Politik

Silvia Vaeckenstedt muss auf ihre Nominierung warten

Silvia Vaeckenstedt möchte für die Grünen in den Bundestag. Archivfoto: to
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Silvia Vaeckenstedt möchte für die Grünen in den Bundestag.

Aufstellungsversammlung der Grünen fällt Technik zum Opfer

Von Timo Lemmer

Solingen. Die für Samstagvormittag geplante Nominierung der Direktkandidatin der Grünen für die anstehende Bundestagswahl ist Opfer einer technischen Panne geworden: Die digitale Aufstellungsversammlung wurde nach Schwierigkeiten mit der Technik, die allen Versuchen zum Trotz bestehen blieben, kurzfristig abgesagt.

Die Kreisvorstände aus Solingen, Remscheid und Wuppertal hatten über eine Video-Chat-Software eingeladen, um die Bewerberin um das Bundestagsmandat des Wahlkreises 103 zu bestimmen. Hierzu sind alle Mitglieder aus Solingen, Remscheid sowie die aus den Wuppertaler Stadtteilen Cronenberg und Ronsdorf stimmberechtigt. Vermutlich wird die Aufstellungsversammlung nun am 9. Juni nachgeholt – bis Mitte Juli habe man Zeit, hieß es aus dem Solinger Kreisvorstand der Grünen. Von dort teilte man zudem mit, das technische Problem sei nicht aufzuspüren gewesen.

Damit muss Silvia Vaeckenstedt, die als einzige Bewerberin des Tages für den Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal 2 hätte ernannt werden sollen, weiterhin auf ihre offizielle Kür warten. Die 51-Jährige, die seit einem halben Jahr Kreisverbandssprecherin in Solingen ist, gibt sich kämpferisch: „Ich glaube, wir haben eine andere Zeit als noch vor einigen Jahren. Viele Menschen haben Lust auf Veränderung“, sagte sie gegenüber dem ST.

Das macht sie auch am Mitgliederzuwachs ihrer Partei fest, den sie zumindest für Solingen beziffern kann: „Allein in den letzten zwei Monaten haben wir zwölf neue Mitglieder hinzugewonnen. Das ist schon enorm.“ Vor sechs Jahren habe der Kreisverband Solingen noch aus etwa 100 Mitgliedern bestanden – diese Zahl habe sich inzwischen verdoppelt.

Die designierte Bewerberin der Grünen geht fest davon aus, den Platzhirschen von CDU – die abermals den Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt nominierte – und SPD mit Direktkandidat Ingo Schäfer Paroli bieten zu können.

2017 setzte sich die CDU im Wahlkreis im Kampf um das Direktmandat mit 38,2 Prozent Erststimmenanteil klar vor der SPD (30,8) durch. Die Grünen landeten mit 5,8 Prozent für Direktkandidatin Ilka Brehmer noch hinter AfD, FDP und Linkspartei. Nun sei, so Vaeckenstedt, in der Gesellschaft aber „Lust auf echte Veränderung“ vorhanden. Vaeckenstedt tritt überdies nicht auch noch über die grüne Landesliste an, hat also keine sogenannte Doppel-Kandidatur, sondern ist nur Wahlkreiskandidatin. „Ich kämpfe sowieso für jede grüne Stimme“, sagt sie, „egal, ob Erst- oder Zweitstimme.“

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