Wanderausstellung

So schützen Sie sich richtig gegen Trickbetrüger

Acht Banner in der Sparkasse halten wertvolle Tipps gegen Betrüger bereit. Foto: Michael Schütz
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Acht Banner in der Sparkasse halten wertvolle Tipps gegen Betrüger bereit.

Mit der Ausstellung „Klüger gegen Betrüger“ machen Polizei und Stadt-Sparkasse auf kriminelle Muster aufmerksam.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Acht Banner mit großen roten Warndreiecken und der Aufschrift „Achtung“ stehen derzeit in der Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen. „Klüger gegen Betrüger“ lautet die Ausstellung der Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Polizei, die noch bis Freitag, 16. Oktober, an der Kölner Straße zu sehen ist. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie sich insbesondere ältere Menschen beispielsweise vor Trickbetrügern schützen können. Denn Menschen, die auf einen Trickbetrug reinfallen, seien nicht nur finanziell geschädigt, sondern fühlten sich auch verletzt und beschämt, erklärt der Wuppertaler Polizeipräsident Markus Röhrl. Das ST hat deshalb ein paar Tipps zusammengestellt, um zu erkennen, nach welchen Mustern die Täter vorgehen, und wie sich dagegen gewehrt werden kann.

Falsche Polizeibeamte am Telefon: Kriminelle geben sich am Telefon als Polizeibeamten aus und geben vor, dass sich das Hab und Gut des Angerufenen in Gefahr befindet. Die Betroffenen sollen Bargeld und Wertgegenstände deshalb in die Hände der Polizei – in dem Falle der falschen – übergeben. Das Ziel der Täter sei es, das Opfer in den Zustand völliger Kopflosigkeit zu treiben, damit es alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord wirft und froh ist, Wertsachen in sichere Obhut zu geben. Des Öfteren sei bei einem Anruf auch die örtliche Telefonvorwahl in Kombination mit der Notruf-Nummer 110 zu sehen. Die Polizei rät: Nicht ans Telefon gehen, wenn eine Notrufnummer eingeblendet wird. Sollte der Betrug erst während des Gesprächs auffallen, den Namen des Anrufers ermitteln und der echten Polizei den Vorfall schildern. Zudem fordert die Polizei niemals, Wertgegenstände ausgehändigt zu bekommen.

Enkel-Trick: Auch der Enkel-Trick ist bei Betrügern beliebt. Dabei erschleichen sich die Anrufer den Namen eines Verwandten der Person, die sie anrufen, und schildern dann unter diesem Namen eine Notlage für die Geld benötigt wird, dass dann meist an einen Boten übergeben werden soll. Wer so einen Anruf erhält, sollte misstrauisch werden, wenn ein Gespräch mit einem Ratespiel zum Namen des Anrufers beginnt. Wenn Geld gefordert wird, sollte das Gespräch beendet und keine privaten finanziellen Details genannt werden. Auch hier gilt wieder: Geld niemals fremden Personen mitgeben.

Handwerkertrick: Manchmal handeln Trickbetrüger auch zu zweit, beispielsweise beim Handwerkertrick. Dabei geben sich Personen als Handwerker, Dachdecker oder Wasserwerker aus. Während der eine die handwerklichen Arbeiten – mal mehr und mal weniger nach Vorschrift – ausführt, durchsucht der andere den Raum nach Wertgegenständen. Zudem kann es sein, dass der angebliche Handwerker vorgibt, besonders viele Schäden beheben zu müssen. Tipp: Holen sie sich in dem Fall ein weiteres Angebot ein, dabei kann sich herausstellen, dass die Arbeiten nicht notwendig sind. Und nie bar bezahlen.

Taschendiebstahl: Auch Taschendiebe arbeiten häufig nicht alleine. Der Erste lenkt ab, der Zweite stiehlt die Beute und übergibt sie an den Dritten, der damit abhaut. Damit die Täter nichts oder wenig erbeuten, empfiehlt die Polizei, nur das Nötigste an Gegenständen in Hand- und Hosentaschen mitzuführen. Bargeld, EC-Karten oder Ähnliches sollte immer nah am Körper aufbewahrt werden. Handtaschen müssen stets geschlossen sein, der Verschluss zum Körper gerichtet. Besonders im Gedränge darauf achten.

Generell gilt, wenn etwas nicht seriös rüberkommt, immer die Polizei über die Notrufnummer 110 informieren. Sollten EC-Karten oder Kreditkarten geklaut worden sein, können diese unter Tel. 11 61 16 gesperrt werden.

Ausstellung

Wanderausstellung: Die Wanderausstellung in der Hauptstelle der Stadt-Sparkasse, die in Zusammenarbeit mit der Polizei der Stadt entstanden ist, ist vom 12. bis 16. Oktober zu sehen. Anschließend macht sie jeweils für eine Woche in den Sparkassen Remscheid und Wuppertal Halt. Eine Broschüre informiert zusätzlich über das Thema.

Weitere Informationen der Polizei: Zusätzlich ist von Montag bis Freitag zwischen 11 und 13 Uhr eine weitere Service-Nummer, Tel. (02 02) 2 84 – 18 02, in der Polizei Dienststelle Kriminalprävention / Opferschutz für Fragen freigeschaltet.

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