„NRW bewegt seine Kinder“

Sportprojekt macht Vierjährige besonders fit

Lucy (vorne v. l.), Mila, Charlotte, Aleandro, Tatjana, Israa und Maskottchen „Fuxi“, freuen sich mit Elif (hinten v. l.), Bewegungsexpertin Nicole Löcher, Aicha und Magdalene Möhring vom Stadtsportbund über den Abschluss des Sportprojekts. Foto: Michael Strahlen
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Lucy (vorne v. l.), Mila, Charlotte, Aleandro, Tatjana, Israa und Maskottchen „Fuxi“, freuen sich mit Elif (hinten v. l.), Bewegungsexpertin Nicole Löcher, Aicha und Magdalene Möhring vom Stadtsportbund über den Abschluss des Sportprojekts.

Stadt und Sportbund wollen Bewegungsdefizite bei Kitakindern ausgleichen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Stolz nahmen Charlotte, Israa, Aleandro und die anderen „Bewegungsfüchse“ der Kita Krümelkiste am Mittwochmorgen ihre neuen T-Shirts entgegen, auf denen nicht nur Fuchs „Fuxi“, das Maskottchen des Bewegungsprojekts, fröhlich in die Welt lacht, sondern auch ihr jeweiliger Vorname steht. Magdalene Möhring, Fachkraft von „NRW bewegt seine Kinder“ beim Solinger Sportbund, überreichte den sieben von 15 anwesenden kleinen Teilnehmern das Abschlussgeschenk und hatte „Fuxi“ mitgebracht. Ein halbes Jahr hatten die Vierjährigen zusätzlich 45 Minuten in der Woche Spiel und Spaß mit Nicole Löcher, Übungsleiterin beim Solinger Leichtathletik-Club 1951 (SLC), dem Kooperationspartner für das Projekt.

Wir sind immer bemüht, schon junge Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren als sie in ihrem normalen Alltag leben.

Magdalene Möhring, Stadtsportbund

„Seit diesem Kindergartenjahr haben wir dieses Modellprojekt ,Sportplatz Kommune‘ in der „Krümelkiste“ und einer anderen Innenstadt-Kita und sind nun an zwei neuen Kitas aktiv“, berichtet Möhring. Durch die Pandemie mit ihren Lockdowns und den Quarantäne-Fehlzeiten, Abstandsauflagen und denen, keine Gruppen zu mischen, habe sich alles länger hingezogen.

Gemeinsam mit der Stadt habe sich der Sportbund für dieses Projekt bei der Staatskanzlei und dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen beworben und den Zuschlag bekommen. „Denn wir sind immer bemüht, schon junge Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren als sie heutzutage in ihrem normalen Alltag leben“, sagt Möhring. Leider sei das Projekt auf zwei Jahre begrenzt und laufe Ende 2022 aus. „Deshalb mussten wir eine Auswahl bei den Kitas treffen.“

Bewegungsdefizite spielerisch und mit Spaß an der Sache ausgleichen und dabei zugleich Freude an Gemeinschaft entwickeln, sei der Sinn des Konzepts. Nicole Löcher arbeitete jeweils 45-Minuten-Einheiten aus, mit denen sie sich speziell an die Vierjährigen der Einrichtung wandte. „Wir haben den Fokus auf diese Altersgruppe gelegt, weil für die Vorschulkinder schon ein zusätzliches Programm angeboten wird und die Kleineren noch in der ankommenden Eingewöhnungs- und Orientierungsphase sind“, begründet sie diese Wahl. Bewegungsförderung bedeutet für sie mehr als nur sportliche Aktivität. Bewegung sei auch Wahrnehmung mit allen Sinnen, Konzentration, Körpergefühl, Kognition. „Motorische und geistige Entwicklung eines Kindes gehören untrennbar zusammen, deshalb verknüpfe ich gerne Aufgaben wie zum Beispiel Slalom um Pylonen laufen durch einen Reifenparcours hüpfen und dann die passende Memory- Karte zu der mitgebrachten aus einer ausgebreiteten Auswahl heraussuchen.“

Kitamitarbeiter können sich vom Sportbund schulen lassen

Das Projekt in den Kitas laufe zusätzlich zu den normalen wöchentlichen Turn- und Bewegungsstunden, sagt Magdalene Möhring. Nach einem halben Jahr bestehe die Möglichkeit, dass sich das Personal interessierter Einrichtungen über den Sportbund weiterbilden lassen könne. „Auf diese Weise kann später die normale Turnstunde effektiver sein, als sie es möglicherweise vorher war.“

Die Übergabe der T-Shirts geschah allerdings bei einem anderen Bewegungsprojektes, dem „Kibaz“. Am Mittwochmorgen standen die Prüfungen für das Abzeichen an: Zehn Stationen der Themenfelder Wahrnehmungsentwicklung, motorische Entwicklung, soziale Entwicklung und kognitive Entwicklung mussten von allen Kita-Kindern gemeistert werden.

Beide Projekte haben das gleiche Ziel, nämlich Bewegungsförderung, sagte Magdalene Möhring. „Deshalb passte der offizielle Abschluss für die Bewegungsfüchse heute gut in den Kita- Tag.“

Kindersportentwicklung

Im Mittelpunkt des Projektes „Sportplatz Kommune“ steht eine integrierte Kinder- und Jugendsportentwicklung in Kita, Schule und Sportverein als gemeinsames Feld der Sportpolitik von Staat und Zivilgesellschaft in der Kommune. Das Kinderbewegungsabzeichen NRW (Kibaz) wurde innerhalb des Programms „NRW bewegt seine Kinder“ entwickelt, um die Kooperation von Vereinen mit Kitas und Grundschulen zu stärken.

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