Tipps

So wird das Fahrrad fit für den Frühling

Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad.
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Der Frühjahrs-Check fürs Fahrrad.

Fahrradhändlerin Nicole Biernath und Werkstattleiter Benjamin Hackenberg geben Tipps

Von Moritz Jonas

Solingen. Kaum klopft der Frühling an die Tür, beginnen viele mit den Planungen für die erste große Radtour des Jahres. Allerdings ist hier zunächst einmal Vorsicht geboten. Denn über die lange Standzeit im Winter kann das Rad schon mal etwas in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb gibt es einige Dinge zu beachten, bevor man sich wieder auf große Fahrt begibt. Die Ohligser Fahrradhändlerin Nicole Biernath und Werkstattchef Benjamin Hackenberg geben Tipps, damit das eigene Zweirad fit für die Fahrradsaison wird.

„Natürlich altern auch Fahrradteile, gerade Gummiteile, wie sie häufig an Reifen zu finden sind, können porös werden, das zeichnet sich dann durch Risse im Mantel ab“, erklärt Biernath. Hier sind weitere Expertentipps:

Der richtige Luftdruck

Der ideale Luftdruck für jeden Reifen sei schwer auszumachen, erklärt Biernath. Denn jeder Reifen benötige einen anderen Luftdruck. Die entsprechende Bar- oder auch IPS-Zahl findet sich am Reifen selbst. Dennoch sei es von Vorteil den Luftdruck einmal pro Monat zu testen. Im Schnitt verliere der Reifen nämlich circa ein Bar pro Monat, erklärt Biernath.

Bremsen prüfen

Vor jeder Fahrt, sollte geschaut werden, ob die Bremsen noch packen. Das sei ganz wichtig. Felgenbremsen haben sogar extra eine Markierung auf den Bremsbacken, die anzeigt, wenn die Bremsbacken abgenutzt sind, sagt Biernath. „Generell sollte man das Rad einmal im Jahr oder nach rund 2000 Kilometern in eine Fachwerkstatt bringen, um die Bremsen inspizieren zulassen. Bei jüngeren Rädern reiche es zumeist auch, an den Bremsstellschrauben zu drehen, wobei es in diesem Fall häufig besser sei, diese Arbeit vom Experten ausführen zu lassen, hier komme es nämlich auf das richtige Feingefühl an, ergänzt Werkstattleiter Hackenberg.

Kette ölen

Die perfekte Faustregel zum Ölen der Kette gäbe es nicht, erklärt Biernath. Es sei viel mehr von den einzelnen Faktoren abhängig. Zum Beispiel, wie häufig das Rad in Benutzung ist, auf welchem Untergrund man unterwegs ist und wie die Witterungsverhältnisse sind. „Eine Kette leidet natürlich im Gelände mehr als auf der sauberen Straße“, gibt Biernath zu bedenken. Hierfür gibt es auch spezielle Kettenöle für Fahrräder und E-Bikes. Dabei muss es allerdings auch nicht immer das teuerste Kettenöl sein, viel wichtiger sei es, die Kette vor dem Ölen gut zu reinigen.

Das richtige Licht

Ebenfalls wichtig ist ein guter Durchblick. Dieser soll mit dem richtigen Licht am Rad geschaffen werden. Beim Kauf eines neuen Lichtes ist es aber wichtig, darauf zu achten, dass dieses auch für die Straßenverkehrsordnung geeignet ist, erklärt Biernath. Werkstattleiter Benjamin Hackenberg ergänzt zudem, dass vor allem bei älteren Rädern der Reifendruck eine erhebliche Rolle für die Kraft des Dynamos spiele. Hat der Reifen zu wenig Druck, entsteht mitunter zu wenig Reibung für den Dynamo. Hackenberg erklärt aber auch, dass das für neue Modelle weniger gelte. Sie sind mit einem Nabendynamo ausgestattet, daher sei die Reibung unerheblich. Dennoch schade es auch hier nicht, den Dynamo regelmäßig zu ölen.

Federgabel ölen

Wer etwas geübter im Umgang mit dem Rad ist, der könne auch mit Federgabelspray die Federgabel ölen, erklärt Hackenberg.

Für die Radtour

Bei einer längeren Radtour sollte auch darauf geachtet werden, die richtige Radbekleidung zu tragen. Das mache das Fahren viel angenehmer. Wer technisch affin ist und weiß, wie man einen Platten wechseln kann oder einen Schlauch flickt, dem sei auch das wichtigste Werkzeug oder ein Reifenheber bei Pannen eine große Hilfe, erklärt Nicole Biernath.

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