21 Schulen nehmen bisher teil

Energiesparen und nachhaltiges Arbeiten werden prämiert

Schulleiter Andreas Tempel eröffnete die Startveranstaltung für das Klimaprojekt in der Alexander-Coppel-Gesamtschule. Foto: Christian Beier
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Schulleiter Andreas Tempel eröffnete die Startveranstaltung für das Klimaprojekt in der Alexander-Coppel-Gesamtschule.

Projekt „Solinger Schulen für den Klimaschutz“ ist neu gestartet.

Solingen. Energie und Wasser und damit auch bares Geld zu sparen, das ist schon seit Jahren die Idee des Schulprojektes „Fifty/Fifty“. Mit einem Neustart wird das Projekt jetzt noch breiter und nachhaltiger aufgestellt. Gestern wurde mit einer Auftaktveranstaltung an der Alexander-Coppel-Gesamtschule (ACG) das neue Projekt „Solinger Schulen für den Klimaschutz“ auf den Weg gebracht. 21 Grund- und weiterführende Schulen sind auch jetzt schon wieder mit im Boot, weitere wollen folgen.

„Energie sparen, Müll trennen, Ressourcen schonen, das war uns an der Schule schon immer wichtig“, erinnert Andreas Tempel, Leiter der Alexander-Coppel-Gesamtschule an die Anfänge von „Fifty/Fifty“, zu dessen Gründungsschulen die ACG gehörte. Es gebe vielfältiges Engagement in der Schule, „und ich bin froh und stolz, Teil dessen zu sein“, so Tempel.

An dieses bereits bestehende Engagement will das neue, erweiterte Klimaschutz-Projekt anknüpfen. „Denn die Aufgabe bleibt weiterhin eine riesige Herausforderung“, skizzierte Moderatorin Ariane Bischoff, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) ließ es sich gestern Nachmittag deshalb auch nicht nehmen, persönlich den Startschuss für das neu aufgelegte Projekt zu geben. „Ich finde es fantastisch, wie sich Schülerinnen und Schüler, etwa in der Bewegung Fridays for Future, für ihre eigene Zukunft einsetzen“, betonte er. Es gehe aber auch um jeden Einzelnen. „Wir dürfen nicht nur auf die Institutionen zeigen. Die Stadt müsste, die Schule müsste, die in Glasgow oder Brüssel müssten – wir müssen erkennen, dass jede Veränderung bei uns selbst anfängt.“ Die Aktion sei ein Symbol für die Debatte, die er sich zu dem Thema an den Schulen wünsche, so Kurzbach.

Auch die Solinger Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) lobte den Ansatz, über praktische Erfahrung von Schülern und Lehrern einen persönlichen Beitrag zu leisten. Als ein Beispiel nannte sie das Engagement an der Grundschule Weyer: In Kooperation mit der Bürger-Energie Solingen betreibt die Walder Grundschule eine Solaranlage auf dem Dach. „Eine große Uhr zeigt an, wie regenerative Energie gewonnen wird, das wird schon für die Jüngsten anschaulich“, so Becker.

Stadtwerke übergaben CO2- Warngeräte für Solinger Schulen

Einer der langjährigen Partner des Projektes sind die Stadtwerke Solingen. Deren Geschäftsführer Andreas Schwarberg betonte, dass es vor allen Dingen darum gehe, Bewusstsein zu erzeugen. Als Stadtwerke wolle man da mit gutem Beispiel vorangehen, skizzierte er das Engagement bei Energy Award, Elektro-Mobilität mit den Batterie-O-Bussen, Nahwärme-Projekten und E-Fahrzeugen.

Schwarberg übergab Schulleiter Andreas Tempel das erste von 20 neu angeschafften CO2-Warngeräten. Die können interessierte Schulen samt pädagogischem Material zur Nutzung bei der Stadt erhalten.

Die Koordinierung des Projektes bei der Verwaltung hat Sven Heuermann. Er skizzierte gestern den genauen Ablauf. „Ging es beim Fifty/Fifty-Projekt hauptsächlich ums Energiesparen, so haben wir jetzt einen breiteren Ansatz von Aktivitäten, für die es ebenfalls Prämien gibt.“ Stadtradeln, Abfallvermeidung, nachhaltige Ernährung, schulisches Mobilitätsmanagement oder Kleidertauschbörsen seien solche nachhaltigen Ideen.

Auch könnten sich Schulen der Idee „Schools for Future“ des Wuppertal Instituts anschließen und ein eigenes Klimaschutzprojekt für die Schule erstellen.

Zahlreiche Vertreter der Solinger Schulen, die neu oder schon länger im Projekt dabei sind, waren anwesend und stellten sich vor. Mit im Boot sind auch die Verbraucherzentrale, Fridays for Future sowie das Energiemanagement der Stadt.

Klimaschutzprojekte an Schulen

Fifty/Fifty: Die Idee, eingesparte Energie zur Hälfte der Schule und zur Hälfte der Stadt gutzuschreiben, gibt es in Solingen seit 2000 in mittlerweile sechs Projektrunden von je drei Jahren. Zuletzt waren 21 Schulen mit 14 300 Schülern dabei. 692 Tonnen CO2 und 60 000 Euro wurden eingespart.

Kontakt: Schulen, die im neuen Projekt „Solinger Schulen für den Klimaschutz“ mitmachen wollen, können sich noch bei der Stadt anmelden. s.heuermann@solingen.de

Noch mehr zum Thema Nachhaltigkeit lesen Sie in unserer Serie „Natürlich nachhaltig“.

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