nina-Warn-App und folgende Portale: Hochwasserportal des Wupperverbandes; Hochwassermeldedienst NRW

Das können Bürger vorsorglich für den Hochwasserschutz tun.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Mordkommission übernimmt Ermittlungen
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter
Zusammenstoß zwischen Auto und Krad: Ein Leichtverletzter
Makler sucht jetzt Käufer für den Walder Stadtsaal
Makler sucht jetzt Käufer für den Walder Stadtsaal
Makler sucht jetzt Käufer für den Walder Stadtsaal
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall
26-Jähriger verursacht hohen Sachschaden bei Alleinunfall

Kommentare