SPD-Unterbezirk Solingen

Nachfolge von Josef Neumann: SPD hat Führungsduo gewählt

Der scheidende SPD-Vorsitzende Josef Neumann (l.) übergab zwei Schirme und den Schlüssel zur SPD-Geschäftsstelle an das neue Führungsduo Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann. Foto: Andreas Tews
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Der scheidende SPD-Vorsitzende Josef Neumann (l.) übergab zwei Schirme und den Schlüssel zur SPD-Geschäftsstelle an das neue Führungsduo Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann.

SPD-Mitglieder wählen Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn zu Vorsitzenden für den Unterbezirk Solingen.

Von Andreas Tews

Solingen. An der Spitze der Solinger SPD steht erstmals ein Duo. Die Parteimitglieder wählten am Samstag Sabine Vischer-Kippenhahn und Manfred Ackermann zu den neuen Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks. Zuvor hatte das Tandem die Partei auf gemeinsames Handeln eingeschworen.

Bei der Versammlung in der Alexander-Coppel-Gesamtschule erhielt Vischer-Kippenhahn 86,1 und Ackermann 89,2 Prozent der Stimmen. Damit sind sie für die nächsten zwei Jahre gewählt und treten die Nachfolge von Josef Neumann an. Der Landtagsabgeordnete hatte sich nach zehn Jahren im Amt nicht wieder zur Wahl gestellt. Angekündigt hatte er dies im Herbst, nachdem die von ihm mit eingefädelten Wahlen zweier grüner Bezirksbürgermeister an fehlenden Stimmen offenbar aus dem Lager der SPD gescheitert waren. Vor fünf Wochen war die Führungsfrage bei der SPD noch offen gewesen.

Von daher war der Appell an die Einigkeit der Partei das, was viele Mitglieder von den neuen Vorsitzenden erwartet hatten. Das berichteten mehrere Anwesende am Rande der Versammlung. Zu Beginn hatte auch Neumann seiner Partei mitgegeben, dass sie nur erfolgreich sein könne, wenn sie geschlossen auftrete.

Neue SPD-Vorsitzenden: Intern kontrovers diskutieren, nach außen harmonisch auftreten

Dass sie sich als Team verstehen, machten Vischer-Kippenhahn und Ackermann allein dadurch deutlich, dass sie ihre Bewerbungsrede gemeinsam hielten. Dabei machte die neue Vorsitzende deutlich, dass sie sich intern durchaus kontroverse Diskussionen über Sachthemen wünsche. Nach außen müsse man aber harmonisch auftreten. Ackermann sprach zudem von „Stolpersteinen“, die auch zwischen Ratsfraktion und Partei aus dem Weg zu räumen seien.

In den nächsten Monaten wird es laut Ackermann wichtig sein, „wie eine Eins“ hinter dem Bundestagskandidaten Ingo Schäfer zu stehen und dies auf die Straße zu bringen. Der 55-jährige Solinger Ingo Schäfer tritt als Direktkandidat im Wahlkreis 103 an, zu dem auch Solingen und Remscheid gehören. Als thematische Schwerpunkte der Partei nannte die Co-Vorsitzende für die kommenden zwei Jahre unter anderem die kommunalen Finanzen, eine strukturelle Wohnungsbauplanung und Chancengleichheit in der Bildung.

Das beste Ergebnis des Tages erzielte Ioanna Zacharaki

Ackermann (52) und Vischer-Kippenhahn (54) hatten dem Vorstand bereits zuvor angehört. Er ist Ratsmitglied und von Beruf selbstständiger Eventmanager, sie Betriebsratsvorsitzende bei Zwilling.

Den Bundestagskandidaten Ingo Schäfer bestätigten die Mitglieder mit 89,1 Prozent der Stimmen im Amt des stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden. Das beste Ergebnis des Tages erhielt Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki, die mit 93,7 Prozent ebenfalls als Stellvertreterin bestätigt wurde. Neumann bleibt als neuer Kassierer im Vorstand.

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