Theater

Sams kommt am Wochenende in die Cobra - noch gibt es Tickets

Liebevoll brachte das Wohlgemuth-Ensemble den Kinderbuchklassiker auf die Bühne.
+
Liebevoll brachte das Wohlgemuth-Ensemble den Kinderbuchklassiker auf die Bühne.

Nach den drei ausverkauften Extra-Vorstellungen freut sich das Wohlgemuth-Ensemble am Wochenende auf viel Publikum.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Am Ende durfte das Sams in der Cobra für immer bei seinem „Papa“ Taschenbier bleiben: Ein allerletzter, hinter dem Sams-Ohr gut versteckter Wunschpunkt sorgte für ein umjubeltes Happy End. Und das, nachdem es durch die kaputtgegangene Wunschmaschine zwischendurch ziemlich düster um Herrn Taschenbier, Herrn Mon und seinen altklugen Papagei aussah.

Gut anderthalb Stunden lang verfolgten 194 Kita-Kinder aus zwölf Einrichtungen gebannt das aufregende Geschehen auf der Bühne im großen Cobra-Saal, dass das spielfreudige Ensemble der Theatergesellschaft Wohlgemuth um Regisseurin Rosi Müller für das Publikum inszeniert hatte. „Am Samstag kam das Sams zurück“ von Paul Maar sollte in der Theater-Adaption eigentlich schon vor zwei Jahren vorgestellt werden. Aber: „Wir konnten vor exakt drei Jahren das letzte Mal hier für Kindergartenkinder auftreten“, erinnerte Rosi Müller in ihrer Begrüßung. Corona kam dazwischen und sorgte für eine lange Probenpause.

An der Kita Erfer Straße haben die Kinder vor dem Theaterbesuch ihre eigene Wunschmaschine gebaut.

Umso quirliger und lebendiger kam nun das Sams buchstäblich zurück auf die Bühne: Jan Stöcker als Taschenbier, Katja Monscheuer als Frau Rotkohl, Ida Monscheuer als Sams, ihre Schwester Ronia als Papagei, dazu Bruno Arnold als Großwildjäger, Wilfried Eckert als Herr Lürcher, Nils Jung als Herr Mon, Ben Rodenhüser und Jan Brandt als Erzähler, Tim Prediger und Tom Scholz als Polizisten sowie Cem Günes als Enkel des Großwildjägers waren voll ansteckender Begeisterung in Rolle und Kostüm geschlüpft, um den Kindern und ihren 41 erwachsenen Begleitern einen unterhaltsamen Theatervormittag zu bereiten.

Schon bevor sich der Vorhang zur Seite schob, um den Blick auf Kulissen und Protagonisten freizugeben, war die Stimmung im gefüllten Zuschauersaal prickelnd und man konnte sich sicherlich die Frage stellen, wer mehr Lampenfieber hatte: die Schauspieler oder ihr junges Publikum.

Gestartet wurde die Aufführung in Herrn Taschenbiers Zimmer, in dem er bei seiner aufdringlichen Wirtin Frau Rotkohl zur Untermiete wohnte. Danach wechselte die Szene auf die Straße, in das Gartenhaus, in die Wohnung von Herrn Lürcher und schließlich sogar auf eine einsame Insel in der Südsee.

Alle Kinderrollen sind doppelt besetzt

Schnell verflog die zunächst herrschende Unruhe, die spielerisch gut erzählte Geschichte tat das ihre, um auch kleine Kinder zu fesseln. Dass immer wieder anfeuernde und kommentierende Zwischenrufe zu hören waren und an vielen Stellen laut gelacht wurde, war positiv und sicher gewünscht. „Wir freuen uns riesig, vor so viel Publikum zu spielen“ hatte Rosi Müller zu Beginn gesagt, die ihre Motivation, Kinderstücke zu inszenieren, immer wieder neu aus den begeisterten Kinderaugen zieht, denen man den Spaß am Zuschauen ansieht.

Am Wochenende geht der Vorhang – nach drei restlos ausverkauften Kindergartenvorstellungen – für alle anderen auf. Die Kinderrollen seien doppelt besetzt, um für Krankheitsausfälle gewappnet zu sein, erklärte Rosi Müller, die dahingehend ihre Lehren aus der Coronazeit gezogen hat. „So kann eigentlich nichts schiefgehen.“

Aufführungen

Termine: Freitag, 21. Oktober, 17 Uhr;
Samstag, 22. Oktober, 17 Uhr;
Sonntag, 23. Oktober, 11 Uhr und 15 Uhr.

Vorverkauf: Karten für 9 und 7 Euro (Kinder) bei Optik Stock, Düsseldorfer Straße, beim ST, in den Geschäftsstellen in den Buchhandlungen Bücherwald, Wald, und Kiekenap, Ohligs.

Lesen Sie auch: Corona: Großer Aufwand in der Pflege

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
St. Lukas Klinik: „Abriss ist wohl die einzige Alternative“
Gold & Glitter in der Ohligser Festhalle
Gold & Glitter in der Ohligser Festhalle
Gold & Glitter in der Ohligser Festhalle
Grünes Stadtquartier: Neue Pläne für die Solinger Innenstadt
Grünes Stadtquartier: Neue Pläne für die Solinger Innenstadt
Grünes Stadtquartier: Neue Pläne für die Solinger Innenstadt
Immobilienpreise in Solingen sinken leicht – Mieten nicht
Immobilienpreise in Solingen sinken leicht – Mieten nicht
Immobilienpreise in Solingen sinken leicht – Mieten nicht

Kommentare