Solingen ist noch Lebensmittelpunkt

Solinger Model Dascha möchte im Fernsehen Karriere machen

Erdbeereis statt Diät. Curvy-Model Dascha sagt: Schlank könnten die anderen, sie wolle auch nicht auf Eisbecher verzichten. Foto: Christian Beier
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Erdbeereis statt Diät. Curvy-Model Dascha sagt: Schlank könnten die anderen, sie wolle auch nicht auf Eisbecher verzichten.

Das Curvy-Model hat die ersten Jobs nach dem TV-Show-Wettbewerb im Blick.

Von Liane Rapp

Solingen. Durchschnittlich drei Millionen Fernsehzuschauer sahen zwischen Februar und Mai die diesjährige Staffel der Show „Germany‘s Next Topmodel“. Mittendrin und nicht nur „dabei“: Dascha, 21, aus Solingen. Auch wenn es keine Fakten gibt, die belegen, dass ihre Teilnahme maßgeblich zum Erfolg des Formats beigetragen hat, so waren sich die Kritiker doch einig: Die bewusst gewählte Diversität der Kandidatinnen machte den Wettbewerb erst spannend.

Und dabei waren es Daschas natürliche und durch und durch positive Art sowie ihre viel zitierte „body positivity“, also die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihren Körper bei Fotoshootings und Catwalks präsentierte, die dem Format eine neue Richtung gaben. Schließlich wurde Dascha Zweite und war nach der ersten kleinen Enttäuschung, nicht ganz vorn zu sein, stolz auf das Erreichte.

Nun ist ein Stück Alltag in Daschas Leben eingekehrt. Es ist die Zeit „nach GNTM“. Die ersten Jobs als Model laufen für sie an. Zwar nicht sofort in „Rio, New York, Tokio“, sondern in Wiesbaden, Köln und Hamburg. Aber Dascha Carriero, die derzeit noch zu Hause bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater in Solingen-Wald wohnt, findet das „völlig okay“. „Da bin ich nicht gleich wochenlang weg, sondern kann abends wieder zu Hause sein.“ Gerade ist sie auf Wohnungssuche. Da tendiert sie allerdings eher Richtung Ratingen, wo viele ihrer Freunde und auch ihr langjähriger Freund Nick wohnen.

Derzeit aber ist Solingen noch ihr Lebensmittelpunkt. Wenn Nick mit seinem Football-Team, den „Solingen Paladins“, im Walder Stadion um Punkte kämpft, sitzt sie, so oft sie kann, auf der Tribüne und feuert an. Nach dem Abitur und vor „GNTM“ hatte sie sich zunächst um eine Ausbildung bei der Bundespolizei beworben und eine Zeit lang im Hofgarten in der Filiale des Bekleidungsgeschäfts „Only“ gejobbt. „Das war ein prima Arbeitsklima da“, erinnert sie sich zurück.

„Ich esse lieber auch mal einen Burger.“

Dascha, Curvy-Model aus Solingen

Überhaupt mag sie die City, verbrachte damals gern ihre Mittagspausen auf dem Neumarkt. Aufgewachsen ist die gebürtige Ukrainerin „auf dem Dorf“, wie sie selbst sagt. Mit fünf kam sie zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland. Zwölf Jahre Schule absolvierte sie in Ratingen, nach dem Umzug der Familie nach Solingen die 13. Klasse am Friedrich-List-Berufskolleg. Begeistert erzählt sie von tollen Lehrern, Volleyball-Turnieren in der Klingenhalle und ihrem eigenen Engagement als stellvertretende Schülersprecherin.

Solingen: Dascha möchte jetzt ihre Oma in der Ukraine besuchen

Zukunftspläne? „Am liebsten erst mal ein paar Wochen Urlaub bei der Familie in der Ukraine“, meint sie. Das hätten sie immer so gemacht, nur im letzten Jahr sei es wegen Corona ausgefallen. Obligatorisch sei ein Besuch bei ihrer Oma, „auf dem Dorf“, so Dascha: „Ich hab viele schöne Erinnerungen an meine Kindheit, die kommen dann immer hoch.“ Die Landluft, das viele Grün und die Ruhe dort liebe sie sehr. Und auch das Wiedersehen mit den ganzen Cousins und Cousinen, Tanten, Onkel – ein Familienmensch ist sie eh.

„Nicht zu spät“ möchte sie gern Mama werden, verrät sie. Aber bis dahin wäre eine Karriere beim Fernsehen als Moderatorin oder eben als Curvy-Model fein. Während sie in einem Eiscafé sitzt und einen großen Erdbeer-Becher verzehrt, wird sie immer wieder erkannt.

Ältere äußern spontan ihre Begeisterung und winken fröhlich, ebenso junge Mädchen, die ihr Handy zücken und fragen, ob sie ein Selfie mit der berühmten Blondine aus dem Fernsehen machen dürfen. Dascha bleibt immer freundlich, hat für jeden ein nettes Wort. Eine Frau, mit der man „Pferde stehlen“ könnte, die Dascha aus Solingen, die sich so mag, wie sie ist.

„Dünn“, sagt sie verschmitzt, das könnten andere. „Ich esse lieber Burger oder ab und zu auch mal einen leckeren Eisbecher.“

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