Gräfrather wurde einstimmig gewählt

SPD stellt Josef Neumann erneut für die Landtagswahl auf

Josef Neumann (v. r.), Dilek Engin und Andreas Bialas wurden am Wochenende als Landtagskandidaten nominiert. Foto: Katharina Rüth
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Josef Neumann (v. r.), Dilek Engin und Andreas Bialas wurden am Wochenende als Landtagskandidaten nominiert.

Nach den Solinger Genossen sprachen sich auch die in Wuppertal für den Landtagsabgeordneten aus.

Von Katharina Rüth und Andreas Tews

Solingen. Josef Neumann tritt für die SPD als Direktkandidat zur Landtagswahl an. Die Wahlkreisdelegiertenkonferenz seiner Partei nominierte den 60-Jährigen am Wochenende in Wuppertal-Langerfeld einstimmig für den Wahlkreis Wuppertal III/Solingen II. Zuvor hatte er sich bei einem Unterbezirksparteitag der Wuppertaler SPD deutlich mit 102 Stimmen (89,5 Prozent) gegen seine Mitbewerber Andreas Bergert (11 Stimmen) und Harald Engel (eine Stimme) durchgesetzt. Die beiden Unterlegenen traten verabredungsgemäß bei der anschließenden Delegiertenkonferenz nicht mehr an.

Von der Solinger SPD war Neumann bereits im Frühjahr einstimmig nominiert worden. Er gehört dem Landtag seit 2010 an. Bei den Landtagswahlen 2012 und 2017 setzte er sich in dem Wahlkreis, zu dem sein Wohnort Gräfrath und Teile Wuppertals gehören, erneut als Direktkandidat durch. Für die Wahl am 15. Mai 2022 wurde der Wahlkreis neu zugeschnitten. Neben Gräfrath gehören jetzt auch der östliche Teil von Solingen-Mitte sowie die Wuppertaler Stadtbezirke Vohwinkel, Cronenberg und Elberfeld-West dazu.

Für die anderen Wuppertaler Wahlkreise nominierte die SPD am Wochenende Andreas Bialas (53) – ebenfalls seit 2010 im Landtag – und Dilek Engin (39), die erstmals zu einer Landtagswahl antritt. Für den Wahlkreis Solingen I stand als SPD-Kandidatin bereits Marina Dobbert fest.

Bei dem Parteitag in Wuppertal-Langerfeld erhielt Neumann von allen Kandidaten die meisten Stimmen. Sein Herausforderer Bergert hatte in seiner Bewerbungsrede für mehr Einsatz für die ansässigen Unternehmen plädiert, auch Harald Engel legte einen Fokus auf Unternehmen, forderte eine Balance zwischen Wirtschaft und Staat.

Solingen: Kandidat will die Kliniken im Land erhalten

Josef Neumann nahm in seiner leidenschaftlichen Rede Bezug auf die Corona-Pandemie, kritisierte die aktuelle CDU/FDP-Landesregierung dafür, dass jetzt bei steigenden Infektionszahlen die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben wurde: „Das ist falsch.“ Er warnte vor Plänen der Landesregierung, nach denen jede vierte Klinik in NRW bedroht sei. „Josef Neumann kämpft für jede Klinik“, versprach er. Ihm sei wichtig, die Quartiere lebenswert zu erhalten, auch wenn die Bevölkerung dort älter werde. Neumann: „In den Quartieren entscheidet sich, ob die Würde des Menschen etwas gilt.“

Unsere Vorabmeldung:

SPD stellt Josef Neumann für die Landtagswahl auf 

Der Gräfrather Josef Neumann ist der SPD-Kandidat für den Landtagswahlkreis Wuppertal III – Solingen II, zu dem Gräfrath und östliche Teile von Solingen-Mitte gehören.

Solingen. Bei einer Wahlkreiskonferenz in Wuppertal-Langerfeld wurde der 61-jährige Gräfrather einstimmig gewählt. Zuvor hatte er sich bei einem Unterbezirksparteitag der Wuppertaler SPD mit 89,5 Prozent der Stimmen gegen zwei Gegenkandidaten durchgesetzt.

Josef Neumann hat sich mit 89,5 Prozent der Stimmen gegen zwei Gegenkandidaten durchgesetzt.

Neumann gehört dem nordrhein-westfälischen Landtag seit 2010 an. 2012 und 2017 gewann er seinen Wahlkreis jeweils direkt. Für die kommende Landtagswahl 15. Mai 2022 wurde der Wahlkreis neu zugeschnitten. Nachdem der Solinger Unterbezirksvorstand Neumann bereits in der ersten Jahreshälfte einstimmig für die kommende Landtagswahl nominiert hatte, nominierte auch der Unterbezirksparteitag der Wuppertaler SPD Neumann am Samstagvormittag für den Landtagswahlkreis, der neben den Wuppertaler Stadtbezirken Elberfeld-West, Vohwinkel und Cronenberg auch den Solinger Stadtbezirk Gräfrath und den östlichen Bereich des Stadtbezirks Solingen-Mitte umfasst.

Das Votum des Wuppertaler Unterbezirksparteitags fiel mit 102 von 114 abgegebenen Stimmen deutlich aus. Neumann zeigte sich darüber erfreut. Er machte deutlich, dass er sich auch in der kommenden Wahlperiode unter anderem in der Gesundheitspolitik engagieren wolle. Die aktuelle Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Versorgung mit medizinischer Schutzausrüstung sowie mit Medikamenten nicht allein dem Markt überlassen werden dürfe – hier brauchte es eine aktive Rolle der öffentlichen Hand. Auch kündigte er an, er werde sich gegen die von der CDU/FDP-Landesregierung geplante Schließung von Krankenhäusern einsetzen.

Für die Solinger SPD gratulierte die Co-Vorsitzende Sabine Vischer-Kippenhahn Neumann zur Wahl. Sie und der im September gewählte Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer hatten Neumann am Samstag nach Wuppertal begleitet. -ate-

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