Trauerfall

SPD–Urgestein Curt Meis gestorben

Curt Meis ist verstorben (Archivbild).
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Curt Meis ist verstorben (Archivbild).

Das SPD-Urgestein und langjähriger Vorsteher der Bezirksvertretung Höhscheid ist tot.

Solingen. Curt Meis lebt nicht mehr. Die Nachricht vom Tod des ehemaligen Vorsitzenden der Bezirksvertretung in Höhscheid erreichte die Solinger Sozialdemokraten vor dem Wochenende. Und klar ist: Innerhalb weniger Tage verliert die Solinger SPD damit nach dem ehemaligen Oberbürgermeister Uli Uibel (66) mit dem Höhscheider Meis ein zweites politisches Urgestein. Im Alter von 73 Jahren starb Curt Meis nach langer, schwerer Krankheit. Aber wer war der Mann, der sich schon vor einigen Jahren aus dem politischen Leben zurückziehen musste? Gut erklärt das eine Schmonzette über ihn als Lokalpolitiker. Auf die Frage, wie man einen Netzwerker nannte, bevor der Name überhaupt erfunden wurde, antworteten alte Sozialdemokraten und Weggefährten spontan: Curt Meis.

„Das trifft es sehr genau“, sagte am Samstag auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Meis sei für ihn der Urtyp des Kommunalpolitikers gewesen. Einer, der eine klare Sprache gesprochen und Probleme direkt angepackt hätte. Dazu war Meis der Bodenständige und der Gründer und Bewahrer von Vereinen und Institutionen, die uns heute ganz selbstverständlich sind. „Für mich wird er immer als Mitbegründer der Notschlafstelle in Erinnerung bleiben“, stößt Kurzbach den Reigen an.

Solingen: Curt Meis, ein Netzwerker und Macher

Macher Curt Meis war auf seinem politischen Höhepunkt in sage und schreibe 15 Vereinen aktiv. Mitbegründer der Solinger Tafel war er ebenso wie langjähriger Vorsitzender der Fete am Denkmol, im Vorstand des Tierheims arbeitete Meis wie im Förderverein der Waldschule. Viele Jahre leitete er bis 2008 als Vorsitzender des Kuratoriums die Geschicke des Balkhauser Kottens. Bilder zeigen ihn als THW-Helfer bei Einsätzen für die Kinder von Tschernobyl in Weißrussland und in der damaligen Rumänienhilfe. Auf der Fete am Denkmol war es Meis, der Kontakte zu den Solinger Freunden im Senegal und Chalon knüpfte und diese Verbindungen lange mit Leben erfüllte. Verbindungen, die es heute noch gibt. Und als gäbe es da noch Raum für Freizeit, gründete Curt Meis mit Freunden die Hästener Pölchenschieter.

Der gelernte Schauwerbegestalter arbeitete bis zu seiner Pensionierung im Ermittlungsdienst des Ordnungsamtes Wuppertal. Meis, der immer nur ehrenamtlich für sein Solingen gearbeitet hat und zeitlebens auf keiner Veranstaltung fehlte, wird jetzt auf eigenen Wunsch im kleinen Kreis beigesetzt. Er hinterlässt seine Frau Eleonore, die sich in den letzten Jahren aufopferungsvoll um den verdienten Solinger gekümmert hat. red

Erst letzte Woche war unerwartet der frühere Oberbürgermeister der Stadt Solingen (1997 bis 1999), Ulrich Uibel, verstorben. Der SPD-Politiker war als Direktkandidat im Wahlkreis Burg, Höhrath und Hästen für die Kommunalwahl im September aufgestellt. Im betreffenden Wahlkreis stellt sich nun Christian Netz für die SPD zur Wahl.

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