Neue Anlage

Schönauen investiert 1,5 Millionen Euro in Waschcenter

Die Verantwortlichen der Schönauen-Gruppe und das Team das Waschcenters präsentieren die neue Anlage an der Kottendorfer Straße.
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Die Verantwortlichen der Schönauen-Gruppe und das Team das Waschcenters präsentieren die neue Anlage an der Kottendorfer Straße.

Der Standort an der Kottendorfer Straße eröffnet neu. Teil der Unternehmens-Strategie ist Diversifizierung.

Von Manuel Böhnke

Solingen. An Aufgaben mangelte es nicht: Hallen besichtigen, Testberichte studieren, Abläufe koordinieren. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut“, betont Franz-Josef Schönauen. Nun steht seine Unternehmensgruppe kurz vor der Eröffnung des neuen Autowaschcenters „Schönsauber“ an der Kottendorfer Straße. Rund 1,5 Millionen Euro sind in den Neubau geflossen. Samstag startet der Betrieb.

Der Standort ist nicht neu. Bis zum vergangenen Jahr befand sich eine Waschstraße auf dem Gelände des Autohauses. Diese betrieb nicht Schönauen, sondern ein Duisburger Pächter. Die Verantwortlichen entschieden, das Thema selbst in die Hand zu nehmen und die Anlage zu ersetzen.

Verantwortlich für das Projekt ist Mario Islic, Leiter des Bereichs Miete. Er erläutert die Funktionsweise des Waschcenters. Alle Programme beinhalten demnach eine händische Vorwäsche. Es folgen Hauptwäsche und Trocknung, auf Wunsch biete das 13-köpfige, vom Vorgänger übernommene Team Innenraumreinigung an. Pro Stunde lassen sich 20 Fahrzeuge abwickeln.

Außen- und Innenreinigung zählen in Ohligs zum Angebot. Der Neubau hat rund 1,5 Millionen Euro gekostet.

„Das ist Hightech“, sagt Franz-Josef Schönauen mit Blick auf die Investition. Islic verweist auf lackschonende Materialien sowie den verhältnismäßig geringen Verbrauch von Wasser und Chemie. 98 Prozent der Flüssigkeit werden demnach im Anschluss an die Wäsche aufbereitet und kommen wieder zum Einsatz. Für Fahrzeuge mit maximaler Höhe von 2,40 Metern sei die Anlage geeignet. Größere Modelle werden nach Terminabsprache per Hand gesäubert.

Schönauen zufolge sei der Standort bereits vor dem Neubau beliebt gewesen. In knapp vier Jahren seien 200 000 Wäschen durchgeführt worden.

„Das ist Hightech.“

Franz-Josef Schönauen über die neue Anlage

Mit dem Waschcenter setzt die Schönauen-Gruppe ihre Diversifizierungsstrategie fort, „um wirtschaftliche Einflüsse kompensieren zu können“, betont Franz-Josef Schönauen. Dieses Ziel verfolgt der 67-Jährige, seit er 2004 das Solinger Autohaus Bonsmann übernommen hat. Sukzessive ist die Gruppe in den Folgejahren gewachsen. Heute besteht sie aus acht Betriebsstätten mit rund 200 Mitarbeitern. Der Gesamtumsatz liegt bei rund 80 Millionen Euro pro Jahr.

Franz-Josef Schönauen sieht sein Unternehmen „mit allen Gesellschaften auf der Erfolgsspur“. Sein Sohn Thomas untermauert das. 2021 habe man mehr als 4000 Fahrzeuge ausgeliefert – etwa die Stückzahl der Vorjahre. Das sei vor allem auf den den steigenden Absatz bei Gebrauchtwagen zurückzuführen. Wegen des Halbleitermangels seien hingegen weniger Neuwagen produziert worden.

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2022 setzt sich der Trend fort: Der Absatz gebrauchter Fahrzeuge habe „noch einmal kräftig zugelegt“. Der Vertrieb von Neuwagen bewege sich auf Vorjahresniveau, etwa die Hälfte der Verkäufe entfalle auf Hybrid- und Elektromodelle. Noch habe man gut zu tun, betont Thomas Schönauen. Allmählich mache sich die gesamtwirtschaftlich angespannte Lage jedoch bemerkbar: „Die Auftragseingänge sind rückläufig.“

Den Krieg in der Ukraine mit all seinen Folgen verfolge er mit Sorge, erklärt Franz-Josef Schönauen. Gleichzeitig macht er deutlich, die Zukunftsplanungen der Gruppe davon nicht beeinflussen lassen zu wollen. Diese sehen vor, das Angebot an der Kottendorfer Straße zu erweitern. In Zusammenarbeit mit zwei Solinger Unternehmen soll es einen Smart-Repair-Service bei kleinen Lackschäden und Beulen geben. Zudem existieren Pläne, den Waschplatz an der Weyerstraße zu übernehmen. Dieser befindet sich im Eigentum der Gruppe, wird derzeit noch von einem Wuppertaler Unternehmen betrieben.

Neben Franz-Josef und Thomas Schönauen komplettiert Michael Kotlenga die Geschäftsführung der Schönauen Autohaus GmbH & Co. KG. Er betont, dass die Elektromobilität im Service-Bereich an Bedeutung gewinne. Dieser Entwicklung stelle sich die Gruppe ebenso wie der Digitalisierung. Darüber hinaus beschäftige man sich „sehr intensiv“ mit dem Thema Camping. Das Miet-Angebot in diesem Bereich soll ausgebaut werden.

Die Schönauen-Gruppe stellt sich für die Zukunft auf – auch personell. Der Senior-Chef kündigt an, dass perspektivisch seine Söhne Thomas und Sebastian sowie Michael Kotlenga das Unternehmen vertreten werden. Geplant sei, die Geschäfte sukzessive zu übertragen. Einen festen Zeitpunkt dafür gebe es nicht. Noch möchte er die Entwicklung aktiv begleiten.

Eröffnung

Das Waschcenter „Schönsauber“ feiert am Samstag, 29. Oktober, ab 10 Uhr Eröffnung. Bis 17 Uhr werden Autos für 10 Euro von außen und innen gereinigt. Die vollständigen Einnahmen spendet die Schönauen-Gruppe an die Aktion Lichtblicke. Das Angebot gilt für Pkw mit „normaler Verschmutzung“.

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