Spatenstich erfolgt

Sportpark Aufderhöhe: Später, teurer – dennoch ein Meilenstein

Vier Schaufeln für ein großes Projekt: Bezirksbürgermeisterin Gundhild Hübel (v. l.), Tim Kurzbach, Ernst Kugel, Ernst Lauterjung, Hubert Hammes (Geschäftsführer Firma Frauenrath), Melanie Wachenfeld-Schöpp (Stadt) und Horst Schulten. Foto: Michael Schütz
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Vier Schaufeln für ein großes Projekt: Bezirksbürgermeisterin Gundhild Hübel (v. l.), Tim Kurzbach, Ernst Kugel, Ernst Lauterjung, Hubert Hammes (Geschäftsführer Firma Frauenrath), Melanie Wachenfeld-Schöpp (Stadt) und Horst Schulten.

Mit dem ersten Spatenstich kann das Projekt „Sportpark Aufderhöhe“ Fahrt aufnehmen.

Solingen. Ende 2019 erhielt die Stadt den Förderbescheid des Bundes über 2,08 Millionen Euro für einen zweiten Kunstrasenplatz an der Höher Heide. Seitdem hat der dort beheimatete TSV Solingen-Aufderhöhe den Moment herbeigesehnt, der sich an diesem Mittwochnachmittag im Josefstal abspielte – im Rahmen des Kunstrasenprojektes erfolgte der erste Spatenstich durch Tim Kurzbach. „Es wird ein Moment in der Geschichte von Aufderhöhe werden. Das ist eine richtig gute Sache“, meinte der SPD-Oberbürgermeister mit Blick auf den wachsenden Stadtteil samt Nähe zur Rheinschiene. Dem TSV werde der Bau einen großen Klang bescheren, den Kindern und Jugendlichen von großem Wert sein.

Die Präsentation des Projektes war eine Punktlandung – sowohl vom schönsten Sommerwetter wie auch vom Beginn der Arbeiten her. Am Montag waren die Bagger des Unternehmens Frauenrath angerückt. Damit endete das lange Warten, lag doch schon 2018 die Baugenehmigung vor. Dann bot sich die Möglichkeit, an Fördertöpfe zu kommen, was viel Zeit kostete, sich aber lohnen sollte. Lange Verfahren, so zum Lärmschutz, hatten ihr Übriges getan. „Wir gehen von der Fertigstellung des Platzes im Sommer 2022 aus“, sagte Horst Schulten, Leiter des Stadtdienstes Sport und Freizeit.

Verein finanziert das Herzstück im „Sportpark Aufderhöhe“ mit 1,8 Millionen Euro

Über den 13. Solinger Kunstrasenplatz hinaus, der Ersatz für die weggefallene Fläche im mittlerweile bebauten Stadion am Hermann-Löns-Weg ist, gibt es viel zu tun. Funktionsgebäude, Lärmschutzwand mit integrierten Stehstufen, Parkplätze, Regenwasserversickerung – insgesamt kostet es nicht zuletzt aufgrund der im Baugewerbe vorhandenen Preissteigerungen 3,3 Millionen Euro. Die Differenz zum Geld aus dem Förderbescheid kommt aus dem städtischen Haushalt.

Für den TSV ist der Startschuss beim Platzbau das grüne Licht für sein Vorhaben – das Vereinsgebäude zur Aufderhöher Straße hin. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit 1400 Quadratmetern, in dem alle Aktivitäten gebündelt werden. Der Verein finanziert das Herzstück im „Sportpark Aufderhöhe“ mit 1,8 Millionen Euro. „Wir sind natürlich froh, dass es endlich losgeht. Es war schwer, aber vor dem Hintergrund der Fördermittel bringen wir Verständnis auf, wenn es länger dauert“, erklärte der TSV-Vorsitzende Ernst Kugel.

Frühestens im Oktober können die Arbeiten rund um das Vereinsgebäude starten, die Bauzeit wird mit einem Dreivierteljahr veranschlagt. „Spätestens im Herbst 2022 sollten wir durch sein.“ Dann ist der Meilenstein zur sportlichen Attraktivität perfekt, Schultens Hoffnung gilt noch der Rückkehr des Stützpunktes im Fußballkreis.

Freibadgelände im Joseftal könnte miteingebunden werden

Auch die Einbindung des Freibadgeländes im Josefstal schließen die Verantwortlichen um Kugel, der das positive Verhältnis zum Krankenhaus Bethanien betonte, und Vereinsmanager Yorik Heiber nicht aus. Im Gegensatz zum dort anvisierten Freizeitpark, wo es durch Bedenken von Anwohnern mehrere Gerichtsverfahren gab, ist das aktuelle Projekt rechtlich in trockenen Tüchern.

Den Weg geebnet hatte auch die Sportpolitik mit ihrem Ausschuss. „Eine gute Sache mit dem TSV für Solingen und den Stadtteil“, fasste Vorsitzender Ernst Lauterjung (SPD) zusammen. Für 2350 Mitglieder des Aufderhöher Vereins sowie 600, die das Reha- und Gesundheitsangebot nutzen, war der Tag des Spatenstichs ein bedeutender.

Kunstrasenprojekt

Sanierung: Der vorhandene Kunstrasen an der Höher Heide wurde im Sommer 2003 verlegt und ist trotz kontinuierlicher Instandhaltung inzwischen erheblich abgespielt. In diesem Sommer soll er saniert werden, die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 1 Million Euro für diesen Platz sowie Ritterstraße, Zietenstraße und Brabant werden hälftig aus der Rücklage der Sportpauschale und durch den städtischen Haushalt finanziert.

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