Umzug für 2024 geplant

Sandstraße: Neubau startet im Sommer

Der Abriss eines Wohnhauses an der Sandstraße, das dem neuen Wertstoffhof weicht, hat begonnen. Foto: Christian Beier
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Der Abriss eines Wohnhauses an der Sandstraße, das dem neuen Wertstoffhof weicht, hat begonnen.

Die Technischen Betriebe beginnen mit der Umsetzung ihres Standortkonzepts.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Neugestaltung des Geländes der Technischen Betriebe (TBS) an der Sandstraße nimmt in diesem Jahr Form an. Im Sommer soll der Neubau des Verwaltungsgebäudes an der Eintrachtstraße beginnen. Voraussichtlich im Herbst starten die Arbeiten für Werkstatt und Lager. Das teilt die Stadt auf ST-Anfrage mit. Läuft alles nach Plan, kann der TBS-Teilbetrieb Abfallwirtschaft im Frühjahr 2024 von Wald nach Mitte umziehen.

Das Projekt läuft unter dem Titel TBS-Standortkonzept 2030. Ziel ist es, die Abfallwirtschaft vollständig an der Sandstraße unterzubringen – inklusive der kompletten Müllsammlung. Dadurch werden an der Dültgenstaler Straße Kapazitäten frei. Diese sollen eine neue Kfz-Werkstatt – Baustart nach dem Umzug – sowie weitere Werkstätten, die bislang an der Schlachthof- und Gottlieb-Heinrich-Straße untergebracht sind, füllen. Von der Bündelung erhoffen sich die TBS Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne.

Im Müllheizkraftwerk Solingen: Wo aus Abfall Wärme und Strom wird.

Solingen. TBS warten auf Förderung für Photovoltaikanlage

Im Januar hat der Zentrale Betriebsausschuss zugestimmt, einen Totalunternehmer aus Lennestadt mit dem Bau des Verwaltungs- und Betriebsgebäudes zu beauftragen. Eine Photovoltaikanlage sei dabei zunächst nicht vorgesehen. Die Genossenschaft Bürgerenergie habe ein entsprechendes Angebot wegen Unwirtschaftlichkeit abgelehnt, erklärt die Verwaltung. Stattdessen stehe nun ein Pachtmodell im Raum. Die TBS möchten zunächst abwarten, ob ein Förderprogramm aufgelegt wird, das einen „eigenwirtschaftlichen Bau und Betrieb einer Photovoltaikanlage“ ermöglicht. Dafür nötige Installationen würden beim Neubau berücksichtigt, heißt es.

Mit Blick auf Werkstatt und Lager finden derzeit Gespräche mit einem Totalunternehmer statt. Der im ersten Angebot enthaltene Grundriss sowie die Anordnung der Gebäude habe nicht den TBS-Vorstellungen entsprochen. Der Entwurf werde derzeit überarbeitet. Die Angebotsfrist ist laut Verwaltungsangaben voraussichtlich Ende April.

Die TBS-Pläne beinhalten, den Wertstoffhof an der Sandstraße auf dem Gelände zu verlagern. Dieser Schritt soll die Staus, die auf der Zufahrt zum Müllheizkraftwerk häufig herrschen, entzerren. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dazu im Januar ihre Genehmigung erteilt. Bereits Ende 2021 stimmte die Bezirksvertretung (BV) Mitte der Fällung von 14 Bäumen auf der Fläche zu. Im Gegenzug werden neue Laubbäume und eine Hecke gepflanzt. Ein Wohnhaus an der Sandstraße, das dem Wertstoffhof ebenfalls weichen soll, wird derzeit abgerissen.

In der Dezember-Sitzung der BV Mitte war auch die zukünftige Verkehrsregelung rund um das Gelände an der Sandstraße Thema. Die TBS möchten die privaten Anlieferer nach dem Neubau des Wertstoffhofes über eine separate Zufahrts- sowie Ausfahrtsspur führen. Die neue Ausfahrt könnte sich zukünftig an der Eintrachtstraße befinden. Die BV hat sich jedoch dafür ausgesprochen, mindestens eine weitere Variante zu untersuchen, für die weniger Bäume gefällt werden müssten. Laut eigenen Angaben haben die TBS drei alternative Pläne erarbeitet, derzeit laufe die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde. Bei den Alternativen sei es problematisch, die geplanten Mitarbeiterstellplätze unterzubringen.

Am kommenden Dienstag, 15. März, steht ein Sachstandsbericht zum TBS-Standortkonzept 2030 auf der Tagesordnung des Zentralen Betriebsausschusses. Die Sitzung im Tagungsraum 3 des Theaters und Konzerthauses beginnt um 17 Uhr.

Kosten

30 Millionen Euro sind für die Umsetzung des TBS-Standortkonzeptes 2030 veranschlagt. Ob diese Kalkulation eingehalten wird, lasse sich nicht mit Gewissheit sagen, erklärt die Stadt. Man habe bisher einen Teil des ersten von insgesamt sechs Modulen vergeben. Die aktuelle Preisentwicklung von Energie und Rohstoffen sei 2019 bei der Planung nicht vorhersehbar gewesen. Die Steigerung werde „mit großer Wahrscheinlichkeit einen Einfluss auf die Gesamtkosten haben“.

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