Bildung

Stadt Solingen schafft digitale Endgeräte für Lehrer an

Schuldezernentin Dagmar Becker will Klarheit für die Schulen.
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Schuldezernentin Dagmar Becker.

In zwei Pilotschulen wird ein Konzept mit iPads für Schüler fort.

Solingen. Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne) berichtet, dass mittels eines Zuschusses vom Land in Höhe von 885 000 Euro mittlerweile digitale Endgeräte für die Solinger Lehrer bestellt worden seien. Es komme aber zu Lieferverzögerungen. Die Stadt ist dabei Partner des Landes NRW, das Lehrerkollegien mit entsprechender Hardware für den laufenden Distanz- und Wechselunterricht ausstattet.

Für die 1650 Lehrer habe jeweils rund 500 Euro zur Verfügung gestanden. Damit sei eine Grundversorgung der Lehrkräfte Zug um Zug möglich, sagt die Beigeordnete.

Anders sieht das bei digitalen Endgeräten für die Schüler aus. Dagmar Becker hatte bereits im Dezember erklärt, die Stadt hänge zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite gelte die durch das eigentlich zuständige Land zu wahrende Lernmittelfreiheit. Auf der anderen Seite sah die Stadt aber die Notwendigkeit, den Solinger Schülern zu helfen.

Als „Erste Hilfe“ wurden iPads für bedürftige Schüler als Leihgeräte angeschafft. Zugleich kaufte die Stadt selbst Software-Lizenzen wie MS Teams. An zwei Pilotschulen, der Grundschule Bogenstraße und dem Gymnasium Schwertstraße, wurde zudem ein Weg beschritten, diese Tablet-Computer zentral anzuschaffen. Das habe den Vorteil, dass die Geräte gemeinsam ins System von Regio-IT, dem städtischen IT-Dienstler, integriert werden konnten. Am Ende seien die Eltern mit einem Monatsbeitrag von unter 20 Euro dabei, bis die iPads bezahlt sind. Dazu seien viele Infogespräche mit den Eltern geführt worden.

„Ungeklärt ist die Finanzierung der laufenden Kosten.“

Dagmar Becker, Schuldezernentin

Der Distanzunterricht funktioniere so gut, hätten die Schulen erklärt. Um jetzt ein Ausrollen des Modells der Zentralbeschaffung in die Breite möglich zu machen, müssten aber noch Hürden überwunden werden. Anders im Dezember gehofft, seien weiter viele Finanzierungsfragen zwischen Bund, Land und der Stadt Solingen ungeklärt. Dabei gehe es auch um die „Ewigkeitskosten“, also wer die laufenden Kosten der Digitalisierung in den städtischen Schulen zu tragen habe.

Praktisch könne das mit Endgeräten aber jetzt so laufen, erklärt die Dezernentin: Die Schulkonferenz müsse beschließen, die iPads – die hätten sich als am sinnvollsten erwiesen – anzuschaffen. In der Folge berate der Stadtdienst Schule, wie alles technisch umgesetzt wird, wie und wann die Sammelbestellung abläuft.

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