Mobilität

So fahren künftig die Busse durch Ohligs

Die Linie 791 wird zukünftig wohl nicht mehr durch das Ohligser Zentrum fahren.
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Die Linie 791 wird zukünftig wohl nicht mehr durch das Ohligser Zentrum fahren.

Die Strecke der Buslinien 691 und 783 steht fest, und so geht es mit der Lennestraße weiter.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Es war eines der bestimmenden Themen der Ohligser Politik in den zurückliegenden Monaten: die zukünftige Verkehrsführung auf der Lennestraße. Nun ist eine Lösung gefunden. Bei zwei Enthaltungen vonseiten der CDU-Fraktion sprach sich die Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am Montag für den von der Verwaltung überarbeiteten Vorschlag zur Buslinienführung durch das Zentrum des Stadtteils aus. Dieser sieht einen „Ohligser Cityring“ für die Linien 691 und 783 vor.

Der Weg dorthin war steinig, die Diskussionen bisweilen kontrovers. Den Durchbruch brachte ein Treffen in der vergangenen Woche. Daran nahmen neben der Verwaltung und BV-Vertretern unter anderem Mitglieder des Fahrgastbeirats sowie Abgesandte der Immobilien- und Standortgemeinschaft Solingen-Ohligs, der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft sowie der Ohligser Jongens teil.

Bei dem Gespräch wurde ein Durchbruch erzielt – die Abstimmung in der Bezirksvertretung am Montagabend war deshalb nur noch Formsache. Den Kompromiss lobten Martin Schlücking (SPD), Christian Wendel (Grüne) und Michael Bender (BfS). Nicht ganz zufrieden zeigte sich der stellvertretende Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU). Seine Fraktion hatte sich auf Anregung der Ohligser Jongens dafür eingesetzt, die Lennestraße für den Verkehr zu sperren. Dadurch erhofften sie sich unter anderem positive Effekte für die Aufenthaltsqualität und die dort ansässigen Gastronomiebetriebe.

„Das hat nicht funktioniert“, bilanzierte Westkämper. Zumindest nicht vollständig. Für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans ist nun vorgesehen, dass die Linien 782, 791 und 792 nicht mehr durchs Ohligser Zentrum fahren. Die 782 soll über die Bahn- und die Obere Hildener Straße, die 791 über die Tal- beziehungsweise die Südstraße sowie die 792 über die Bahn- und die Kottendorfer Straße geführt werden.

„Wir werden weiter daran arbeiten.“

Marc Westkämper (CDU) über die Zukunft der Lennestraße

Für 691 und 783 ist geplant, dass diese stadtauswärts über die Tal- und die Lennestraße zur Düsseldorfer Straße und stadteinwärts über Heiligenstock und Rennpatt zum Hauptbahnhof fahren. Der Kompromiss soll einerseits zur Verkehrsberuhigung der Lennestraße beitragen und andererseits mit zusätzlichen Richtungshaltestellen gewährleisten, dass der Ohligser Marktplatz nicht vom Öffentlichen Personennahverkehr abgeschnitten wird. Dafür hatte sich unter anderem der Fahrgastbeirat eingesetzt.

Enttäuscht waren Michael Vermoehlen und Michael Morsbach von den Ohligser Jongens. Auf Grundlage eigens angestellter Fahrgastzählungen zweifeln sie unter anderem die Notwendigkeit von Bushaltestellen in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz an. Versöhnlicher zeigte sich Dr. Jörg Wacker. Der Präsident der Ohligser Jongens kündigte nach dem Treffen in der vergangenen Woche im ST-Gespräch an, sich weiter für mehr Aufenthaltsqualität im Bereich der Lennestraße einsetzen zu wollen. Schlüssel dazu könnte sein, dass dort zukünftig elektrifizierte Kleinbusse eingesetzt werden.

Entsprechende Anregungen finden sich in der am Montag beschlossenen Vorlage der Verwaltung wieder. Gleiches gilt für den Umbau des Doppelkreises im Bereich Weststraße, den die Ohligser Jongens seit Jahren anregen. „Wir werden weiter daran arbeiten“, kündigte CDU-Vertreter Marc Westkämper an.

Citydeck

Während des Sommers war die Lennestraße für den Verkehr gesperrt. Für Veranstaltungen in dieser Zeit hatten die Ohligser Jongens eine Sitzgelegenheit zum Überbauen von öffentlichen Parkplätzen gemietet. Dieses geht nun ins Eigentum des Vereins über, erklärt Präsident Dr. Jörg Wacker. Bei einer Spendenaktion kamen rund 27 000 Euro zusammen.

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