Schneidwarensamstag trifft auf großes Interesse der Kunden

Waren als Nachwuchskräfte im Verkauf dabei (von links): Carla Born, Luca Capozza und Liv Ascherl. Foto: Christian Beier
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Waren als Nachwuchskräfte im Verkauf dabei (von links): Carla Born, Luca Capozza und Liv Ascherl.

Güde bestritt die Veranstaltung in diesem Jahr allein

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Es kommt nicht oft vor, dass ein Solinger Messer, bevor es in die Hände eines Kunden kommt, bereits eine Reise um die halbe Welt hinter sich hat. Doch das konnte man am Samstag beim 13. Schneidwarensamstag bei der Messer-Manufaktur Güde an der Katternberger Straße erfahren. In diesem Jahr feiert das Familienunternehmen – an der Spitze Dr. Karl Peter Born samt Ehefrau Claudia und Tochter Carla – „111 Jahre Güde“. „Wir haben dazu die nummerierte Sonder-Edition ‚The Knife.Jade’ aufgelegt: 100 Messer aus Edelstahl, 11 Messer aus Damaszenerstahl, alle mit einem Handgriff aus Jade“, erläutert Firmenchef Born.

Auf der Südinsel Neuseelands sind die Hauptfundorte des grünen Steins, und die Anregung kam von einem neuseeländischen Künstler, der dort aus Jade Schmuck macht. Born: „Da werden unsere Messer mit dem Jade-Handgriff versehen und nach Solingen zurückgeschickt.“ Messer von dieser Qualität haben natürlich ihren Preis, das Damaszener-Messer kostet 3300 Euro, die aus Edelstahl 1300 Euro.

Die Kunden, die am Samstag die laufende Produktion besichtigten und aus dem reichhaltigen Angebot auswählen konnten, mussten aber weniger Geld ausgeben. Vor allem am 1b-Stand, den Carla Born betreute, gab es Schnäppchen: „Die sind von der Qualität genauso gut wie die 1a-Ware, haben aber vom Aussehen kleine Mängel.“

In der Corona-Krise kochen die Menschen mehr zu Hause

Von den 28 Betriebsangehörigen waren bei laufender Produktion 25 im Einsatz. Dr. Karl-Peter Born: „Alle geimpft, die anderen haben wir zu Hause gelassen, um die Corona-Bedingungen zu erfüllen.“ Die Gäste mussten Nachweise entsprechend den 3G-Regeln mitbringen, die Angebote wurden in größeren Abständen präsentiert, auf Speisen und Getränke hatte man verzichtet.

Wer seine Messer zum Schärfen mitgebracht hatte, wurde ebenfalls bedient. Silvia Lorenz, normalerweise im Marketing eingesetzt, übernahm gerne die Betreuung eines Standes: „Ich arbeite in einem kleinen Familienunternehmen, und da macht jeder auch alles.“

Der Schneidwarensamstag hat eine große Tradition. Die Solinger Mitstreiter Niegeloh, Kretzer und Herder hatten wie im Vorjahr aus Sorge vor Ansteckungen auf die Teilnahme verzichtet, wollen aber 2022 wieder dabei sein. Obwohl Güde den Schneidwarensamstag nur wenig bekanntgemacht hatte, damit es im Betrieb nicht zu voll wurde, kamen viele Kunden, auch weit über Solingen hinaus.

Den Grund für das große Interesse nannte Born: „Corona hat dazu geführt, dass die Leute mehr zu Hause kochen, und da gehören gute Messer einfach dazu.“

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