Impfungen bereits ab 15. Januar

Solingen soll eigenes Corona-Impfzentrum bekommen

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Geimpft wird in zwei Schritten. Das heißt, es sind zwei Injektionen im Abstand von wenigen Tagen nötig. Das Serum liefert die Firma Biontech.

Die Teststation in Bethanien und die Kapazitäten in der Klinik wurden erweitert.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Auf eine baldige Impfung zumindest eines Teils der Bevölkerung setzt man bei der Stadt große Hoffnungen. Bei der gestrigen Online-Pressekonferenz des Krisenstabs bat Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) aber auch um Geduld: „Die Verteilung eines Impfstoffes wird eine enorme logistische Herausforderung.“ Derzeit stehe die Stadt in konkreten Gesprächen mit dem Land, das Impfungen bereits ab dem 15. Januar ankündigt. Stand jetzt werde Solingen ein eigenes Impfzentrum bekommen. Details, etwa über den möglichen Standort und andere logistische Fragen, gebe es aber frühestens in der nächsten Woche.

Da es bei der ersten Verteilungsrunde für 18 Millionen Einwohner in NRW etwa 2,7 Millionen Impfdosen geben soll, werde – nach vorsichtigen Schätzungen – auch in Solingen zunächst etwa ein Sechstel der Bevölkerung geimpft werden können. „Auf jeden Fall werden es Tausende Menschen sein“, so Kurzbach. Auch deshalb – und um das Gesundheitsamt weiter zu unterstützen – wurde gestern eine weitere Aufstockung der Mitarbeiterzahl dort beschlossen.

Ausgebaut wurde auch das Corona-Testzentrum in Bethanien. Eine weitere Teststation auf dem Außengelände der Klinik sei in Betrieb, bestätigte Chefarzt Prof. Dr. Winfried Randerath. „Das ermöglicht uns, bei großen Gruppen Wartezeiten zu vermeiden“, so der Lungenspezialist. Derzeit werden dort pro Woche durchschnittlich 2000 Menschen getestet. Seit Beginn der Pandemie waren es 26 000. Davon waren 999 Tests, knapp 4 Prozent, positiv.

Entlastung gebe es durch das neue Angebot, Termine für einen Coronatest jetzt über die Solingen-App, die Homepages der Stadt und des Krankenhauses Bethanien vereinbaren zu können. „Damit reduzieren wir die Wartezeiten, die teilweise bei der telefonischen Termin-Vereinbarung entstanden waren“, so Randerath.

In Bethanien mussten am Donnerstag 14 Patienten auf der Intensivstation behandelt werden, die meisten davon auch beatmet. Weitere 33 Covid-19-Patienten wurden auf der Infektionsstation behandelt. „Wir sind auf einem hohen kritischen Niveau stabil“, ordnete Prof. Randerath die Lage ein.

Sowohl die Intensiv- als auch die Infektionsstation der Aufderhöher Klinik wurden angesichts der gleichbleibend hohen Belegung erweitert. Den Zeitplan des Landes, bereits ab Mitte Januar zu impfen, bezeichnete Randerath als „sehr sportlich“.

Die Zahl der mit Covid-19 Verstorbenen stieg gestern auf 26. Eine 83-jährige Person verstarb im St. Lukas Pflegeheim, in dem es einen Corona-Ausbruch gegeben hat. „Bei den Reihentests dort und im Pflegeheim Haus Ahorn in Bethanien ist die Zahl der Betroffenen aber weitestgehend stabil geblieben“, betonte Dr. Annette Heibges, Leiterin des Stadtdienstes Gesundheit.

Welche Beschränkungen wegen des Coronavirus gelten aktuell in Solingen? Das haben wir für Sie in einem Artikel zusammengefasst, den Sie hier finden: Ein Überblick über die Corona-Regeln in Solingen.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Solingen erhalten Sie in unserem Corona-Blog.

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