Behinderungen

SPD sucht Wege für mehr Barrierefreiheit

Die SPD-AG „SelbstAktiv“ informierte sich über Barrierefreiheit im Zentrum für verfolgte Künste. Dorothee Daun und Ioannis Stergiopoulos wollen das Thema generell in die Partei tragen.
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Die SPD-AG „SelbstAktiv“ informierte sich über Barrierefreiheit im Zentrum für verfolgte Künste. Dorothee Daun und Ioannis Stergiopoulos wollen das Thema generell in die Partei tragen.

Die Arbeitsgemeinschaft „SelbstAktiv“ der SPD deckt Barrieren im öffentlichen Raum auf.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Wuppertaler Vertreter der SPD im Stadtrat, Ioannis Stergiopoulos, hatte erst jüngst ein Erlebnis, das für ihn die Wichtigkeit barrierefreier Planung erneut deutlich machte. Weil er an Multipler Sklerose erkrankt ist, sitzt er im Rollstuhl und stürzte aus einem Bus, weil die Rampe zu steil war. Es ging glimpflich aus. Aber er erklärte im Zentrum für verfolgte Künste, dass für ihn manchmal schon eine Bordsteinkante zum unüberwindlichen Hindernis wird.

Ioannis Stergiopoulos gehört zur Arbeitsgemeinschaft „SelbstAktiv“ der SPD im Bergischen Städtedreieck, die sich im Februar dieses Jahres gegründet hatte. Im Zentrum für verfolgte Künste traf sich die Gruppe jetzt mit Gästen, um sich unter dem Titel „Kultur für alle – wir nehmen es wortwörtlich!“ über die anstehenden Pläne des Museums für einen barrierefreien Umbau informieren zu lassen.

Das Museum gehört zu zwei Dritteln dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). In den LVR-Gremien vertritt die Solinger SPD-Frau Dorothee Daun die Interessen von Behinderten. Bevor der Vortrag von Museumsdirektor Jürgen Kaumkötter begann, erklärte sie eine der Stoßrichtungen der SPD-AG im Pressegespräch. „Es ist sinnvoll, die Themen im Städtedreieck gemeinsam anzugehen, um ihnen so mehr Nachdruck zu verleihen.“ Nicht nur Museen habe die AG dabei im Blick, sondern alle Barrieren im öffentlichen Raum.

Passend dazu: Barrierefreie Stadtrundfahrt im Cabrio-Bus

Die Remscheider SPD-Vertreterin in der Arbeitsgemeinschaft, Ratsmitglied Sabine Krause-Janotta, betonte: „Politische Forderungen nach Teilhabe von behinderten Menschen sind wichtig.“ Sie verwies auf ein Bauprojekt am Remscheider Friedrich-Ebert-Platz, wo der Busbahnhof barrierefreier wird.

Kaumkötter ging in seinem Vortrag darauf ein, dass ein Umbau des Museums, der gerade geplant wird, das Thema Barrierefreiheit ganz oben stehen habe. Er und Dorothee Daun hatten im Januar zu Beginn der Überlegungen für eine Sanierung oder sogar einen Neubau des Zentrums betont, das das Thema Teilhabe und leichte Zugänglichkeit des Gebäudes und des Gezeigten zur DNA des LVR gehört.

Ideen der AG werden in den politischen Betrieb eingebracht

Dorothee Daun machte auch klar, dass Ideen und Forderungen aus der AG in den politischen Betrieb eingebracht werden sollen: „Wir verstehen uns als Dienstleiter. Und als Experten wollen wir der Partei zuarbeiten. Dabei geht es um Bewusstseinsbildung.“ Stergiopoulos betonte: „Wir müssen das Thema in die Partei hineintragen.“

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