Aktion

Solingens Nachbarstadt startet eigene Initiative für eine Jugendherberge

Die Jugendherberge in Burg wurde im Oktober 2018 geschlossen. Sie galt als nicht mehr zeitgemäß. Archivfoto: Uli Preuss
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Die Jugendherberge in Burg wurde im Oktober 2018 geschlossen. Sie galt als nicht mehr zeitgemäß.

Nachbarstadt bringt auch Standort auf ihrem Gebiet ins Gespräch.

Von Udo Teifel und Andreas Tews

In die Debatte um eine neue Jugendherberge im bergischen Städtedreieck schaltet sich die Stadt Wermelskirchen mit einer neuen Initiative ein. Sollte es beim Jugendherbergswerk auf einen eher ländlich geprägten Standort hinauslaufen, würde sich auch Wermelskirchen anbieten, erklärte der dortige Erste Beigeordnete, Stefan Görnert. Für ein gemeinsames Vorgehen will er auch die Städte Solingen und Remscheid mit ins Boot holen. Im Solinger Rathaus, wo man auf eine Herberge in der Klingenstadt hofft, reagiert man reserviert und verweist auf den bisherigen Sachstand, nach dem ein Standort in Remscheid, Solingen oder Wuppertal gesucht wird.

Seit der Schließung der Jugendherbergen in Gräfrath und Oberburg gibt es im Städtedreieck nur noch einen Betrieb dieser Art: in Wuppertal-Barmen. Dieses Haus muss mittelfristig aufwendig saniert werden. Das Herbergswerk prüft jetzt diverse Standorte in den drei Städten. Eine Sanierung in Barmen steht genauso zur Debatte wie ein Neubau an anderer Stelle.

Der Entwurf für eine Machbarkeitsstudie liegt vor, dessen Inhalt ist aber nicht bekannt. Zunächst werde die Entscheidung für eine der drei Städte fallen, erklärte Oliver Mirring, Geschäftsführer des Jugendherbergswerk Rheinland, im Februar. Danach werde man in Zusammenarbeit mit dem betreffenden Rathaus ein Grundstück suchen. An diesem Sachstand, so reagierte die Solinger Stadtverwaltung jetzt, habe sich nichts geändert.

Bisher war von einem städtischen Standort die Rede, der Gäste auch für längere Besuche anlocken soll. Wermelskirchens Beigeordneter Görnert bringt jetzt aber seine Stadt ins Gespräch – für den Fall, dass es doch auf eine ländlichere Lage hinauslaufe. Touristisch habe das Bergische einiges zu bieten. Görnert: „Wir wollen eine Jugendherberge in der Region. Deshalb wäre ich auch bereit, gemeinsam mit den Städten Solingen und Remscheid hier eine neue Initiative auf den Weg zu bringen mit einen neuen Vorschlag zu unterbreiten.“

Das Bergische Land hat viele touristische Attraktionen

Schloss Burg sei sicher der bedeutendste touristische Magnet. Er verweist aber auch auf das gemeinsame Tourismuskonzept des Rheinisch-Bergischen und des Oberbergischen Kreises. Als weitere touristische Magnete nannte er die Talsperren, das Lenneper Röntgenmuseum und die Wupperorte als Keimzelle der Industrialisierung.

Wichtig für eine Jugendherberge sei die ÖPNV-Anbindung, die touristische Attraktion, die kommunale Unterstützung der Städte und, ob ein Grundstück vorhanden sei. „Versprochen sind uns die Ergebnisse im Herbst. Inwieweit sich das jetzt durch die Corona-Krise weiter herausgezögert, kann ich schwer einschätzen.“ Görnert spricht sich für ein abgestimmtes Vorgehen mit Solingen und Remscheid aus. „Wir müssen dann gemeinsam die Initiative ergreifen und einen neuen Vorschlag unterbreiten. Aber soweit sind wir noch nicht“, sagte er. Er wäre bereit, diese Initiative anzuführen.

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