Burg bleibt geöffnet

Sportplatz wird zur Arena für Ritter und Märkte

Läuft alles nach Plan und falls es Corona zulässt, will der Schlossbauverein den Sportplatz in Oberburg zum Turnierplatz umdekorieren. Dann sollen dort auch die Georgsritter ab Pfingsten wieder mit ihrer Mittelalter-Show auftreten können. Foto: Michael Schütz/Moritz Alex (Archiv)
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Läuft alles nach Plan und falls es Corona zulässt, will der Schlossbauverein den Sportplatz in Oberburg zum Turnierplatz umdekorieren...

Burgherr Gregor Ahlmann plant die Zeit, in der die Flächen in der Burg durch den Umbau klein werden.

Von Philipp Müller

Solingen. Eins hat Gregor Ahlmann, Geschäftsführer des Schlossbauvereins, immer betont: Die Burg bleibt geöffnet.“ Damit spielt der Burgherr auf die Zeit ab April an, wenn die Schlossanlage und vor allem das Haupthaus für drei Jahre saniert und renoviert werden.

... Dann sollen dort auch die Georgsritter ab Pfingsten wieder mit ihrer Mittelalter-Show auftreten können.

Doch Großveranstaltungen sind so bis 2025 an und in der Burg nicht möglich. Dazu soll aber ab März – falls es die Corona-Bestimmungen zulassen –der frühere Sportplatz in Oberburg am Ende der Talsperrenstraße genutzt werden.

Möglich macht dies eine Absprache mit der Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadt Solingen, berichtet Ahlmann. Die Gesellschaft betreut die städtische Liegenschaft. Aktuell ist der Platz an einen Segway-Club als Trainingsgelände vermietet. Das bleibe auch so, erklärt der Geschäftsführer, denn man sei nun Untermieter des Vereins. Dies gelte bis ins Jahr 2024. So lange will der Schlossbauverein das Gelände mitnutzen, erst dann wird die Burg in neuem Glanz für die Besucher erstrahlen (| Kasten).

„Wir können wegen Corona nur auf Sicht arbeiten.“
Gregor Ahlmann, Schloss Burg

Klappt alles, soll es am zweiten Märzwochenende schon mit einem Gauklerfest losgehen. Aber Ahlmann betont auch: „Wir können wegen Corona nur auf Sicht arbeiten.“ Lasse die Corona-Schutzverordnung dann noch keine Veranstaltung zu, wandere die Veranstaltung in den Herbst. Geplant wird mit einem Zuschaueraufkommen von 1000 bis maximal 1300 Besuchern. „Auf den Sportplatz passen viel mehr, aber wir sind für das erste Jahr realistisch, dass es in der Größenordnung mit einem Hygienekonzept funktionieren kann.“

Mit Helmut Steinböck habe man einen Partner an der Seite, der seit rund 30 Jahren Events rund um das Mittelalter veranstaltet. Es müsse noch Strom und Wasser an den Platz herangeschafft werden. Zugleich werde ein Brandschutzkonzept erstellt, das man für Großveranstaltungen dort benötigt. Parallel laufen die Vorbereitungen für diese Ideen auf dem Sportplatz:

Ritterturnier: Noch steht der endgültige Termin für das Ritterturnier nicht fest. Aber Gregor Ahlmann verspricht eine Veranstaltung, bei der auch Pferde eine Rolle spielen. Und nicht nur dafür soll der Sportplatz wie ein mittelalterlicher Turnierplatz dekoriert werden. Das schließe auch eine Abtrennung des Platzes ohne „Bauzaun-Orgie“ ein, so dass Eintrittsgelder erhoben werden könnten.

Ritterspiele: In der Zeit zwischen Pfingsten und Christi Himmelfahrt legt der Schlossbauverein die Ritterspiele mit den Georgsrittern, das Kinderritterfest und einen Mittelaltermarkt zu einer mehrtägigen Veranstaltung zusammen.

Weihnachtsmarkt: Ab November ist Schloss Burg für den Basar der Kunsthandwerker und den Weihnachtsmarkt bekannt. Auch diese Veranstaltungsformen sollen dann auf dem neuen Ritterplatz an der Talsperre stattfinden. Da sei der Schlossbauverein aber noch in den Planungen.

Shuttle-Service: Zwischen Schloss und Sportplatz werde ein Trecker mit einem Planwagen kostenlos pendeln. Der Shuttle-Service soll die Menschen so auch zur Burg und in die umliegenden Gaststätten bringen. Zugleich berechtige ein Ticket zu einer Veranstaltung auch zum Besuch von Schloss Burg. Mit dem Sportplatz soll keine „entfernte Insel“ geschaffen werden.

Museum: Bis 2024 werde es eine „temporäre Dauerausstellung“ im Grabentorhaus geben, sagt Ahlmann. Sie soll ab April zu sehen sein. Der Bergfried bleibe während der Sanierungsarbeiten geöffnet – soweit es Corona erlaube.

Planung: Auch wenn man derzeit nur von Annahmen ausgehen könne, seien die Konzepte in Sachen Wirtschaftlichkeit geprüft, versichert Ahlmann. Das gelte auch für den Jahrmarkt „Anno dazumal“, der im August die „Wilden 20er Jahre“ aufleben lassen soll.

Burg-Sanierung 2021

Schloss: Im April beginnt die Sanierung des Hauptgebäudes mit dem Einbau eines neuen Museums. Dazu wird ein Konzept erstellt, dass die Menschen und das Mittelalter ins Zentrum rücken wird.

Besuch: Das Schloss ist trotz der bis 2025 dauernden Arbeiten geöffnet. Teile der Burganlage sind weiter zu erleben. Das Museum wird in kleinerer Form in andere Teile der Burganlage verlegt.

Konzept: Die Sanierung kostet rund 32 Millionen Euro und ist in ein Paket eingebunden, das Burg insgesamt touristisch aufzuwerten soll.

Kontakt: Infos gibt es auch auf der Homepage.

www.schlossburg.de

Es war Freitag, der 26. November 1920, 5 Minuten vor 6 Uhr morgens – ein Herr Hackländer in Neuenflügel und eine Frau Schüttler in Oberburg meldeten der Feuermeldestelle, dass das Schloss brennt.

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