Für die dritten Klassen

Schüler erlebten Bestsellerautorin hautnah

Die Kinderbuchautorin Alice Pantermüller war gestern in der Stadtbibliothek zu Gast und las vor Kindern der Schulen Westersburg und Klauberg aus ihren Büchern. Foto: Tim Oelbermann
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Die Kinderbuchautorin Alice Pantermüller war gestern in der Stadtbibliothek zu Gast und las vor Kindern der Schulen Westersburg und Klauberg aus ihren Büchern.

Alice Pantermüller las aus ihren Büchern „Lotta-Leben“ und „Florentine Blix“.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Eine echte Bestsellerautorin, jemanden, den man sonst nur von den Buchdeckeln der „Lotta-Leben“-Bücher kennt, konnten die Grundschüler der Schulen Westersburg und Klauberg gestern Morgen in der Stadtbibliothek kennenlernen. Die bekannte Autorin Alice Pantermüller war zu Gast in Solingen und stellte den dritten Klassen „Lotta-Leben – Im Zeichen des Tapirs“ vor. Für die vierten Klassen hatte sie im Anschluss ihr vor drei Wochen erschienenes Buch „Tatort der Kuscheltiere“ aus der neuen Kinderbuchreihe „Florentine Blix“ im Gepäck.

„Es ist so schön, endlich wieder vor Kindern zu lesen“, betonte die preisgekrönte Autorin vor der Lesung im Gespräch mit dem ST. „Ich habe in der Corona-Zeit nicht wirklich gelitten, ich konnte ja schreiben, hatte viel um die Ohren und einige Online-Lesungen, aber live sind die Reaktionen der Kinder natürlich viel direkter“, sagte Pantermüller. Die aus einem Dorf bei Celle stammende Kinderbuchautorin machte nach Lesungen in Hannover und Haltern gestern Station in Solingen.

Solche Veranstaltungen seien absolute Highlights für die Kinder, freute sich Bibliothekarin Charlotte Struckmeier, „Es ist schön, zu erleben, dass die Kinder- und Jugendbibliothek jetzt auch wieder voller wird.“ Für die besondere Autorenlesung hatte sie mit den Schulen Westersburg und Klauberg die beiden Kooperations-Grundschulen der Stadtbibliothek eingeladen.

In der ersten Lesung erhielten die Klasse 3a der Westersburg und die 3e aus Klauberg Einblicke in das Leben von Lotta. Auch deren Zwillingsbrüder Jakob und Simon kannten viele Kinder aus den Büchern. „Die beiden habe ich nach meinen mittlerweile erwachsenen Söhnen benannt“, verriet die Autorin, die selbst im „Lotta-Alter“ waren, als ihre Mutter 2012 das erste „Lotta-Leben“-Buch schrieb.

„Lotta-Leben“-Bücher sind in 30 Sprachen übersetzt

Mittlerweile ist mit „Im Zeichen des Tapirs“ der 18. Band erschienen. Die Bücher, die immer wieder auf Bestseller-Listen auftauchen, sind in 30 Sprachen übersetzt – von Chinesisch bis Arabisch, von Ukrainisch bis Türkisch und sogar in Isländisch. Die Illustrationen zu den Comic-Tagebüchern von Lotta macht Daniela Kohl. Am 18. August erscheint der zweite Kinofilm zum Buch.

Unterhaltsam erzählte Alice Pantermüller von Lotta und ihren Freunden Cheyenne, Paul und dem französischen Austauschschüler Rémi, die gemeinsam die Bande „Die wilden Kaninchen“ bilden. So ganz nebenbei und veranschaulicht mit vielen Zeichnungen aus dem Buch, erklärte die Autorin das Sonnensystem – die acht um die Sonne kreisenden Planeten, die Lotta und ihre Freunde für ein Physik-Projekt nachbauen möchten. Und dabei konnte dann auch gleich die Frage geklärt werden, was Pappmaché ist und wie man es herstellt.

Kluge Dinge kann man also aus den „Lotta-Leben“-Büchern lernen, etwa von dem schlauen Paul, der in Physik „eins“ steht oder von Lotta, die herausfindet, dass im Internet auch viel Quatsch steht.

Die Grundschüler gestern in der Stadtbibliothek waren auf jeden Fall begeistert. „Es ist so schön, den Schülern solche Veranstaltungen wieder bieten zu können“, betonte auch Jette Jechow, Klassenlehrerin der 3e der Grundschule Klauberg. In den vergangenen zwei Jahren der Pandemie sei vor allen Dingen für die Kinder und Jugendlichen so viel ausgefallen. „Die Kinder haben sich auf die Veranstaltung in der Stadtbibliothek riesig gefreut.“ Viele von ihnen hätten auch Büchereiausweise und würden die Kinder- und Jugendbibliothek kennen.

„Besonders toll war, die Autorin zu treffen, von der wir auch in der Klasse schon einige Bücher gelesen haben“, sagte die Lehrerin.

Stadtbibliothek

Autorenlesung: Als nächstes ist für den Oktober die Lesung mit Jörg Hilbert („Ritter Rost“) geplant.

Veranstaltungen: Auch der MINT-Tag oder die „Tage der kleinen Forscher“ in Kooperation mit den Kitas sollen wieder stattfinden.

Führungen: Auch zu Führungen durch die Stadtbibliothek können sich Klassen anmelden.

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