Ehrenamt

Solinger Bürgerpreis: Auch Bettina Heuschkel ist nominiert

Bettina Heuschkel engagiert sich in ihrer Freizeit beim VfB Solingen ebenso wie bei der Tanzformation Schiwa. Foto: Christian Beier
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Bettina Heuschkel engagiert sich in ihrer Freizeit beim VfB Solingen ebenso wie bei der Tanzformation Schiwa.

Vier Kandidatinnen und Kandidaten sind für den Bürgerpreis nominiert.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. „Engagement“ scheint der zweite Vorname von Bettina Heuschkel zu sein: Probleme werden bei der 55-Jährigen zu Aufgaben, die es zu lösen gilt. Mit diesem zweiten Vornamen als Lebensmotto hat die Mutter eines Sohnes, die seit Jahren bei den Maltesern in geschäftsführender Position tätig ist, beispielsweise die Tanzformation Schiwa mitgegründet und sie zu einer der bekanntesten Gruppen der Region geformt. Oder den „kleinen Jobs“ beim VfB Solingen, den sie durch die Fußballbegeisterung ihres Sohnes kennenlernte, anspruchsvolle und arbeitsreiche Vorstandsarbeit folgen lassen.

Heuschkel ist eine von vier Kandidatinnen und Kandidaten für den Solinger Bürgerpreis 2021. Er wird jährlich an Alltagshelden vergeben, um ihr ehrenamtliches Engagement für die Stadt zu würdigen. Weitere Bewerber sind Enver Perviz, Daniel Marks und Gabriela Fritz. Ausgelobt wird der Bürgerpreis von der Stadt-Sparkasse. Das Solinger Tageblatt und Radio RSG sind Medienpartner.

„Wir haben den Duden aufgeschlagen und mit dem Finger auf eine beliebige Stelle getippt.“

Bettina Heuschkel über die Namesfindung für die Tanzformation

Heuschkel erinnert sich an ihre Anfangszeit als Helferin beim VfB. „Erst hab ich als Mannschaftsbetreuerin Spielberichte ausgefüllt, Spielerpässe verwaltet und Verpflegung für die wartenden Eltern bei Spielen organisiert, um die Kasse aufzubessern. Und dann bin ich Stück für Stück tiefer in den Verein reingerutscht, habe Turniere und Feste mit organisiert oder das in diesem Jahr zum 18. Mal stattfindende Fußball-Camp.“ Der Sprung in den Vorstand war dann folgerichtig, erst als Kassiererin in der Jugendabteilung, seit 2000 im Gesamtvorstand. Und während ihr mittlerweile erwachsene Sohn seine Fußballschuhe beim VfB an den Nagel gehängt hat, ist sie geblieben und regelrecht ein Urgestein geworden.

Ihr macht es Freude, sich zum Wohl der Spieler zu engagieren, sagt sie. Beispielsweise jüngst dafür zu sorgen, dass die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung auf dem Fußballplatz so umgesetzt werden, dass für jüngere Spieler zumindest ein eingeschränktes Training möglich ist. Oder sich gemeinsam mit Mitstreitern für einen Zebrastreifen auf der Baverter Straße einzusetzen. „Der Verkehr hat da in den letzten Jahren dermaßen zugenommen, dass es mehrfach beim Queren der Fahrbahn zu Unfällen gekommen ist“, berichtet Heuschkel über ihre Motivation, da auf den Plan zu treten um „ihre“ Spieler, Trainer und Besucher zu schützen.

Auch auf ihr Schalten und Walten für die Schiwa kann Bettina Heuschkel stolz sein. 1998 hat sie diese Tanzformation mit sechs Gleichgesinnten aus der Taufe gehoben. Seit ihrem vierten Lebensjahr hatte sie bei der KG Funkengarde Blau-Weiss begeistert selbst getanzt und wollte nun etwas Eigenes schaffen.

Der Name Schiwa war Zufall: „Wir haben planlos den Duden aufgeschlagen und mit dem Finger auf eine beliebige Stelle getippt“, erklärt Heuschkel und schmunzelt. „Dass diese indische Gottheit für Zerstörung und Neubeginn steht und zudem auch noch siebenarmig ist und damit perfekt zu unserer damaligen Aufbruchsstimmung zu siebt passte, fasziniert mich heute noch“, sagt Bettina Heuschkel.

Als Trainerin und Geschäftsführerin hat sie die Tanzformation fortan begleitet und setzt sich nach wie vor intensiv für deren Geschicke ein – in jüngster Zeit auch unter den Herausforderungen der Corona-Krise. So galt es, ohne gemeinsames Training und Auftritte weiterhin aktiv zu bleiben. „Wir haben viel online angeboten und versucht, so gut es geht, Kontakt zu halten, auch um die Gemeinschaft der Gruppen zusammen zu halten“, sagt Heuschkel voller Dankbarkeit an ihr Team, das „ganz viel gegeben hat, um aus der blöden Situation das Beste zu machen“.

Abstimmung

Abstimmen können Sie mit dem auf dieser Seite abgedruckten Coupon. Schicken Sie diesen bitte ausgefüllt an das Solinger Tageblatt, Mummstraße 9, 42651 Solingen. Sie können auch über die Bürgerpreis-Internetseite des Solinger Tageblatts (siehe unten) abstimmen. Teilnahmeschluss ist der 30. Mai 2021. Unter allen Abstimmungsteilnehmern werden drei Gutscheine über je eine „Frog King“-Skulptur des Künstlers Stefan Seeger verlost.

Abstimmung im Internet: www.solinger-tageblatt.de/buergerpreis

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