Park and Ride

Nur Bahnkunden sollen am Bahnhof Schaberg parken dürfen

Hier, gegenüber des Bahnhofs Schaberg, könnte der geplante Parkplatz entstehen. Angedacht ist Park & Ride, das heißt: Bahnkunden können hier ihr Auto abstellen und in den Zug steigen. Eine Schranke soll sicherstellen, dass der Parkplatz nur dafür genutzt wird. Foto: Christian Beier
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Hier, gegenüber des Bahnhofs Schaberg, könnte der geplante Parkplatz entstehen. Angedacht ist Park & Ride, das heißt: Bahnkunden können hier ihr Auto abstellen und in den Zug steigen. Eine Schranke soll sicherstellen, dass der Parkplatz nur dafür genutzt wird.

Parkplatz in Schaberg für Bahnkunden nimmt konkrete Formen an.

Solingen. Der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Solingen hat bei einem Ortstermin in Schaberg den geplanten Parkplatz für Bahnkunden besprochen. Zugleich wurde der Bauhof der Bundesbahn an der Müngstener Brücke besucht. Er soll nach dem Abbau renaturiert werden, versichert Enrique Pless auf ST-Nachfrage. Der Politiker der Grünen sitzt als Mitglied der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW dem Beirat vor. Anwesend waren auch Anwohner aus der Hofschaft.

Pless’ Stellvertreter, der CDU-Politiker Bernd Krebs und Vertreter für die Schutzgemeinschaft deutscher Wald im Beirat, spricht von einer guten und sachlichen Atomsphäre. Vertreter der Verwaltung waren ebenfalls anwesend. Krebs skizziert die wesentlichen Ergebnisse des Treffens: Gegenüber des Bahnhofs Schaberg sollen 14 Stellplätze für Bahnkunden entstehen. Dieses als Park & Ride bekannte Angebot werde aber ausschließlich auf Bahnkunden beschränkt sein. „Die Lösung ist eine Schranke“, sagt Krebs. Sie soll sich mit Monatstickets öffnen lassen.

Geprüft werde noch, wie auch mit Einzelfahrscheinen, auf Papier die Schranke zu öffnen sei. Eine Klärung, auch durch den Verkehrsverbund VRR und die Bahn, erhofft sich der Beirat bis zum 16. November, dann soll das Thema erneut besprochen werden. Die Zufahrt zum Parkplatz bleibt nach Angaben von Krebs ein Schotterweg mit einer Wegebauauflage, so soll Regenwasser leicht versickern können.

Mit der Schrankenlösung wollen die Beiratsmitglieder auch den Befürchtungen der Anwohner entgegentreten, mit dem neuen Parkplatz sollten noch mehr Touristen angelockt werden. Sie bleiben aufgerufen, mit der Bahn zur Brücke anzureisen, versichern Pless und Krebs. Krebs: „Die Hofschaft Schaberg darf nicht im Kraftfahrzeugverkehr ertrinken.“ Pless berichtet zudem, dass mit der Bahn über das Umfeld der Müngstener Brücke auf Solinger Seite am Schaberg gesprochen worden sei. So wird der rund 1000 Quadratmeter große Bauhof fast komplett renaturiert.

Bauhof befindet sich mitten im Landschaftsschutzgebiet

Das war schon zu Beginn der 30 Millionen Euro teuren Sanierung der Brücke vereinbart worden. Der Bauhof befindet sich mitten im Landschaftsschutzgebiet. Die Bahn werde aber noch einen Bereitschaftsweg von etwa einem Meter Breite zur Brücke anlegen. Stehenbleiben soll auch ein Teilstück aus der Müngstener Brücke als historisches Denkmal.

Der geplante Skywalk habe beim Ortstermin kaum eine Rolle gespielt, sagt Pless. Wichtiger sei, dass für den kleinen Parkplatz auch geprüft werde, ob Unterstellplätze für Fahrräder geschaffen werden können. Mit dem Skywalk befasse sich der Beirat, wenn es dafür eine Vorlage von der Verwaltung gibt. Doch noch ist nicht einmal eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden. Pless: „Ich habe nicht den Eindruck, dass das im Solinger Rathaus Priorität hat.“

Anwohner

Eine Bürgerinitiative, die sich gegen mehr Autoverkehr in der Hofschaft Schaberg wendet, hatte sich zuletzt mit 16 Familien gegründet. Sie wollen vor allem den Naturschutz beachtet wissen. Daher richten sie sich vor allem gegen die Skywalk-Pläne, sollte dies zu mehr Parkdruck führen. Initiator Gerd Münnekehoff hatte versichert, diese Touristen sollten möglichst ausschließlich mit Bus und Bahn an die Müngstener Brücke anreisen.

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