Schuljahr 2022/23

Schulanmeldung findet ohne Schlangen statt

Konrektorin Kornelia Lepke nahm an der THS die Anmeldung von Zbigniew Bartosiewicz für seinen Sohn Benjamin entgegen. Foto: Christian Beier
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Konrektorin Kornelia Lepke nahm an der THS die Anmeldung von Zbigniew Bartosiewicz für seinen Sohn Benjamin entgegen.

Für die Aufnahme der künftigen Fünftklässler haben die Schulen Termine vergeben.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Lange Warteschlangen sind Vergangenheit: An den weiterführenden Schulen sind gestern die Anmeldungen für die künftigen Fünfklässler gestartet. Wie schon im vergangenen Jahr hatten die Schulen zuvor Termine vergeben. Das neue Verfahren soll auch nach der Corona-Pandemie beibehalten werden. „Das hat sich bewährt. „Wir wissen damit, was auf uns zukommt“, erklärte Joachim Blümer, Leiter der Theodor-Heuss-Schule (THS) und Sprecher der Solinger Schulleiter.

An der THS nahm gestern ein vierköpfiges Team die Anmeldungen entgegen. Heute ist der zweite Anmeldetag, danach beginnen die Koordinierungen: Gibt es an einer Schule mehr Anmeldungen als Plätze, müssen Kinder an eine andere verwiesen werden.

Der neunjährige Julian kam gestern mit seiner Mutter Gisela Nöll an die THS. „Ich finde die Schule schön“, erzählte der Viertklässler von der Grundschule Wiener Straße. Beim Tag der offenen Tür im vergangenen Herbst habe er unter anderem in den Kunstunterricht hineingeschnuppert. „Der erste Eindruck war für uns ausschlaggebend“, sagte seine Mutter. „Die Begrüßung war nett – und das Konzept hat uns überzeugt.“ Jaroslaw Kowalczyk meldete gestern seine Tochter Barbara (9) an der THS an. „Wir kennen die Schule über Bekannte und wohnen nicht weit, so dass sie zu Fuß gehen kann.“
In der Serie „Schulwahl 2022“ haben wir alle weiterführenden Schulen in Solingen vorgestellt

Die meisten Familien kämen bestens informiert zur Anmeldung, sagte Blümer. „Die haben sich mit der Schule beschäftigt, und waren zudem beim Tag der offenen Tür.“ Es gebe jedoch auch verstärkt Familien, die gut begleitet werden müssten. Manche hätten nicht gewusst, dass ein Termin reserviert werden sollte oder dass eine Anmeldung nur an einer einzigen weiterführenden Schule möglich sei. Mit 110 Kindern, für die ein Anmeldetermin vereinbart wurde, sei die vierzügige THS gut gefüllt, sagte Joachim Blümer. In der kommenden Woche werden die Koordinierungsgespräche mit den anderen beiden Solinger Realschulen stattfinden.

Für Familien in Quarantäne gab es Videokonferenzen

Diese stehen am Montag auch an den Gesamtschulen an. Andreas Tempel, Leiter der Alexander-Coppel-Gesamtschule (ACG), geht auch in diesem Jahr wieder von einem Anmeldeüberhang für seine Schule aus. Es seien mehr Termine vereinbart worden, als Plätze vorhanden seien. „Hinzu kommen einige wenige Familien, die nicht wussten, dass ein Termin gemacht werden musste.“ 162 Kinder kann die sechszügige Gesamtschule aufnehmen. Ein achtköpfiges Team war gestern damit beschäftigt, die Gespräche mit den Familien zu führen und die Daten der Kinder aufzunehmen. „Es ist schön, dass die Gespräche nun so gestaffelt stattfinden“, sagte Tempel. „Früher gab es oft schon morgens um Viertel vor acht eine lange Warteschlange.“

Cassandra Einsle meldete gestern ihre Zwillinge Leo Dean und Ben Jayden an der Wupperstraße an. Die beiden Zehnjährigen wollen in die Sportklasse. Das Angebot der Schule sei vielfältig, lobte die Mutter. „Und sie bietet Unterstützung beim Förderbedarf.“

Dr. Olaf Noll, Leiter der Friedrich-Albert-Lange-Schule (FALS), erwartet ebenfalls wieder einen „deutlichen Überhang“. 15 Lehrkräfte waren am ersten Anmeldetag im Einsatz. Für die Schüler und Schülerinnen fand derweil ein Wandertag statt. Die Termine hatte die Walder Gesamtschule über ein Online-Tool vergeben.

Digital sei für manche Familien auch die Anmeldung abgelaufen, berichtete Noll. „Für die, die in Quarantäne sind, führen wir das Gespräch per Videokonferenz. Die Unterlagen schicken uns die Familien dann per Post zu.“

Verfahren

Termin: Die erste Runde des Anmeldeverfahrens läuft noch bis heute. Für Kinder, die an der Wunschschule abgelehnt werden, gibt es individuelle Termine an einer anderen Schule.

Zahl: Rund 1250 Kinder wechseln im Sommer an die weiterführende Schule, heißt es von der Stadt.

Aufnahme: Die Eltern sollen bis Anfang März informiert werden, ob ihr Kind an der Wunschschule aufgenommen oder abgelehnt wurde.

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