ST vor Ort

Der Handel in Höhscheid ist gut aufgestellt

Der Höhscheider Immobilienmakler Olaf Koppenhagen, der sein Büro mitten in Höhscheid hat, ist Vorsitzender der Fördergemeinschaft Höhscheid/Grünewald mit aktuell 45 Mitgliedern.
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Der Höhscheider Immobilienmakler Olaf Koppenhagen, der sein Büro mitten in Höhscheid hat, ist Vorsitzender der Fördergemeinschaft Höhscheid/Grünewald mit aktuell 45 Mitgliedern.

Die Fördergemeinschaft Höhscheid/Grünewald will wieder Veranstaltungen planen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Mit Stadtteilentwicklungsprogrammen und deren Planung haben Ohligs und Wald in der Vergangenheit viel von sich reden gemacht. Im Stadtteil Höhscheid ist es in dieser Hinsicht eher etwas ruhiger zugegangen. Die dortige Fördergemeinschaft Höhscheid/Grünewald will aber jetzt auch wieder Gas geben. „Unsere Aktivitäten waren bedingt durch die Corona-Pandemie eingeschränkt, das soll sich jetzt wieder ändern“, blickt Olaf Koppenhagen, Vorsitzender der Fördergemeinschaft, in die Zukunft.

Alle Folgen der Stadtteilserie

ST vor Ort in Höhscheid.

Nach den Sommerferien will man sich deshalb im Stadtteil zusammensetzen und Pläne schmieden. Dabei soll es beispielsweise um den Weihnachtsmarkt gehen. Der fand früher traditionell auf dem Peter-Höfer-Platz, mitten im Stadtteil, statt. „Dann sind wir mit dem Weihnachtsmarkt in den Südpark gezogen, obwohl das ja gar nicht Höhscheid ist, sondern zum Stadtbezirk Mitte gehört“, erinnert sich Koppenhagen.

Der „Weihnachts-Bahnhof“ in der alten Gleishalle und die „Weihnachts-Fabrik“ in der alten Maschinenhalle waren weitere Weihnachtsmarkt-Domizile – mit jeweils passenden Namen. „Zweimal fand der Markt in der Maschinenhalle statt, dann kam Corona“, so Koppenhagen. Seitdem sei in den Räumen ein Corona-Testzentrum untergebracht. Generell gebe es die Überlegung, bei dem Standort in der Maschinenhalle zu bleiben – dann vielleicht erst wieder im nächsten Jahr. „Man braucht ja auch genügend Stände für genügend Umsatz.“ Der letzte Weihnachtsmarkt dort 2019 habe etwa 16 000 Euro gekostet.

Peter-Höfer-Platz wieder beleben

Der Wunsch, den „einzigen richtigen Höhscheider Platz“, den Peter-Höfer-Platz am Denkmal, wieder zu aktivieren, ist auch im Raum. Koppenhagen könnte sich dort auch im Sommer einen „saisonalen Biergarten“ vorstellen, „einfach ein Bierwagen und Bänke zum Sitzen und Klönen“.

Er weiß, dass bei vielen Höhscheidern auch der Wunsch besteht, die „Fete am Denkmol“, die dort bis 2015 jedes Jahr gefeiert wurde, wiederzubeleben. „Das bräuchte aber ein Konzept, wie das überhaupt finanziell zu tragen wäre“, erinnert der Vorsitzende der Fördergemeinschaft an hohe Kosten für Stadtwerke-Busumleitungen, Strom- und Wasseranschlüsse. Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen hatte sich der Verein Fete am Denkmol dann auch 2016 aufgelöst. „Aber wenn es eine neue Genehmigung zur Nutzung des Platzes gäbe, könnte man dort viel machen, denkt Koppenhagen an Büchermärkte oder Bürgertreffs.

Auf Burg/Höhscheid warten viele Herausforderungen

Darum funktioniert der Handel so gut in Höhscheid

Insgesamt ist der Immobilienmakler zufrieden mit der Situation des Einzelhandels in Höhscheid. „Wir haben wenig Leerstände und beständige Mieter.“ Das Spektrum umfasse Dienstleister und Gastronomie ebenso wie besondere Angebote, etwa Bio-Läden, den Käseladen oder den Gewürzhandel. „Und wir haben genug Supermärkte und Discounter, in Höhscheid muss keiner verhungern“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Den Grund dafür, dass der Handel an Grünewalder und Neuenhofer Straße, aber auch in den Seitenstraßen funktioniert, sieht Koppenhagen ganz klar im Parkangebot. „Das Parken vor der Haustür, zwei Stunden kostenlos, ist ein klarer Pluspunkt.“ Positiv sei auch, dass es in Höhscheid fast nur inhabergeführte Geschäfte gebe. „Filialisten haben meist größere Flächenvorgaben.“

„Urbanes Einkaufen“, so nennt Olaf Koppenhagen das Angebot im Stadtteil. „Den Menschen hier gefällt es, alles direkt vor der Haustür zu bekommen, viele haben keine Lust, 10 Euro Parkgebühr zu zahlen, nur für ein Filialisten-Angebot.“ Viele Menschen zöge es wieder in die Stadtteile zurück. „Die entwickeln sich wieder“, ist er optimistisch. „Mal eben um die Ecke einkaufen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem E-Bike, daran geht kein Weg vorbei.“ Um die Stadtteile zu stärken, sei man auch im Austausch mit anderen Händlergemeinschaften. „Da sind auch durchaus Kooperationen denkbar“, so Koppenhagen.

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