Freizeitangebot

Spielplatz Dickenbusch ist eröffnet

Die Kinder aus der Innenstadt nahmen am Freitag den neuen, integrativen Spielplatz in der Parkanlage sofort in Beschlag. Ein solches Angebot fehlte offensichtlich.
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Die Kinder aus der Innenstadt nahmen am Freitag den neuen, integrativen Spielplatz in der Parkanlage sofort in Beschlag. Ein solches Angebot fehlte offensichtlich.

In der Innenstadt gibt es jetzt ein Freizeitangebot für behinderte und nicht behinderte Kinder.

Von Philipp Müller

Solingen. Der neue, integrative Spielplatz Dickenbusch funktioniert und hatte gefehlt. Das wurde am Freitag bei der offiziellen Eröffnung deutlich. Viele Dutzend Kinder hatten fröhliche Gesichter und tobten durch die Parkanlage. Dies registrierten auch viele Vertreterinnen und Vertreter aus der Bezirksvertretung Mitte und der Verwaltung. Solingens Baudezernent Andreas Budde (parteilos) sagte: „Endlich haben wir in der Innenstadt wieder die Möglichkeit, Grün zu genießen.“ Integrativ ist der Spielplatz, weil er Spielgeräte hat, die sowohl von behinderten als auch von nicht behinderten Kindern genutzt werden können.

Lange Zeit sah es nicht so aus, als würde die Parkanlage Dickenbusch solch ein moderner Spiel- und Naherholungsplatz werden. Der Stadtrat hatte 2010 beschlossen, die Anlage nicht mehr zu pflegen. Die Treppe zur Kölner Straße wurde wegen Sturzgefahr gesperrt. Auch die Anlage selbst war lange gesperrt. In der Bezirksvertretung Mitte hatte sich Widerstand ergeben. Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) begannen auf Druck der Stadtteilparlamentarier 2017 wieder damit, die Parkanlage wenigstens in Grundzügen in Schuss zu halten.

„Wir haben mit den TBS ein Auge auf den Park.“

Andreas Budde, Baudezernent

Bei der Eröffnung am Freitag erklärte Bezirksbürgermeister Hansjörg Schweikhart (CDU): „Der Park wurde zu einem Lieblingsprojekt der Bezirksvertretung.“ Die Hartnäckigkeit des Gremiums zahle sich jetzt aus. Da bezog er auch seinen Amtsvorgänger, Richard Schmidt (SPD), ausdrücklich mit ein. Schweikhart erklärte: „Heute können wir den wunderschönen Dickenbusch der Öffentlichkeit übergeben.“

Inzwischen gehört der Dickenbusch zum Konzept „City 2030“, mit dem die Innenstadt aufgewertet werden soll. Dazu gehören dann auch Spielangebote für die jungen Bewohner in der City. Wie Stadtsprecher Daniel Hadrys berichtete, habe sich die Stadt erfolgreich am Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ beteiligt. „Sie erhielt den Zuschlag für die Herrichtung und Aufwertung von insgesamt drei Grünanlagen und Spielplätzen: Maltesergrund, Dickenbusch und Bärenloch“, berichtete der Rathaussprecher.

So steht es um die Spielplätze in Mitte

Am Dickenbusch wurden am Ende 233.000 Euro ausgegeben, berichteten Dezernent Budde und Jan Ebel von den Technischen Betrieben. Dort wurde der Platz von Helmut Wischnewski geplant. Melanie Wachenfeld-Schöpp – dort für die Freiraumplanung zuständig – erklärte, ganz wichtig sei es auch, dass die Treppe zur Kölner Straße und damit Richtung Südpark wieder saniert worden sei. Bezirksbürgermeister Schweikhart lobte die Landschaftsarchitektin dann auch für ihren persönlichen Einsatz, am Dickenbusch alles zu einem guten Ergebnis habe werden zu lassen.

Bürgerbeteiligung an der Planung der Spielflächen und Geräte für die Kinder gab es auch. Darauf verwies Andreas Budde. Da waren dann aber nicht nur die Erwachsenen gefragt. Bei der Gestaltung konnten die Kinder im Herbst 2019 mitentscheiden. Gezielt angesprochen wurden Mädchen und Jungen der benachbarten Grundschule Katternberger Straße sowie Kinder und deren Eltern der Frühförderstelle im Südpark. Durchgeführt wurde das vom Team um Jens Stuhldreier von der Jugendförderung. Andreas Budde versprach zudem: „Wir haben mit den TBS ein Auge auf den Park.“ Mindestens einmal pro Woche werde der Spielplatz kontrolliert, erläuterte Melanie Wachenfeld-Schöpp.

Spielangebote

Kernelement ist eine integrative Spielkombination, die auch von Kindern mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden kann. Ein Trampolin kann auch mit Rollstuhl befahren werden. Der „Handwipper“ ist so konzipiert, dass er auch von Kindern mit Einschränkungen genutzt werden kann.

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