Dialog in Deutsch

Solinger Initiative vermittelt Sprache und Kultur

Hans-Reiner Häußler (v. l.), Rudi Ott, Heike Pflugner, Hermann Josef Dörpinghaus, Anette Christians, Klaus Schaberg und Inge Heinrichs legen wieder los. Foto: Michael Schütz
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Hans-Reiner Häußler (v. l.), Rudi Ott, Heike Pflugner, Hermann Josef Dörpinghaus, Anette Christians, Klaus Schaberg und Inge Heinrichs legen wieder los.

Der Gesprächskreis erwartet zum Wiederbeginn Flüchtlinge aus der Ukraine.

Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Ein Gesprächskreis als Möglichkeit, Sprache und Kultur kennenzulernen: Zehn Ehrenamtler freuen sich auf den Neustart von „Dialog in Deutsch“ und erwarten neue Teilnehmer aus der Ukraine. Das beliebte Kommunikations- und Begegnungsformat, das seit 2015, als verstärkt Flüchtlinge Solingen erreichten, existiert, feiert nach pandemiebedingter Pause seine Wiederkehr.

„Wir sind ausdrücklich kein Deutsch-Kurs, sondern bieten eine Plattform, um niederschwellig miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich so ganz praktisch in der neuen Sprache Deutsch zu üben“, sagt Anette Christians, eine der Ehrenamtlerinnen der ersten Stunde, die von der Freiwilligen Agentur SoFrei vermittelt worden war. Ab dem 26. April sind interessierte Neu-Solinger jeden Alters ohne vorherige Anmeldung in den Lichtraum der Stadtbibliothek eingeladen.

Heike Pflugner, Leiterin der Stadtbibliothek, bietet dem Gesprächskreis als Gastgeberin gerne eine Heimat. Sie rechnet für den Wiederbeginn verstärkt mit Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg nach Solingen geflohen sind, und lädt diesen Personenkreis ausdrücklich ein. Mütter von kleinen Kindern könnten diese überdies gerne mitbringen, betont Pflugner: Es gibt ein Beschäftigungsangebot.

Ukraine-Krieg - So können Sie jetzt helfen

2015 sei „Dialog in Deutsch“ aus der Keimzelle Hamburg nach Solingen gekommen und habe sich hier über Jahre erfolgreich etabliert – nachhaltiger als in Bibliotheken anderer Städte. Vielleicht, weil das engagierte Mitarbeiter-Team eine beachtenswerte Flexibilität an den Tag legt und sich spontan auf die immer wieder andere Gruppen-Situation einstellt. Von acht bis 80 Jahre alt seien die Teilnehmer bisher gewesen, die übrigens nicht verpflichtend jedes Mal dabei sein müssen, sondern so zu dem Kreis stoßen, wie sie Zeit und Lust haben, erzählt Klaus Schaberg aus dem Team. Mal mache es Sinn, die Gruppe zu teilen – zum Beispiel nach vorhandener Sprach-Kompetenz oder nach Thema. „Es geht bei uns immer um Alltägliches, beispielsweise Busfahren, Einkaufen, Schule, Kindergarten, Weihnachtsbräuche oder Karneval. Wir vermitteln einen Mix aus Sprache und Wissen über die Kultur.“ Waren es 2015 dominierend Menschen aus Syrien, die „Dialog in Deutsch“ besuchten, so habe sich im Laufe der Jahre eine kunterbunte Mischung an Teilnehmer ergeben.

Anette Christians: „Längst nicht alle waren Flüchtlinge, da gab es auch Türken, die schon länger hier lebten, Briten, Franzosen, Russen und auch damals schon Ukrainer.“

Dialog in Deutsch, ab Dienstag, 26. April, 16.30 Uhr, im Lichtraum der Stadtbibliothek, Mummstraße 10.

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