Verkehr

Stadt erwischt 573 Rotlicht-Fahrer am Werwolf

Wenn die Ampeln auf Rotlicht umschalten, bleiben am Werwolf nicht alle Autofahrer stehen. Foto:
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Wenn die Ampeln auf Rotlicht umschalten, bleiben am Werwolf nicht alle Autofahrer stehen.

An den Ampeln der Bundesstraßen-Kreuzung wurden pro Tag 1,8 Fahrzeuge geblitzt.

Von Andreas Tews

Solingen. In den ersten elf Monaten blitzte die Radaranlage an der Kreuzung Werwolf 573 Fahrzeuge, die die dortigen Ampeln bei Rot passierten. Nach diesen Zahlen der Stadtverwaltung bedeutet dies eine Quote von durchschnittlich 1,8 Verstößen pro Tag, die dadurch festgestellt wurden. Die bisherige Bilanz der Stadtverwaltung zum Betrieb der Anlage fällt positiv aus. Derweil geht die Debatte um das Scharfschalten der Anlage auch für Geschwindigkeitsüberschreitungen weiter.

Die Blitzer waren auf Beschluss der Politik vor einem knappen Jahr aufgestellt worden. Das Ziel war, die Zahl der Unfälle an der Kreuzung der Bundesstraßen 224 und 229 sowie der Schwertstraße zu reduzieren. Technisch sind die Radargeräte auch darauf ausgelegt, Schnellfahrer zu blitzen. Hierfür war vor einem Jahr im Stadtrat aber zunächst keine Mehrheit zustande gekommen.

Die Rotlichtüberwachung war nach Angaben der Stadtverwaltung bis Ende September an 320 Tagen in Betrieb – 14 Tage war sie im September wegen einer Eichung abgeschaltet. Am häufigsten löste die Anlage im Juni dieses Jahres aus: 73-mal. Die wenigsten Verstöße wurden im September geahndet (26), als die Anlage wegen der Eichung zwei Wochen ruhte. Der darauf folgende Niedrigstwert stammt mit 42 aus dem Januar. Ansonsten bewegten sich die Zahlen zwischen 43 (im November 2020) und 62 Verstößen (im März 2021) pro Monat. Im Durchschnitt sind dies 52.

Debatte um Tempokontrollen geht weiter

Die Kontrollen hatten nach Einschätzung der Verantwortlichen im Rathaus den gewünschten Effekt. Die Zahl der Unfälle sei an der vielbefahrenen Straßenkreuzung zurückgegangen, teilte die Stadtverwaltung der Politik vor einigen Wochen mit.

Um dies zu verstärken, schlug das Rathaus jetzt erneut vor, die Anlage auch für Geschwindigkeitskontrollen scharfzuschalten. Nachdem sich in der Debatte darum zunächst eine deutliche Mehrheit für diese Empfehlung abgezeichnet hatte, vertagte der Stadtrat vergangene Woche eine Entscheidung, weil zwei Fraktionen – unter anderem die BfS – noch Beratungsbedarf angemeldet hatten.

Den Politikern liegen Zahlen vor, nach denen in den ersten acht Monaten des Jahres 6500 Fahrzeuge die Kreuzung mit erhöhter Geschwindigkeit passierten. Diese Zahlen wurden mit Hilfe der neuen Radaranlage erfasst. Den Vorwurf etlicher Autofahrer, die Stadt hätte dies nicht tun dürfen, weist Rathaussprecher Thomas Kraft zurück.

Zu schnelles Fahren hatte bisher am Werwolf keine Konsequenzen, das könnte sich ändern

Es sei nicht geblitzt worden. Lediglich die Zahl der Fahrzeuge, die mit mehr als 50 Stundenkilometern unterwegs waren, sei erfasst worden, um der Politik Zahlen für ihre Entscheidung zu liefern. Kraft versichert: „Bei den Erhebungen sind keine Daten wie Kennzeichen, Fahrzeugart, Fahrer, Uhrzeit oder Ähnliches erfasst worden.“ Auch Fotos seien nicht gemacht worden.

Das Ergebnis dieser statistischen Erfassung sei mit denen der mobilen Tempo-Disyplays zu vergleichen, die im Stadtgebiet eingesetzt würden. Wann die Politik über die Tempokontrollen entscheidet, steht noch nicht fest.

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