Bauarbeiten

Sekundarschule wird komplett saniert

Die provisorische Brandschutztreppe ist während der Bauarbeiten nötig, weil in zwei Abschnitten gebaut wird.
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Die provisorische Brandschutztreppe ist während der Bauarbeiten nötig, weil in zwei Abschnitten gebaut wird.

In dem Gebäude am Central finden die Bauarbeiten während des laufenden Unterrichts statt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Wenn die Schüler sich in die Sommerferien verabschieden, ziehen in den Solinger Schulen traditionell die Handwerker ein. Auch in diesem Sommer wird an verschiedenen Schulen umfangreich saniert. „Der Abbau des Instandhaltungsstaus ist momentan das große Thema“, erklärt Hans-Josef Opladen vom Gebäudemanagement der Stadt.

Hans-Josef Opladen (l., Projektleiter beim Gebäudemanagement) und Architekt Volker Lehnhoff in einem der neu gestalteten Räume.

Eine der Großbaustellen ist die Sekundarschule. Dort haben die Sanierungen bereits im Sommer 2020 begonnen. Neue Fenster, neue Fassade, neue Böden – in dem Gebäude aus den 1960er Jahren gab es viel zu tun. Weil es keine freien Ausweich-Quartiere mehr gab, musste und muss während des laufenden Schulbetriebs gebaut werden. „Deshalb haben wir die Arbeiten in zwei Bauabschnitte aufgeteilt“, erklärt Architekt Volker Lehnhoff von dem Solinger Büro Lehnhoff & Clauberg.

Der erste Gebäudeteil Richtung Nibelungenstraße, etwa ein Drittel des Bauumfangs, ist schon seit vergangenen Sommer fertig. Seitdem hat die Schule sich schwerpunktmäßig in diesen Teil verlagert. „Für den zweiten Bauabschnitt hatten wir die Fertigstellung diesen Sommer erhofft, das klappt aber leider nicht“, erklärt Projektleiter Hans-Josef Opladen. Lieferschwierigkeiten beim Material sowie krankheitsbedingte Ausfälle bei den Baufirmen haben den Zeitplan verzögert. Jetzt ist die Fertigstellung für den Herbst geplant.

Klassen haben neue Differenzierungsräume erhalten

Drinnen sieht schon vieles fertig aus. Neue Elektro- und Heizungsanlagen sind installiert, die Sanitäranlagen erneuert. „In drei Räumen haben wir sogar altes Holzparkett vorgefunden, das wir wieder aufarbeiten konnten“, skizziert Volker Lehnhoff eine Besonderheit. Teilweise gab es auch Grundrissänderungen, etwa wenn neue Differenzierungsräume für die Klassen entstanden sind.

Nicht nur die Arbeiten mussten unter erschwerten Bedingungen koordiniert werden, auch auf den Schulbetrieb musste Rücksicht genommen werden. So wurde beispielsweise die Fertigstellung des Werkraums im zweiten Bauabschnitt vorgezogen. Einer der vier Naturwissenschaftsräume wurde im ersten Bauabschnitt zügig fertiggestellt, damit er für die Schule schnell wieder nutzbar ist.

Auch der Brandschutz war ein großes Thema. Weil das Gebäude in zwei Bauabschnitte aufgeteilt wurde und somit in jedem Trakt nur ein Treppenhaus in Funktion war, musste auf dem Schulhof eine provisorische Brandschutz-Treppe als zweiter Fluchtweg installiert werden. „Diesen Fassadenteil können wir natürlich dann erst ganz zum Schluss fertigstellen“, erklärt der Architekt.

Auch die Einrichtung an der Sekundarschule, wie hier in einem der Naturwissenschaften-Räume, ist neu.

In diesen Bereich soll eine Rampe einen barrierefreien Zugang ins Gebäude ermöglichen. „Barrierefreiheit ist bei allen Gebäuden eine grundsätzliche Vorgabe“, erklärt Hans-Josef Opladen. Insgesamt werden in die Sanierung der Sekundarschule für beide Bauabschnitte 3,7 Millionen Euro investiert. Dabei sei die aktuelle Teuerung des Materials ein großes Problem. „Der laufende Meter Dachlatte kostet jetzt 1 Euro, statt der 50 Cent noch vor Kurzem“, so Lehnhoff. Ähnliche Preissteigerungen gibt es bei Stahl und Metall. Dazu kämen die Personalengpässe durch die Corona-Infektionen. „Manchmal schicken die Firmen morgens nur einen statt vier Mitarbeiter.“ Über 30 Gewerke waren und sind insgesamt an der Sekundarschule im Einsatz. „Und alles hängt ja zeitlich voneinander ab“, so Opladen.

Die Sanierung am Central ist eine von mehreren Großbaustellen. „Unser Büro war auch für Fassade und Fenster an der Schwertstraße im Einsatz, wo ich selbst zur Schule gegangen bin“, erzählt Volker Lehnhoff. Als nächstes Großprojekt stehe die Sanierung des Altbaus an der Alexander-Coppel-Gesamtschule an.

Aktuelle Schulsanierungen

Umfang: Aktuell baut das Gebäudemanagement der Stadt im Schulbereich mit einem Gesamtvolumen von rund 70 Millionen Euro.

Aktuelle Maßnahmen: Erweiterungsbau des Mildred-Scheel-Berufskollegs (Innenausbau), Erweiterungsbau des Friedrich-List-Berufskollegs (Rohbau, Dach, Fassade), Erweiterungsbauten des Technischen Berufskollegs Weyersberger Straße sowie Galvanogebäude Blumenstraße (Innenausbau), Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums Schwertstraße, Umbau und Sanierung der Sekundarschule, Sanierung der Grundschule Uhlandstraße. Darüber hinaus werden an weiteren Schulen kleinere Reparaturen und Instandsetzungen durchgeführt.

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