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So soll der Brückenpark in Müngsten belebt werden

Stefan Böhm vom Kiosk im Brückenpark (l.) und der SPD-Politiker Ernst Lauterjung wünschen sich im Brückenpark etwas mehr Vielfalt beim gastronomischen Angebot und bei den Spielmöglichkeiten für Kinder. Foto: Christian Beier
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Stefan Böhm vom Kiosk im Brückenpark (l.) und der SPD-Politiker Ernst Lauterjung wünschen sich im Brückenpark etwas mehr Vielfalt beim gastronomischen Angebot und bei den Spielmöglichkeiten für Kinder.

Das Bistro der Lebenshilfe soll mittelfristig wieder öffnen. Außerdem sind „Spielpunkte“ für Kinder geplant.

Von Kristin Dowe

Solingen. Kraftvoll schlängelt sich die Wupper an diesem trüben Wintertag unter der Müngstener Brücke am Haus Müngsten vorbei. Ein paar vereinzelte Spaziergänger führen ihre Hunde aus, sonst herrscht wenig Betrieb im Brückenpark. Das sei für die Jahreszeit zwar auch nicht überraschend, meint Stefan Böhm, den viele Solinger vom traditionsreichen Kiosk im Brückenpark und der dortigen Minigolfanlage kennen. „Trotzdem ist hier seit Jahren generell zu wenig los. Es fehlt vor allem an Spielmöglichkeiten für Kinder.“

Solingen: Vorhandenes Bistro im Brückenpark steht seit Jahren leer

Auch das gastronomische Angebot lasse aus seiner Sicht zu wünschen übrig. Neben Haus Müngsten, das von der Lebenshilfe betrieben wird, sei eine Imbissbude mit Speisen zum Mitnehmen eine gute Ergänzung. „Davon würden alle profitieren.“ Tatsächlich gibt es nahe Haus Müngsten ein früheres Bistro, das der Lebenshilfe gehört, aber seit geraumer Zeit leersteht. „Das Bistro hat sich damals wirtschaftlich nicht rentiert“, sagt Andreas Müller, Kaufmännischer Leiter der Lebenshilfe Solingen. Grundsätzlich sei in Absprache mit der Stadt aber geplant, dort im kommenden Jahr für Veranstaltungen und besucherstarke Tage bei schönem Wetter wieder einen Mitnahmeverkauf anzubieten. Voraussetzung sei, dass die Corona-Situation das zulässt.

Diesbezüglich hatte Böhm kürzlich in der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid die Frage an die Verwaltung gerichtet, ob andere Anbieter im Brückenpark eventuell nicht gewünscht seien und die Lebenshilfe ein Monopol auf die Gastronomie dort besitze. Ein Imbissbetreiber, der sich dort mit seinem Wagen postieren wollte, habe von der Stadt eine Absage erhalten, berichtete er.

„Der Begriff ,Monopol’ ist im Zusammenhang mit einer Bewirtung im Brückenpark nicht bekannt“, heißt es dazu bei der Stadt. „Gemäß den Rahmenbedingungen zu Veranstaltungen im Brückenpark verfügt der Betreiber des Hauses Müngsten über die Infrastruktur vor Ort und bietet Catering auch für größere Veranstaltungen an. Ein Ausbau der Gastronomieangebote erscheint nicht geboten, da das Haus Müngsten bereits heute schon über fehlenden Zulauf klagt.“

Neben mehr Auswahl in der Gastronomie teilt SPD-Ratsmitglied Ernst Lauterjung Böhms Auffassung, dass der Brückenpark mehr Spielmöglichkeiten benötige. So hatte die SPD sich schon 2017 um die Anlage eines Spielplatzes im Brückenpark bemüht. „Wenn wir mit unseren Enkeln hier sind, fehlt einfach was“, findet Lauterjung.

Rathaussprecher Daniel Hadrys weist bei der Planung eines Spielplatzes auf gewisse Grenzen hin. So sei der Brückenpark im Rahmen eines freiraumplanerischen Wettbewerbs bewusst so angelegt worden, dass „die Rasenflächen als Projektionsfläche für die Brücke dienen“ – deshalb seien sie zurückhaltend gestaltet. Das Naturerlebnis im Brückenpark solle für alle Generationen im Vordergrund stehen. „Die Spielmöglichkeiten in Form von standardisierten Spielgeräten sind im Brückenpark – anders als in innerstädtischen Spielflächen – daher bewusst nicht in den Vordergrund gestellt. Es ist viel von Naturerlebnisräumen zu hören und zu lesen und der Brückenpark bringt vieles bereits mit, was diese Anforderungen erfüllt.“ Auch der Spielepfad hoch nach Schaberg werde von Kindern gerne genutzt.

Wohl aber sehe das Spielplatzerweiterungskonzept eine „partielle Erweiterung des Brückenparks“ vor. „Im Rahmen der Wiederherstellung der Flächen, die zur Sanierung der Brücke genutzt wurden, wird es Bemühungen geben, ein bis zwei Spielpunkte im Park anzubieten“, so Hadrys.

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