Unser Leben mit Hund

Schnauzer-Welpe Mascha gehört jetzt zur Familie

Dreh dich im Kreis: Mit Hilfe von Leckerli gelingen der achtjährigen Nina schon kleine Kunststücke mit Mascha. Foto: Christian Beier
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Dreh dich im Kreis: Mit Hilfe von Leckerli gelingen der achtjährigen Nina schon kleine Kunststücke mit Mascha.

In einer neuen Serie berichtet ST-Redakteurin Anja Kriskofski über „Unser Leben mit Hund“. So wie in vielen Familien hat die Corona-Pandemie auch in ihrer Familie den letzten Anstoß für den Entschluss „Ja, wir möchten einen Welpen aufnehmen“ gegeben. Wie läuft seriöse Welpenvermittlung? Was müssen Hundebesitzer in Solingen beachten? Und welche Tipps gibt es? Darum geht es in dieser Serie.

Solingen. Seit Pfingstsonntag ist sie bei uns: Mascha, unsere jetzt elf Wochen alte Mittelschnauzerhündin. Seitdem bestimmt sie unseren Alltag. Das Leben mit einem Welpen ist schön, aber durchaus anstrengend. Wie es uns mit Mascha ergeht, berichte ich in den kommenden Wochen in der Serie „Unser Leben mit Hund“.

Schon länger haben wir mit dem Gedanken gespielt, uns einen Vierbeiner zuzulegen. Ich bin mit einem Hund aufgewachsen, unserem Mischlingsrüden Charly. Ich fand es als Jugendliche schön, mit ihm zu spielen, zu kuscheln oder auch mal allein mit ihm spazieren zu gehen. Heute sind unsere Kinder Nikolas (15), Erik (13) und Nina (8) in einem Alter, in dem sie sich mit um ein Tier kümmern können. Außerdem sind wir gerne draußen unterwegs. Und ja: Die Corona-Pandemie hat uns die Entscheidung erleichtert. Da ich derzeit noch im Homeoffice arbeite, kann ich mich in Maschas ersten Wochen bei uns besser um sie kümmern. Später wird sie an mehreren Vormittagen allein zu Hause sein.

Unsere Wahl fällt schließlich auf einen Mittelschnauzer. Mein Mann war als Jugendlicher angetan von den Riesenschnauzern seiner Schwester. Der Mittelschnauzer ist die kleinere Standard-Variante, eine familienfreundliche, robuste Rasse, die früher zur Rattenjagd eingesetzt wurde. Die Hunde erreichen rund 50 cm Schulterhöhe, für uns die ideale Größe. Über eine Empfehlung stoßen wir auf einen Schnauzerzüchter im Harz.

Züchter bekommt „Anfragen ohne Ende“

An einem Februartag stellen wir uns bei einem Ein-Tages-Trip in Sachsen-Anhalt vor: Wegen Corona findet das Treffen draußen statt. Bernd und Sabine Sander wollen die Menschen, denen sie später einen Welpen verkaufen, zuvor persönlich kennenlernen. „Die Chemie zwischen uns muss einfach passen und natürlich auch die Gegebenheiten in den Familien“, sagt Bernd Sander. Er bekomme derzeit „Anfragen ohne Ende“. Das hat auch etwas mit Corona zu tun.

Wir sind begeistert von seinen beiden Hündinnen: lebhafte, gutmütige Tiere, die mit den Kindern spielen und Tennisbällen hinterherhechten. Und die uns mit ihren lustigen Schnauzbärten und den über die Augen hängenden Haaren einfach gut gefallen.

Knapp einen Monat später werden drei Rüden und vier Hündinnen geboren. Ab sofort werden wir jede Woche mit Videos und Fotos aus dem Welpenhaus versorgt. Sehen, wie aus schwarzen Winzlingen, die zur Unterscheidung rote und blaue Markierungen auf dem Fell haben, pfeffer-salz-farbene Welpen werden, die im Freilauf toben. Dass wir Mascha bekommen, erfahren wir erst eine Woche vor Pfingsten. Denn welcher Hund zu wem passt, wählen die Züchter selbst aus. „In den acht Wochen sehe ich, welchen Charakter die Welpen haben.“

Die Ankunft im neuen Zuhause ist für den Welpen aufregend

Am Pfingstsonntag machen wir uns erneut auf den Weg in den Harz. Als wir Mascha zum ersten Mal sehen, wetzt sie mit einer ihrer Schwestern über den Hof. Ein aufgeweckter, kleiner Hund, der überall aufgeregt schnüffelt und eine Art weiße „Brille“ um die Augen hat. Es ist ein unwirkliches Gefühl: Das ist unser Hund. Ein Teil unserer Familie für hoffentlich viele Jahre.

Auf der Fahrt nach Hause halte ich sie auf dem Schoß. Sie zittert, alles ist ihr fremd: die Autofahrt, wir. Bis wir in Solingen ankommen, kotzt sie vier Mal im Auto. Der Züchter hatte uns darauf vorbereitet. Mit Papiertüchern und Mülltüte lässt sich der Mageninhalt aus feuchten Trockenfutterresten gut auffangen. Nichts geht daneben. Bei einer Pause auf einem Feldweg lässt sich Mascha herumführen und schläft dann im Auto sogar ein.

In Solingen angekommen, läuft unser neues Familienmitglied zunächst fiepend und winselnd durchs Haus. Doch sie frisst schließlich auch und spielt mit den Kindern im Garten. Wie sie dort dem Ball hinterherjagt und bellt, wirkt sie schon ein bisschen angekommen. Und auch wir sind angekommen in unserem neuen Leben mit Hund.

Die Serie

In den kommenden Wochen berichtet ST-Redakteurin Anja Kriskofski in der Serie „Unser Leben mit Hund“ darüber, was sie und ihre Familie mit Mascha erleben - hier geht´s zu allen Texten.

Die nächsten Folgen:

1. Wie erziehe ich meinen Welpen? Sauberkeit, Beißen und andere „Herausforderungen“.
2. Welpe Mascha testet die Auslaufwiese im Bärenloch
3. Welche Regeln in Solingen für die Anmeldung eines Hundes gelten.

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