Clemens-Galerien

Solingen soll E-Sport-Zentrum erhalten

Die Corona-Pandemie durchkreuzte Bernd Ungers Pläne vorerst, ein E-Sport-Zentrum in den Clemens-Galerien zu schaffen. Er verfolgt die Idee einer Anlaufstelle in der Solinger Innenstadt jedoch weiterhin. Foto: Christian Beier
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Die Corona-Pandemie durchkreuzte Bernd Ungers Pläne vorerst, ein E-Sport-Zentrum in den Clemens-Galerien zu schaffen. Er verfolgt die Idee einer Anlaufstelle in der Solinger Innenstadt jedoch weiterhin.

Bernd Unger von Stage5-Gaming plant Anlaufstelle für digitalen Sport.

Solingen. Vor dem zweiten Lockdown war das Projekt auf einem guten Weg. Im Spätsommer 2020 gab es konkrete Gespräche, auf einer mehr als 500 Quadratmeter großen Fläche in den Clemens-Galerien eine Anlaufstelle für E-Sport in Solingen zu schaffen. Doch die Corona-Pandemie machte Bernd Unger einen Strich durch die Rechnung. Der 46-Jährige hält jedoch an dem Vorhaben fest.

„Wir können einen Beitrag zur Belebung der City leisten.“

Bernd Unger, Stage5-Gaming

Seit 2016 versucht Unger mit seinem Unternehmen Stage5-Gaming den digitalen Sport in der Klingenstadt voranzubringen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir schon ein gutes Stück weitergekommen sind“, betont der Projektentwickler. Unter anderem existiert seit Anfang des Jahres eine Kooperation mit dem Football-Zweitligisten Solingen Paladins. Auch in Politik und Wirtschaft wirbt Unger für sein Ansinnen. Und stellt wachsendes Interesse fest.

Das E-Sport-Zentrum soll der nächste wichtige Schritt sein. „Die Konzeption ist weitgehend fertig“, erklärt Bernd Unger. Ihm schwebt ein „Erlebnis und Berührungspunkt für Gaming“ vor. Er möchte laut eigenen Angaben möglichst viele Facetten des Phänomens transparent abbilden. Einerseits sind Spiel-Möglichkeiten geplant. Es sollen aber auch Veranstaltungen stattfinden, beispielsweise Turniere oder Vorträge zu Themen wie Suchtprävention. Zudem wünscht sich Unger einen Bereich, in dem sich professionelle Spieler messen und weiterentwickeln können – in einem Leistungszentrum.

Finanzieren könnte sich das Projekt über Sponsoren und eine Art Abo-System. Wenngleich viele potenzielle Unterstützer in der Corona-Pandemie andere Sorgen haben, lässt sich Bernd Unger nicht entmutigen. Er ist von der Idee überzeugt und auf der Suche nach einem Standort, am liebsten in der Innenstadt. „Wir können einen Beitrag zur Belebung der City leisten.“

Die Aktivitäten von Stage5-Gaming lassen sich in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen treten rund 200 E-Sportler unter der Flagge der Solinger Organisation in verschiedenen Spielen bei Wettkämpfen an. Auf der anderen Seite möchte Unger verstärkt Beratungsleistungen zum Thema E-Sport anbieten. Seiner Einschätzung nach bietet das Feld große Chancen für Unternehmen. Dabei denkt der 46-Jährige unter anderem ans Marketing, aber auch an Aspekte wie die Suche nach neuen Auszubildenden und Mitarbeitern. Ein digitales Werksteam könnte die Attraktivität von Betrieben steigern, findet Unger.

Mit dieser Einschätzung rennt er nicht überall offene Türen ein. Täglich ist der Familienvater damit beschäftigt, Kontakt zu neuen Unternehmen und Vereinen zu knüpfen, um Kooperationen anzustoßen. Bisweilen muss er in den Gesprächen dicke Bretter bohren. Dabei ist für ihn gar keine Frage, ob sich der E-Sport durchsetzen wird. „Das ist nicht aufzuhalten. Jetzt hat man noch die Chance, den Weg aktiv mitzugestalten.“

www.stage5gaming.de

E-Sport

Der E-Sport-Bund Deutschland definiert den digitalen Sport als „unmittelbaren Wettkampf zwischen menschlichen Spielern unter Nutzung von geeigneten Video- und Computerspielen“.

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