Höhenunterschiede werden ausgeglichen

Schotter soll die Verkehrssicherheit auf der Trasse erhöhen

Laut Angaben der Stadt werden zu große Höhenunterschiede zwischen Asphalt und Seitenstreifen mit dem Schotter behoben. Foto: Björn Boch
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Laut Angaben der Stadt werden zu große Höhenunterschiede zwischen Asphalt und Seitenstreifen mit dem Schotter behoben.

Der ADFC fordert, die Korkenziehertrasse zu verbreitern, wo es baulich und räumlich möglich ist.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Seine jüngste Radtour auf der Korkenziehertrasse hat Lutz Stamm verwundert zurückgelassen. Auf Höhe des Tunnels Wupperstraße seien Arbeiter damit beschäftigt gewesen, Schotter links und rechts der Strecke aufzuschütten. Nicht nur in diesem Bereich befinde sich bereits „jede Menge dieses Schotters“ auf der Fahrbahn, berichtet der ST-Leser. Er befürchtet nicht nur platte Reifen, sondern auch Sturz- und Stolpergefahr. „Was hat sich die Stadt denn dabei gedacht?“, fragt er.

„Es zählt jeder Zentimeter, um Konflikten vorzubeugen.“

Bernhard Stoer, ADFC Solingen

Die Maßnahme diene der Verkehrssicherheit, heißt es dazu auf ST-Anfrage aus dem Rathaus. Der Schotter werde an Stellen der Korkenziehertrasse aufgebracht, „an denen durch Materialabtrag eine steile Kante vom Asphalt zu dem angrenzenden Seitenstreifen entstanden ist“. Konkret werden Höhenunterschiede von mehr als drei Zentimetern behoben. Das soll, falls es zu einem ungewollten Verlassen der Fahrbahn kommt, Stürze verhindern.

Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich der städtischen Pressestelle zufolge auf rund 30 000 Euro. Die Finanzierung erfolge aus dem Budget für die laufende Unterhaltung.

Wie Teile des Schotters auf die Fahrbahn gelangen, darüber kann die Stadt laut eigenen Angaben nur Vermutungen anstellen: „Eventuell weichen Fahrradfahrer oder Mountainbiker auf den Schotter aus und transportieren auf diese Weise Material auf die Trasse.“ Die Verwaltung möchte das Problem angehen. In die Oberfläche des Schotters werde in Kürze feineres Material eingebracht. Diese Maßnahme soll erschweren, dass Steine auf die Trasse geraten.

Ausdrücklich betont die Stadt, dass die Schotterstreifen nicht zum Befahren und damit als Verbreiterung der Trasse gedacht sei. Bernhard Stoer bedauert das. „Wir haben mit dem Schotter an sich kein Problem, bislang haben uns keine Beschwerden erreicht“, erklärt der Sprecher der Solinger Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Er würde sich jedoch wünschen, dass die Korkenziehertrasse links und rechts erweitert wird, wo es baulich und räumlich möglich ist.

„Es zählt jeder Zentimeter, um Konflikten vorzubeugen“ betont Bernhard Stoer. Er befürchtet, dass es auf der beliebten Route zukünftig vermehrt zu Spannungen zwischen den Nutzergruppen kommen könnte. Die Zahl der Radfahrer nehme beständig zu, die Bedeutung der Trasse ebenfalls. Immer wieder mahne der ADFC deshalb an, dass mehr Platz benötigt werde.

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