Kran ist mehr als drei Stunden im Einsatz

Schleiferei Wipperkotten erhält ein neues Wasserrad

Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens. Das Team von Ralf Stöcker fixierte es provisorisch. Danach folgt der Einbau der Welle und der Schaufelblätter. Foto: Tim Oelbermann
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Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens. Das Team von Ralf Stöcker fixierte es provisorisch. Danach folgt der Einbau der Welle und der Schaufelblätter.

Um 8 Uhr kam der 48 Tonnen schwere Kran am Donnerstag auf dem Parkplatz am Wipperkotten an. Der Einsatz galt dem 1,7 Tonnen schweren und 3,80 Meter hohen neuen Wasserrad für die Schleiferei im Wipperkotten. 

Von Philipp Müller

Solingen. Geht es nach Reinhard Schrage, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Schleiferei Wipperkotten, dann könnten Mitte November nicht nur Besucher wieder im Wipperkotten vorbeischauen, auch das Wasserrad soll sich dann wieder drehen. Am Donnerstag hob ein Kran der Firma Schwientek in einer mehrstündigen Aktion das Holzrad an seine Position am Kotten. Frühestens kommende Woche wollen die Spezialisten von Stöcker aus Burscheid die Welle mit dem Rad verbinden. Dann können die Riemen wieder angetrieben werden, mit denen die Schleiferei zum Leben erwacht.

In der Nacht zum 15. Juli hatte die Wupperflut 2,18 Meter hoch im Kotten gestanden. Der Förderverein betreibt den hinteren Teil des Doppelkottens (siehe unten). In den Tagen danach wurde mit vielen Helfern Inventar gerettet, anderes entsorgt und dafür Sorge getragen, dass das Fachwerk wieder trocknen konnte.

„Wir sind der einzige Kotten, in dem noch mit Wasserkraft gearbeitet wird.“

Reinhard Schrage, Wipperkotten

Auf 250.000 Euro Sanierungsbedarf schätzt Schrage die Kosten. Davon entfallen allein 100.000 auf das neue Wasserrad, eine neue Antriebswelle und den Wiederaufbau des Radhauses nebst Radschütz oberhalb des Wassergrabens. In dem fließt die Wupper und setzt das Wasserrad in Schwung. Dessen Austausch war vor dem Hochwasser geplant. Solche Räder müssen regelmäßig ersetzt werden, um auch weiterhin dem Ruf des Kottens gerecht zu werden. „Wir sind der einzige Kotten, in dem noch mit Wasserkraft gearbeitet wird“, ist Schrage stolz auf die Tradition.

Neues Wasserrad für den Wipperkotten

Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.
Das war Millimeterarbeit: Experten der Firma Schwientek aus Leverkusen hoben das neue Wasserrad genau in das Radhaus des Wipperkottens.  © Tim Oelbermann

Die Gräben vor und hinter dem neuen Rad müssen ausgebaggert werden. Im Kotten muss weiterhin aufgeräumt werden. Das Team von Ralf Stöcker saniert zusätzlich innen. Auf den Wiederbeginn warten auch Ralf Jahn und Herbert Loos. Letzterer arbeitet seit 50 Jahren im Wipperkotten. Das will der Verein im November in der Gesenkschmiede Hendrichs feiern. Jahn und Loos schleifen nicht nur auf eigene Rechnung, sie unterstützen den Förderverein auch bei der Produktion von dessen Messerserie. Der Verkauf dient dazu, 10.000 Euro Betriebskosten im Jahr zu decken.

Um die Viertelmillion Euro Sanierungskosten zu stemmen, hat der Verein einen Unterstützungsantrag bei der Stiftung Deutscher Denkmalschutz gestellt: Das Ensemble an der Wupper steht unter Denkmalschutz. Experten vom Landschaftsverband Rheinland waren vor Ort und wollen schauen, wie sie helfen können. Und dann gibt es noch den „Aufbaufonds 2021“ von Bund und Land NRW.

„Sogar ein Kind hat 5 Euro Taschengeld gespendet.“

Reinhard Schrage

90 Minuten hätten er und zwei Mitarbeiter aus dem Rathaus gebraucht, um das Formular auszufüllen. Am Ende konnte eine Datentabelle nicht auf den Server hochgeladen werden, sie verwendeten eine andere Dateiform. Wichtiger ist ihm jetzt, dass es endlich wieder anläuft. Spenden im fünfstelligen Bereich konnte der Kotten nach der Flut einsammeln. Schrage: „Viele Firmen und Privatpersonen unterstützen uns. Sogar ein Kind hat 5 Euro Taschengeld gespendet.“

Wipperkotten

Der Wipperkotten ist ein Doppelkotten. Den hinteren Teil hat ein Förderverein im Wege der Erbpacht von der Stadt erworben und betreibt ihn als Manufaktur. Der vordere Teil gehört Familie Rodenkirchen. Auch für diese Hälfte wird ein neues Wasserrad benötigt, dessen Einbau aber noch nicht terminiert worden ist.

Unsere erste Meldung

Schleiferei Wipperkotten erhält ein neues Wasserrad

Kran ist mehr als drei Stunden im Einsatz

Neues Wasserrad für die Schleiferei im Wipperkotten. 

Um 8 Uhr kam der 48 Tonnen schwere Kran am Donnerstag auf dem Parkplatz am Wipperkotten an. Der Einsatz galt dem 1,7 Tonnen schweren und 3,80 Meter hohen neuen Wasserrad für die Schleiferei im Wipperkotten. Der Vorsitzende des Fördervereins, Reinhard Schrage, schaute sich vor Ort alles genau an. Rund 100.000 Euro kostet das neue „Kraftwerk“ für die mit Wasserkraft betriebene Manufaktur an der Wupper – eine Spezialfirma aus Burscheid hat das Rad gebaut.

Die Experten des Leverkusener Bergungsunternehmens Schwientek bereiteten den Kran für seine endgültige Position vor. Gegen 10.30 Uhr begann die eigentliche Aktion. Präzise wurde das Rad an Dachrinnen vorbei an den Platz gelenkt, wo eine neue Welle mit der Holzkonstruktion verbunden wurde. Mitarbeiter der Firma Stöcker, die Rad und Welle gebaut haben, zurrten mit Seilen alles zurecht und fixierten das Rad mit großen Bohlen. Das alte Wasserrad hatte nach Auskunft von Reinhard Schrage in der Nacht der Wupperflut am 15. Juli „den Todesstoß“ bekommen – es hätte aber in Kürze ohnehin ersetzt werden sollen. -pm-

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