Neue Workshops für Jugendliche

So wollen die Solinger Jugendeinrichtungen nachhaltig werden

Dirk Wiebenga, Tina Thiermann und Hans Wietert-Wehkamp (vorne von links) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Foto: Christian Beier
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Dirk Wiebenga, Tina Thiermann und Hans Wietert-Wehkamp (vorne von links) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.

Vertrag über ein zweijähriges Kooperationsprojekt wurde unterzeichnet.

Von Tanja Alandt

Solingen. Bei einem zweijährigen Projekt wollen Solinger Jugendeinrichtungen Jugendliche unter anderem mit Workshops für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. In einer zweiten Projektphase im Sommer 2022 sollen sie ihre Erfahrungen an andere Paten und Einrichtungen weitergeben. So soll sich eine Art Schneeballsystem entwickeln.

Tina Thiermann, Geschäftsführerin der Paritätischen Kreisgruppe Solingen, Hans Wietert-Wehkamp, Gesellschafter des Forums für soziale Innovation (FSI), und Dirk Wiebenga, Awo-Kreisverband Solingen, unterschrieben jetzt den Kooperationsvertrag für das Projekt „Jung, innovativ, nachhaltig – Jugendeinrichtungen aktiv für nachhaltiges Handeln“. Gestartet hatten sie das Projekt bereits im September 2021. Es kostet nach Angaben der Beteiligten 115 000 Euro. Mit 86 000 Euro wird das Nachhaltigkeitsprojekt durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert. Für den Restbetrag kommen die Institutionen der Unterzeichner auf.

So nachhaltig ist Solingen

„Um die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN und der Solinger Nachhaltigkeitsstrategie voranzubringen, sollen junge Menschen als Gestalter und Orte, in denen sie aktiv sind, als Motoren dienen“, so Sophia Merrem vom FSI, die das Projekt begleitet. Die Unterzeichnung verfolgte sie digital vom Bildschirm aus – genauso wie Manja Gahbler und Ariane Bischoff von der projektunterstützenden Stabstelle Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Solingen sowie Frank Griese von der Stiftung Umwelt und Entwicklung.

Thiermann berichtete, dass das Thema Nachhaltigkeit für die Jugendlichen ein großes Anliegen sei und das Thema bei Bedarfsanalysen immer „aufploppe“. Es sei ihnen wichtig, und sie hätten viele Projektideen. Marina Dierks von der teilnehmenden Einrichtung Stresi 23 berichtete, dass sie mit den Jugendlichen koche und im Unverpackt-Laden einkaufe. Dies macht nach eigenen Angaben auch Lukas Städtler vom Ohligser Jugendtreff Interju. Wichtig sei, nicht nur Müll zu trennen, sondern ihn vor allem zu reduzieren. Bei den Projekten fahren Jugendliche zudem zu Solinger Bauernhöfen und sehen sich an, woher die Milch oder das Fleisch kommt. Sie sprechen über artgerechte Haltung. Vanessa Marshall vom Proberaum Monkeys stellte indes die Pfandbox vor, bei dem sie ihre Pfandflaschen direkt in eine Box vor der projektteilnehmenden Einrichtung einwerfe und an der sich Bedürftige bedienen dürften. Auch beschäftigen sich Jugendliche mit „Upcycling“ und stellen Möbel aus Paletten her oder basteln Deko aus recyceltem Material.

Isabel Riedel vom FSI veröffentlicht bald die frischentworfene Checkliste auf der Internetseite www.forum-fuer-soziale-innovation.de, mit der Einrichtungen überprüfen können, wo sie beispielsweise in den Bereichen Energie, Mobilität oder Konsum in puncto Nachhaltigkeit stehen.

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