Straßenlaternen

Stadt rüstet weitere 500 Laternen auf LED um

Unter anderem an der Allee- und der Lützowstraße in Gräfrath wurde die Straßenbeleuchtung mit LED ausgerüstet. Foto: Michael Schütz
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Unter anderem an der Allee- und der Lützowstraße in Gräfrath wurde die Straßenbeleuchtung mit LED ausgerüstet.

Arbeiten an der Straßenbeleuchtung gehen in der kommenden Woche weiter.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Unter anderem an der Lützowstraße, der Aufderhöher und der Löhdorfer Straße leuchten die Straßenlaternen jetzt nicht mehr gelblich, sondern strahlend weiß. Der Grund: Mitarbeiter der Technischen Betriebe Solingen (TBS) haben die Masten kürzlich auf Technik mit LED (lichtemittierenden Dioden) umgerüstet. Bei 272 von 501 Leuchten im gesamten Stadtgebiet sei das seit Anfang November 2020 geschehen, teilt Stadtsprecherin Birgit Wenning auf Anfrage mit. Ab kommenden Montag sollen die Arbeiten weitergehen. Die TBS planen, bis Ende Februar fertig zu sein, wenn die Witterungsbedingungen es zulassen. Rund 500 000 Euro werden laut Wenning investiert.

In sieben Straßen und einigen Einmündungen haben die Laternen in der jüngsten Umrüstaktion bislang die neue Technik erhalten, weitere in Mitte und in der Südstadt (unter anderem an der Bismarckstraße) folgen in den kommenden Wochen. Diese werden danach ausgewählt, wo die Leuchten mit der schlechtesten Energiebilanz stehen, erklärt der zuständige TBS-Abteilungsleiter Christoph Dorenbeck.

Die Modernisierung der Straßenbeleuchtung in Solingen läuft bereits seit 2015. „Seitdem rüsten wir fast jedes Jahr rund 500 Lampen um.“ Die LED haben eine bessere Ausleuchtung als die alten Natriumdampf-Hochdrucklampen, lassen sich leichter steuern – und sind vor allem sparsamer. So seien die Leuchten an der Altenhofer Straße nun mit einer Leistung von zwei Kilowatt weniger eingestellt. „Allein dort sparen wir 8000 Kilowatt im Jahr ein.“

Gesteuert werden die neuen Lampen über das Solinger Lichtmanagement-System (Solima), das Dorenbeck zusammen mit Kollegen entwickelt hat. Auch die jetzt umgerüsteten sollen sukzessive an das Solima angebunden werden. Für das System werde der Verkehrsfluss in einer Straße an den Ampeln gemessen, erläutert Dorenbeck. Je nach Aufkommen werde im Solima hinterlegt, wie stark die Lampen leuchten sollen. „Das können wir dann zentral steuern.“ So habe man die Beleuchtung anpassen können, als im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 weniger Menschen unterwegs waren.

Die intelligente Steuerungstechnik soll noch ausgebaut werden. So planen die TBS-Leute zusammen mit der Technischen Universität Berlin, die Beleuchtung auch an die Witterung anzupassen. So sollen diese zum Beispiel bei Regen weniger blenden. Wegen der Pandemie hätten geplante Messungen mit den Berliner Wissenschaftlern jedoch bislang nicht stattfinden können.

Auch die Umrüstung weiterer Straßenzüge auf LED soll weitergehen. „In diesem Jahr ist noch eine weitere Ausschreibung geplant.“

Kosten für die Umrüstung werden auf Anlieger umgelegt

Die Kosten für die neue Technik werden auch auf die Anlieger umgelegt, bestätigt Birgit Wenning: Grundsätzlich löse die Umstellung der vorhandenen Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten eine Straßenbaubeitragspflicht nach Paragraf 8 des Kommunalabgabengesetzes NRW aus. Jede Umrüstungsmaßnahme werde jedoch nach Beendigung noch mal detailliert auf die Beitragsfähigkeit geprüft.

Die Höhe der Kosten für die einzelnen Anlieger variieren. So sind sie unter anderem abhängig vom Typ der auszubauenden Straße: „Dies bedeutet konkret, dass bei einer Hauptverkehrsstraße 60 Prozent, bei einer Haupterschließungsstraße 70 Prozent und bei einer Anliegerstraße 80 Prozent der Kosten auf die Anlieger umgelegt werden.“ Da die LED-Umbaumaßnahmen mit eigenem städtischen Personal durchgeführt werden sollen, würden lediglich die Materialkosten veranschlagt. „Die Höhe des auf das jeweilige Grundstück entfallenden Straßenbaubeitrags richtet sich nach der Größe sowie der baulichen und tatsächlichen Nutzung.“

Straßenbeleuchtung

Stadtteile: In allen Stadtteilen ist ein Teil der Straßenlaternen auf LED umgerüstet worden – im Austausch gegen Natriumdampf-Hochdrucklampen, die ein gelbes Licht abgeben. Für die Lichtlenkung wurde dort mit Spiegeln gearbeitet. Bei der neuen Technik könne ein Bereich durch die Vielzahl der LED in einer Lampe effektiver ausgeleuchtet werden, erläutert Christoph Dorenbeck von den TBS.

Vorreiter: Bei der modernen Straßenbeleuchtung hat Solingen eine Vorreiterrolle. Die Entwicklung des Solinger Lichtmanagement-Systems wurde bereits 2010 gestartet. Die Erfassung von Wetterdaten ist ein weiterer Baustein.

Über eine schlechtere Netzwerkverbindung muss sich in der Umgebung der Friedenstraße währenddessen niemand sorgen. Seit Dienstag wird an der Friedenstraße ein alter Funkmast abgerissen. Dieser befindet sich auf einem ehemaligen Gelände der Telekom.

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