Partnerstadt Aue ruft zur Solidarität auf

Solinger packen an und spenden 60.000 Euro

Am Café Meyer in Unterburg stand das Wasser teilweise so hoch, dass die Eingangstür kaum noch zu sehen war. Jetzt hat sich das Wasser zurückgezogen, und die Aufräumarbeiten beginnen – wie an vielen anderen Stellen in der Stadt.
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Am Café Meyer in Unterburg stand das Wasser teilweise so hoch, dass die Eingangstür kaum noch zu sehen war. Jetzt hat sich das Wasser zurückgezogen, und die Aufräumarbeiten beginnen – wie an vielen anderen Stellen in der Stadt.

An der Hotline übersteigen die Hilfsangebote die Nachfrage.

Von Björn Boch

Solingen. Der Zusammenhalt der Solinger Stadtgemeinschaft zeigt sich bereits kurz nach dem Jahrtausend-Hochwasser: Bis Freitagmittag waren auf dem Spendenkonto der Stadt schon rund 60.000 Euro eingegangen, wie Oberbürgermeister Tim Kurzbach in einer Pressekonferenz berichtete. An der städtischen Hotline, die Hilfen koordiniert (siehe unten), habe es 420 Hilfsangebote gegeben, ergänzte Dirk Wagner, Leiter des Ressorts „Verwaltungssteuerung“. Und betonte: „Es melden sich derzeit wenige Leute, die Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Wer also Unterstützung braucht: Wir sind sofort in der Lage, Hilfe zu schicken.“ Die Hotline ist jetzt am Wochenende von 10 bis 18 Uhr besetzt, montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr.

Mit deutlich mehr Spenden in nächster Zeit ist zu rechnen, auch die Stadt-Sparkasse hat laut OB Kurzbach schon einen größeren Betrag zugesagt. Gleichwohl könne das in keinem Verhältnis zu den Schäden stehen. Nach der lebensbedrohlichen Phase beginne nun das Aufräumen, „das noch immer gefährlich, anstrengend und personalintensiv ist“. Der Umfang der Aufräumarbeiten sei immens. „Wir werden alles daran setzen, die Menschen zu unterstützen. Die Krise ist nicht vorbei und die Schäden noch nicht abzusehen.“ Über die Bezirksregierung sei bereits das Innenministerium angeschrieben worden, wann und wie finanzielle Hilfen anliefen, so Kurzbach.

In Unterburg werden Trümmer abgefahren

In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
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In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
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In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
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In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.
In Unterburg wurde am Freitag mit Hochdruck und 100 Hilfskräften aufgeräumt. Das wird über das Wochenende weitergehen.  © Michael Schütz

Krisenstabsleiter Jan Welzel und Feuerwehrchef Dr. Ottmar Müller berichteten von der Arbeit der Feuerwehr – vor allem auch der Freiwilligen Feuerwehr –, von THW, DRK und Polizei. Man arbeite nicht mehr am Rande der Erschöpfung oder darüber hinaus, obgleich die letzten Tage Spuren hinterlassen hätten. Es sei nun aber ein planbarer Modus. Die Lage in den betroffenen Ortschaften bezeichnete Dezernent Welzel als „beklemmend“ – es mache aber Mut und Hoffnung, die zahlreichen Helfer zu sehen.

Mehr als 550 Hilfeersuchen aus dem ganzen Stadtgebiet seien bei der Feuerwehr eingegangen. „140 Einsatzkräfte sind auch im Moment noch unterwegs“, erklärte Ottmar Müller am Nachmittag. Neben Unterburg (| S. 15) und Rüden sei das Klärwerk in Burg ein Einsatzschwerpunkt. Einsatzkräfte seien nicht verletzt worden, auch das verunfallte Tanklöschfahrzeug in Obenrüden konnte intakt geborgen werden.

Trinkwasserversorgung ist sichergestellt

Allein schon die akuten Aufräumarbeiten „werden teilweise mehrere Tage oder mehr als eine Woche dauern“ – Feuerwehr und Stadtverwaltung baten um Verständnis, dass nicht alles sofort erledigt werden könne. Dieses Verständnis sei angesichts des Ausmaßes der Katastrophe bei der Bevölkerung meist auch durchaus vorhanden.

Die gute Nachricht: „Die Trinkwasserversorgung ist sichergestellt, da gibt es keine Beeinträchtigungen“, betonte Tim Kurzbach. Nach und nach werde nun auch wieder der Strom angestellt, Stadtwerke und Technische Betriebe seien ebenso intensiv im Einsatz wie die anderen Helfer. „Und viele Freiwillige packen mit an. Das wird auch dankbar angenommen. Wir bitten nur dringend darum, sich nicht einfach ins Auto setzen, sondern auf die Koordinierungshilfe der Stadt zurückzugreifen.“

Ein Hilfsangebot, Kräfte zu schicken, kam auch aus Aue: ein „schönes Zeichen“, wie OB Kurzbach betonte. Auf Facebook postete die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema: „Es ist Land unter in unserer Partnerstadt Solingen. Zeit für Solidarität!“ Und rief zu Spenden auf das städtische Konto auf: „Wer das Jahrhundert-Hochwasser 2002 in Aue noch in Erinnerung hat, kann diese schwierige Situation nachvollziehen. Damals halfen die Solinger mit Sachwerten und Personaleinsatz sowie über 320 000 Euro Spendengeld der Auer Bevölkerung und den Unternehmen.“

Koordination

Hilfe: Wer Unterstützung braucht oder anbieten will, kann sich unter Tel. (02 12) 14 91 22 30 oder hochwasserhilfe@solingen.de an die Stadt wenden.

Spenden: Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung unter Iban DE97 3425 0000 0001 6633 84, Stichwort: „Hochwasser-Hilfe Solingen“

Wir haben auch in unserem Hochwasser-Live-Blog ausführlich berichtet.

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