Geplante Umgestaltung

Solinger wollen eine weitere Wupperbrücke

Die Wupperinsel in Burg wird derzeit in erster Linie als Parkplatz genutzt. Durch einen Umbau soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Foto: Christian Beier
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Die Wupperinsel in Burg wird derzeit in erster Linie als Parkplatz genutzt. Durch einen Umbau soll die Aufenthaltsqualität gesteigert werden.

Online-Beteiligung zur Wupperinsel in Burg läuft noch drei Tage – dann können sich Planer bewerben.

Von Andreas Tews

Solingen. An originellen Ideen für die geplante Umgestaltung der Wupperinsel in Unterburg mangelt es nicht. Der Bereich, der aktuell vor allem als Parkplatz dient, soll touristisch aufgewertet werden. Bei der noch drei Tage laufenden Bürgerbefragung im Internet wird deutlich, dass Anwohner und Besucher vor allem die Idee für eine zusätzliche Wupperquerung für Fußgänger unterstützen. Anregungen dazu reichen von einer Hängebrücke bis zu einer Schwebefähre. Vorschläge gibt es aber auch für touristische Attraktionen am Hang unter der Seilbahn und für zusätzliche Parkplätze.

Die Umgestaltung der Wupperinsel gehört zu den Projekten im Zuge des Stadtteilentwicklungskonzepts für Burg. Das Ziel ist, die Aufenthaltsqualität zu steigern und die Sicht von Ufer zu Ufer zu verbessern. Die Ideen, die die Stadt Solingen jetzt sammelt, sollen in die bevorstehenden Planungen einfließen. Dazu wird ein Planerwettbewerb ausgeschrieben. Die zusätzliche Wupperquerung gehört zu den Ausgangsüberlegungen der städtischen Planer.

Eine zusätzliche Fußgängerbrücke ist aus Sicht vieler Teilnehmer der Bürgerbefragung wichtig, um an gut besuchten Tagen die Fußgängerströme auf der Brücke Eschbachstraße zu entzerren. Einer fordert eine touristisch attraktive Brücke, wie sie an Stelle der Strohner Brücke geplant ist, ein anderer eine Querung mit Lochblech- oder Glasboden, um die Überquerung der Wupper zu einem Erlebnis zu machen. Eine Teilnehmerin befürwortet eine Pontonbrücke mit Pflanzkästen.

Manch einer fordert, das Wupperufer begehbar zu machen, einer schlägt eine Anlegestelle für Kanufahrer vor. Andere mahnen, das Ufer naturnah und die Parkplätze auf der Wupperinsel weiterhin als Überflutungsgebiet für Hochwasserereignisse zu erhalten. Wieder andere Ideen beziehen sich auf den Hang unter der Seilbahn. Hier kann sich ein Teilnehmer eine Sommerrodelbahn, ein anderer einen Wasserspielplatz vorstellen. Eine Entwicklung des Hangs, so macht die Stadtverwaltung klar, werde aber nur kommen, wenn sie bezahlbar wäre.

„Es ist uns wichtig, die Menschen mitzunehmen.“
Sabine Rische, Stadt Solingen

Diese Ideen sollen in den freiraumplanerischen Wettbewerb einfließen, mit dem unter anderem Landschaftsarchitekten angesprochen werden sollen. Den Wettbewerb will die Solinger Stadtverwaltung nach Angaben von Sprecherin Sabine Rische noch vor dem Jahresende auf den Weg bringen. Die Bürgermeinung solle hierbei eine wichtige Rolle spielen. Rische: „Mit der Aufgabenbeschreibung werden wir den teilnehmenden Büros die Anregungen der Bürger zur Verfügung stellen.“ Die Aufgabe der Planer sei es dann, „aus den vorgegebenen Rahmenbedingungen, Zielen und Wünschen eine gute und machbare Lösung zu entwerfen, die sich auch mit dem Natur- und Landschaftsschutz vertrage“.

Auch die Anregungen von Anliegern, Geschäftsleuten, Gastronomen und weiterer Akteure des Stadtteils sollen in die Überlegungen einfließen. Mit denen hätten Vertreter der Stadtverwaltung bereits „intensive Gespräche“ geführt. Rische betont: „Es ist uns sehr wichtig, die Menschen im Prozess mitzunehmen. Sie sind ja die ,Praktiker‘, die die Wupperinsel ganz genau kennen.“

Beim Planerwettbewerb wird laut Rische ein Preisgericht über die eingereichten Wettbewerbsbeiträge entscheiden. Dann werden Politik und Anlieger informiert, danach die Planung konkretisiert. Mit ersten vorbereitenden Arbeiten (Grünschnitt) rechnet das Rathaus im Winter 2021. Bei der Finanzierung des Projekts hofft die Stadt auf Zuschüsse des Landes NRW.

Bürgerbeteiligung

Internet: Die Beteiligung der Bürger hat die Stadtverwaltung wegen der Corona-Pandemie weitgehend ins Internet verlegt. Ein geplanter Vor-Ort-Termin wurde abgesagt. Die Bürgerbefragung läuft noch bis Samstag, 7. November:

www.solingen-redet-mit.de

Die Episode der modernen Straßenlampen in der denkmalgeschützten Unterburger Ortsdurchfahrt dürfte nächstes Jahr beendet sein. Die Bezirksvertretung folgte am Donnerstagabend einem Kompromissvorschlag, mit dem die Verwaltung der Bürgerinitiative des Stadtteils entgegengekommen war.

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