Orchestererlebnis

Schüler entdecken mit Eulenspiegel klassische Musik

Moderiert werden die Schülerkonzerte von Michael Forster. Orchestermusiker Robin Chadwick lieferte dazu lustige Zeichnungen. Foto: Christian Beier
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Moderiert werden die Schülerkonzerte von Michael Forster. Orchestermusiker Robin Chadwick lieferte dazu lustige Zeichnungen.

Bergische Symphoniker spielen für Sechstklässler Werke von Richard Strauss.

Von Moritz Berger

Solingen. Es ist ein braver Applaus, den die Sechstklässler den Bergischen Symphonikern spendieren – nach einer Dreiviertelstunde intensiven Orchestererlebnisses, das den Schülerinnen und Schülern im Theater gestern und noch heute erste Berührungspunkte mit der klassischen Musik verschaffen soll.

Dafür spielt das Ensemble die sinfonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ von Richard Strauss. Im Pina-Bausch-Saal wird es etwas wuselig, während die Orchestermusiker gerade dabei sind, sich einzuspielen. Mehrere Dutzend Kinder werden von ihren Lehrerinnen und Betreuern halbwegs geordnet zu den tiefroten Sesseln gelotst.

So können Dirigentin Ina Stoertzenbach und Moderator Michael Forster pünktlich die Bühne betreten, um gemeinsam mit den Sechstklässlern in die Welt der Orchesterklänge einzutauchen.

An Forster liegt es, die Erzählungen mit der Musik von Richard Strauss in einen Zusammenhang zu bringen. Deshalb erzählt er keineswegs nur die Geschichte um den Schelm Till Eulenspiegel, der mit seinen gewitzten Streichen – der Überlieferung nach – den Mitmenschen ihre Unvollkommenheit präsentierte.

Passende Karrikaturen ergänzen die Geschichten

Vielmehr gelingt es Forster, darzustellen, wie Richard Strauss die Gaukelei Eulenspiegels musikalisch umgesetzt und welche Instrumente er dafür vorgesehen hat. „Irgendwann wird Till Eulenspiegel größenwahnsinnig und ganz unangenehm“, führt Forster aus, um zu erklären, weshalb die Musik so „laut, hart und brutal“ klinge. Damit nimmt er Bezug auf den Klang des Orchesters, das unter der Leitung Stoertzenbachs stets die passende Stelle aus Strauss’ Dichtung spielt. Der Komponist ist bekannt für seine Fähigkeit, Geschichten in Klänge zu übersetzen und damit akustische Bilder entstehen zu lassen. Damit die Geschehnisse um Till Eulenspiegel trotz alledem auch visuell erfahrbar sind, arbeitete Orchestermusiker Robin Chadwick gleichzeitig an passenden Karikaturen, die die Geschichten ergänzen.

So entstanden witzige Bilder von Eulenspiegel auf einem Esel bis hin zu einer Verkleidung des gewitzten Schelms als Priester. Sie veranschaulichten schließlich auch den Höhepunkt des Konzertes: die Darbietung der gesamten sinfonischen Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“. Unter der Leitung der diesjährigen Stipendiatin der Orchesterakademie, Ina Stoertzenbach, führen die Bergischen Symphoniker Strauss’s Werk auf. Dabei lassen sich immer wieder auch jene Klänge hören, die zuvor gemeinsam mit Michael Forster entdeckt wurden.

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