Unser Leben mit Hund

Mascha muss jetzt regelmäßig zum Friseur

Vorher: Mascha wird von Petra Drückes zunächst mit dem Messer getrimmt. Später kommt die Effilierschere zum Einsatz.
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Vorher: Mascha wird von Petra Drückes zunächst mit dem Messer getrimmt. Später kommt die Effilierschere zum Einsatz.

In der ST-Serie berichtet Redakteurin Anja Kriskofski über ihr Leben mit Hund.

Solingen. Mascha ist über den Sommer nicht nur deutlich gewachsen, auch ihr Fell ist viel länger geworden. Um den Hals herum sah sie schließlich mehr nach Kragenbär als nach Mittelschnauzer aus. Auch am Kopf wirkte sie zauselig. Sprich: Der erste Termin im Hundesalon war fällig. Da rauhaarige Rassen keinen Fellwechsel haben, muss Mascha regelmäßig getrimmt werden, die weiche Unterwolle und das raue Deckhaar müssen herausgezupft werden. Eine Prozedur, die Geduld erfordert: Zwei Stunden verbringen wir im Salon von Petra Drückes.

„Das Trimmen nimmt viel Zeit in Anspruch“, hatte mich die „Dogstylerin“ schon vorher gewarnt. Das ist mit ein Grund, warum ich nicht selbst zum Messer greifen wollte. Vor dem Zupfen wird der Hund bei der Gräfratherin nicht shampooniert und gebadet. Denn dadurch würde das Fell nur weicher und ließe sich schlecht zupfen, erklärt Petra Drückes, die sofort mit verschiedenen Trimmmessern loslegt. „Das geht auch mit den Fingern.“ Doch einzeln gezupft würde der Friseurbesuch noch länger dauern.

Was soll ich sagen? Es läuft viel besser, als ich vorher befürchtet hatte. Denn ein Besuch beim Friseur bedeutet auch für Hunde vor allem eins – stillsitzen. Dafür gibt es einen Tisch, auf dem der Vierbeiner die ganze Zeit über steht oder eben sitzt. Anfangs reagiert Mascha etwas verschüchtert auf die ungewohnte Prozedur. Mit der Zeit wird sie mutiger – und unruhiger. So lässt es sich der Birma-Kater des Hauses nicht nehmen, vor dem Salon auf und ab zu stolzieren – mit einem Blick, der zu sagen scheint: „Mein Revier.“

Nachher: Mascha mit frisch gestutztem Bart und gekürzten Augenbrauen. Zwei Stunden hat die Prozedur gedauert.

Für die erfahrene Hundefriseurin ist Maschas zwischenzeitliches Gezappel kein Problem. „Sie ist ja noch sehr jung.“ Wenn die Vierbeiner sich gar nicht beruhigen lassen, greife sie zur Akupressur, erzählt Drückes, die ihren Salon seit über 20 Jahren betreibt und sich auch mit Tierhomöopathie beschäftigt. Schritt für Schritt zupft sie die dichte Wolle aus dem Fell. Geschoren werden sollte es nicht: „Sonst würde die Farbe verblassen.“ Lässt man das Fell aber einfach wachsen, fängt der Hund an, sich ständig zu kratzen. Das abgestorbene Haar bekommt zudem eine schmutziggelbe Färbung. Aus pfeffer-salz würde dann eher ein Mittelschnauzer pfeffer-senf.

Nach einer Stunde mit dem Trimmmesser sieht Mascha schon deutlich schlanker aus. Danach ist die Effilierschere dran. Mit dem gezahnten Friseurinstrument bringt Petra Drückes die Frisur quasi in Form: An den Läufen wird zauseliges Haar ebenso entfernt wie an der Brust und an den Ohren. Die sehen ohne die Fransen plötzlich spitz aus. Gestutzt werden zudem der Schnauzerbart und die langen Augenbrauen.

Der gestylte Hund kommt nicht bei allen gut an

Nach mehr als zwei Stunden beim Friseur sieht Mascha geradezu windschnittig aus, auf dem Boden liegt ein Berg Haare. Zuhause kommt der neue Look zunächst nicht bei allen Familienmitgliedern gut an. Unsere Tochter ist begeistert, doch den Jungs gefiel die Zausel-Mascha besser. Frisch gestylt sehe der Hund „albern“ aus. Aber das Fell wächst ohnehin schnell nach. Und in spätestens drei Monate muss es von Petra Drückes wieder in Form gebracht werden.

Die Serie

In der nächsten Folge berichtet ST-Redakteurin Anja Kriskofski, wie sich das Leben ihrer Familie mit Schnauzerhündin Mascha nach fast fünf Monaten eingespielt hat. Alle Artikel der Serie „Unser Leben mit Hund“ können online beim Solinger Tageblatt nachgelesen werden.

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