TV-Spot

Berater der Sparkasse wird Werbestar

Der Sparkassenangestellte Oliver Hennig wirkt in einem Werbespot der deutschen Sparkassen mit. Foto: Christian Beier
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Der Sparkassenangestellte Oliver Hennig wirkt in einem Werbespot der deutschen Sparkassen mit.

Der Solinger Oliver Hennig berichtet von einem weiter hohen Beratungsbedarf in der Corona-Krise.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Satz „Jetzt nicht schlapp machen“ hat Oliver Hennig im Familien- und Bekanntenkreis zu einer kleinen Berühmtheit als Eine-Sekunde-Werbestar gemacht. So kurz ist sein Auftritt im neuen TV-Werbespot der Sparkassen. Doch die Sekunde ist das Ergebnis von einem ganzen Tag Arbeit. Denn gleich 19 Texte sprach er bis zu zehnmal in die Kamera.

„Da bekommt man am Ende schon Routine, auch wenn das am Anfang nicht einfach war“, bekennt der 47- Jährige. Und die Zeit musste er sich von der Arbeitszeit abknapsen. Denn Hennig ist beim Privat Banking jetzt besonders gefragt. Er beackert für seine Kunden den Bereich der Vermögensplanung. Das Auf und Ab der Börsen beunruhige viele, sagt Hennig. Daher gehe er auch aktiv auf die von ihm betreuten Solinger zu. Er wolle die Erkenntnis vermitteln, dass auch die Corona-Krise zu Ende gehen und gemeistert werde.

Das sei die Philosophie für alle Sparkassen-Mitarbeiter, erklärt Martin Idelberger. Der Leiter der Kommunikationsabteilung im Haus an der Kölner Straße hatte schon bei Ausbruch der Corona-Pandemie von einem erhöhten Beratungsbedarf für alle Kunden berichtet, das habe sich nicht geändert. Daher sei die Botschaft „Jetzt nicht schlapp machen“ auch nicht nur in Richtung der Kunden, sondern auch in Richtung des Teams zu verstehen.

„Wir sind sehr stolz, dass es einer unserer Mitarbeitenden in den finalen Schnitt geschafft hat“, sagt Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen. „Der Spot drückt genau das aus, was uns am Herzen liegt: Wir wollen jetzt in dieser schwierigen Zeit ganz besonders für unsere Kundinnen und Kunden da sein. Gemeinsam schaffen wir es da durch“, ergänzt Grunwald, der die Sparkasse auch als Navigator für die Kundschaft durch die Krise verstanden wissen will.

„Man rückt näher zusammen, trotz Abstandsregeln.“
Oliver Hennig, Stadt-Sparkasse

Hennig betont, dass bei der Betreuung der Vermögen der Anleger jetzt genau überlegen müsse, wie man agieren soll. „Seit Beginn der Corona-Krise stehe ich dazu noch enger an der Seite meiner Kunden. Man rückt näher zusammen, trotz der Abstandsregelungen“, sagt er. So rate er von Panikverkäufen ab. Einige der von ihm betreuten Kunden würden bei den niedrigen Kursen an der Börse bereits wieder gezielt investieren. Dabei müsse man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass die Börse ein Spiegelbild der Wirtschaft und ihrer aktuellen Lage sei.

Seit 1992 ist Hennig bei der Sparkasse. Vom Auszubildenden rückte er zum Kundenberater auf, leitete eine Filiale und arbeitet seit 17 Jahren im Privat Banking. Das sei auch mehr als Vermögensplanung. Es gehe auch um die Übertragung von Werten auf die Nachkommen und die dabei zu berücksichtigenden steuerlichen Aspekte, bei denen er erklärend helfen könne.

Doch an den Werbespot denkt er jetzt auch gerne. Das habe ihm nämlich sehr viel Spaß gemacht. Eine Kollegin habe bei der Dekoration der Kulisse geholfen. Zehn Texte habe die Werbeagentur vorgeschrieben, die er einsprechen musste. Neun Sätze habe er sich mit seinen Kollegen ausgedacht. Das alles wurde ab dem 21. April in die Wege geleitet. Seit Monatsbeginn läuft der Spot. Und er ist schon stolz, dass seine Sekunde aus den insgesamt 28 Stunden Material aus ganz Deutschland ausgesucht worden sei.

Werbespot

Zahlreiche Mitarbeiter der Sparkassen in ganz Deutschland sind dem Aufruf des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands gefolgt und haben sich mit ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop selbst gefilmt und über ihre Arbeit und Eindrücke in der aktuellen Situation berichtet. Die Aufnahmesituationen beschreiben, dass sie sowohl vor Ort als auch im Homeoffice arbeiten.

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